Morgenarbeit Mai 2009
Unsere erste Morgenarbeit in diesem Jahr fand bei strahlendem Sonnenschein statt. Zahlreiche Gäste aus Österreich, Dänemark, Italien, Tschechien und der Schweiz haben sich auf den Weg zu uns auf Gut Rosenhof gemacht, um unsere Arbeit mit den Pferden zu erleben.
Vor Veranstaltungsbeginn hat Anja Beran den Lusitanohengst „Regedor“ in der Reithalle geritten. Nach der offiziellen Begrüßung um 11.00 Uhr durch Prof. Dr. Nüssler, führte Anja Beran durch das Programm.
Erstes Pferd war eine junge spanische Stute, mit der das Anreiten einer Remonte demonstriert wurde. Vera Munderloh longierte die Stute mit einem Kappzaum. Nach dem Satteln, wurden die ersten Schritte unter dem Reiter gezeigt und die wichtigsten Punkte der Grundausbildung erläutert.
Im Anschluss wurde der junge Kinsky Wallach von Jennifer Heber vorgestellt. Gino zeigte sich gelöst in den 3 Grundgangarten, bei feiner Verbindung zur Reiterhand. Schenkelweichen als erster Seitengang, geschlossenes Anhalten, aber auch Rückwärtsrichten und der Beginn des spanischen Schrittes waren Thema dieser Präsentation.
Nach jedem Pferd hatten die Zuschauer die Gelegenheit Fragen an Anja Beran zu stellen.
Xailee, ein junger Lusitano war das nächste Pferd in der Reithalle. Vera Munderloh zeigte ihn im Übertreten, im Schulterherein, in ersten Traversalen und in wichtigen Biegeübungen.
Das Angaloppieren aus dem Schritt, Zirkel verkleinern im Galopp, aber auch die Piaffe, der Weg zur Passage, der spanische Schritt und die Referenz wurden von Xailee gezeigt.
Jasmin Gärtner stellte den bereits weiter ausgebildeten Lusitanohengst „Ramesès“ vor. Jetzt kamen Seitengänge im Trab und Galopp hinzu, der Außengalopp und auch schon fliegende Wechsel. Übergänge von Piaffe zu Passage und vom spanischen Schritt zu einem spektakulären spanischen Trab zeigte Ramesès unter einer sehr gefühlvoll einwirkenden Reiterin. Der Physiotherapeut René Frim erklärte schließlich noch die Bedeutung des korrekten Sitzes zu Pferde.
Handarbeit war das nächste Thema. Anja Beran zeigte mit dem Lusitano „Olé“ zunächst die Gymnastizierung durch Seitengänge an der Hand. Danach zäumte sie Olé ab und demonstrierte Piaffe, Passage, Galopp auf einer Volte und schließlich sogar eine Levade und den spanischen Schritt mit einem völlig freien Pferd. So wurde das große Vertrauen deutlich, dass hier zwischen Pferd und Ausbilderin besteht.
Schließlich zeigte Flamingo unter Vera Munderloh seine Fortschritte und ging dann zusammen mit dem Lusitanohengst Pao unter Anja Beran, schöne Piaffen und Passagen. Man konnte hier sehr gut erkennen, dass die modernen Warmblutpferde genauso fein und versammelt gehen können wie die barocken Pferde, wenn man sie entsprechend der klassischen Lehre ausbildet.
Die Mittagspause nutzten die Gäste zu einem Imbiss und Spaziergängen über die weitläufige Anlage von Gut Rosenhof. Außerdem gab es eine Kunstausstellung der Malerin Katharina Rücker-Weininger zu bewundern.
Thema des Nachmittages war der „Pferderücken“. Die schwedische Tierärztin Dr. Matilda Holmer-Rattenhuber, die zu diesem Thema promoviert hat, gab in einer Power-Point-Präsentation einen Einblick über Aufbau und Funktion und beantwortete den interessierten Besuchern sämtliche Fragen zum Pferderücken.
Der Pferdeosteopath René Frim erläuterte schließlich Details aus osteopathischer Sicht und ging auch auf die korrekte Sattelpassform ein. Dafür demonstrierte er mit Steffi Fuchs auf dem Andalusierhengst „Hechicero“ wie eine digitale Satteldruckmessung funktioniert.
Vor der Halle hatte unser fachkundiger Sattler Wilhelm Sepp, von der Firma „Pferd und Mehr“ seinen Stand aufgebaut und konnte kompetent weitere Fragen zum Thema „Sattel“ beantworten.
Fast alle Gäste bedankten sich am Ende bei Anja Beran und ihrem Team für den informativen Tag und viele haben sich bereits für eine der nächsten Morgenarbeiten wieder angemeldet.
(Kopie 5)
Morgenarbeit Juni 2009
Mit einem besonderen Eröffnungsbild begann die zweite Morgenarbeit in diesem Jahr: Vera Munderloh präsentierte den Lusitanohengst „Super“ erstmalig unter dem Damensattel und trotz der eingeschränkten Einwirkungsmöglichkeiten gelangen sämtliche Lektionen spielerisch.
Der systematische Aufbau bei der Ausbildung eines Pferdes war das Thema des Tages. Zunächst wurden, das Anlongieren, das erste Satteln und schließlich das Anreiten demonstriert und die wichtigsten Schritte erläutert. Im Anschluss ritt Vera Munderloh einen jungen Lipizzanerhengst mit viel Bewegungspotenzial. Schwungvoll präsentierte er sich in den 3 Grundgangarten, zeigte erste Seitengänge, aber auch schon Piaffeansätze. Danach zeigte dieselbe Reiterin einen jungen Lusitano der mit eher mäßigem Gang, ohne Raumgriff ausgestattet war, sich jedoch genauso leicht und fein reiten ließ und dessen Piaffeansätze ebenso gut waren wie bei seinem bewegungsstarken Vorgänger. Anja Beran erklärte, dass eine gute Dressurausbildung nichts mit dem Gangpotenzial eines Pferdes zu tun hat. Dressur bedeutet vielmehr ein Pferd in sein Gleichgewicht zu bringen, es zu mobilisieren und fein auf die Reiterhilfen abzustimmen, so kann es in Harmonie vorgestellt werden und nimmt körperlich keinen Schaden.
Nach diesen 3 jungen Pferden wurde ein Hannoveraner Wallach vorgestellt, bei dem die Basisausbildung nicht optimal gelaufen ist, das Pferd kam als Passgänger, hatte ein Zungenproblem, ging lahm und war extrem steif. Durch gymnastizierende Arbeit in den Seitengängen konnte dem Pferd geholfen werden und der Wallach begann wieder einen klaren Viertakt zu gehen, entspannte seinen Rücken und damit auch seinen Unterkiefer, das Zungenproblem war somit gelöst und auch die Lahmheit entpuppte sich als reine Asymmetrie, die mit verbessertem gerade richten, nahezu verschwand. Die Piaffe erlernte der Wallach, weil man ihm mit dieser Übung helfen konnte seinen Rücken zu benutzen und seine Hinterhand zu engagieren. Dressur war in diesem komplizierten Fall nicht nur Gymnastik für das Pferd, sondern sogar Krankengymnastik.
Die Arbeit an der Hand war der nächste Programmpunkt. Anja Beran zeigte mit dem Lusitano Olé welche Übungen und Seitengänge an der Hand gut erarbeitet werden können.
Der bereits weit fortgeschrittene Lusitanohengst Ramesès kam als nächstes Pferd in die Reithalle. Seitengänge im Trab und Galopp, Piaffe, Passage, Außengalopp und fliegende Wechsel gehörten zum Repertoire, ebenso wie der spanische Schritt und ein spektakulärer spanischer Trab. Jasmin Gärtner stellte ihn mit nahezu unsichtbaren Hilfen vor und beeindruckte die Besucher mit dieser harmonischen Vorstellung.
Letztes Pferd war schließlich der Westfalenwallach „Flamingo“ unter Vera Munderloh, der sich zunehmend entspannt zeigt und auch in den höheren Lektionen allmählich zu mehr Gelassenheit findet. Als Höhepunkt zeigte Flamingo erstmalig eine Passage-Traversale auf beiden Händen.
Während der Mittagspause hatten die Gäste Gelegenheit die Bilder des bekannten polnischen Künstlers Zenon Aniszewski, der seine Werke in der Longierhalle ausgestellt hatte, zu bewundern.
Am Nachmittag referierte die schwedische Tierärztin Frau Dr. Matilda Holmer-Rattenhuber zum Thema „Rückenprobleme“ beim Pferd und René Frim gewährte Einblicke aus osteopathischer Sicht in diese Problematik. Eine Vorführung der digitalen Satteldruckmessung rundete den informativen Nachmittag ab.
(Kopie 4)
Morgenarbeit Juli 2009
Die Morgenarbeit am 5. Juli fand wieder vor vollen Zuschauerrängen statt. Während des Einlasses arbeitete Anja Beran mit dem Lusitanohengst „Regedor“. Im Anschluss zeigte das Team von Gut Rosenhof die einzelnen Schritte der Pferdeausbildung vom Anreiten bis hin zu hohen Lektionen. Auch Pferde mit Exterieurproblemen oder verdorbene Pferde wurden dazu vorgestellt.
Astrid Galipo stellte einen jungen P.R.E.-Hengst in der ersten Phase der Ausbildung vor. Noch an der Longe ritt sie den Hengst in den drei Grundgangarten bei stark entlastendem Sitz. Danach präsentierte Vera Munderloh den jungen Kladruberwallach „Generale Cassa“. Erste Seitengänge, aber auch korrektes Angaloppieren sowie Anpiaffieren, Anpassagieren und der Beginn des spanischen Schrittes wurden von Anja Beran kommentiert.
Der Hannoveranerwallach „Leo“ der zur Korrektur auf Gut Rosenhof steht, wurde von seiner Besitzerin Jenny Heber vorgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich der große Braune wesentlich besser bemuskelt und konnte sich in der Regelmäßigkeit der Gangarten deutlich verbessern. Die Piaffe und die Passage entwickeln sich sehr gut und helfen „Leo“ seinen Rücken weiter aufzubauen.
Vera Munderloh zeigte mit dem Lusitanohengst „Super“ Übergänge zwischen Trab, Piaffe und Passage, welche vor allem durch Leichtigkeit beeindruckten. Wie die fliegenden Galoppwechsel erarbeitet werden können, wurde ebenfalls mit „Super“ demonstriert.
Die Arbeit an der Hand mit dem Lusitano „Olé“ durfte auch bei dieser Morgenarbeit nicht fehlen. Steffi Fuchs führte den Schimmel in den verschiedenen Seitengängen vor, und schließlich in einer Pesade auf der linken Hand und einer Levade auf der rechten Hand.
Jasmin Gärtner war als nächste Reiterin mit dem Lusitanohengst „Ramesès“ in der Bahn. Seitengänge in allen Gangarten, Piaffe, Passage, fliegende Wechsel sowie spanischer Schritt und spanischer Trab gehörten zum Repertoire. Im Anschluss erklärte der Physiotherapeut René Frim Details zum korrekten Sitz.
Letzte Reiterin an diesem Vormittag war Vera Munderloh auf dem Westfalenwallach „Flamingo“, der sich in guter Kondition zeigte und am Ende sogar eine Passage Traversale vorführte.
Nach der Mittagspause gab es noch einen Vortrag von der Tierärztin Dr. Matilda Holmer-Rattenhuber und dem Pferde-Osteopathen René Frim und die Gäste hatten Gelegenheit Fragen zu stellen.
In der Longierhalle hatte die bekannte holländische Künstlerin Marli Hommel ihre großen Gemälde ausgestellt und lud die Besucher zu einem Rundgang ein.
(Kopie 3)
Morgenarbeit August 2009
Auch am ersten Sonntag im August öffnete Gut Rosenhof wieder seine Pforten, um zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland einen Einblick in die klassische Dressur zu gewähren.
Mit einer jungen Stute wurden die ersten Schritte der Arbeit, nämlich das Anlongieren und das Anreiten, demonstriert. Im Anschluss zeigte ein talentierter Lipizzaner-Hengst, die freie Arbeit mit einer Remonte. Frisches Vorwärtsreiten, erste Seitengänge und am Ende die Dehnung nach vorwärts-abwärts wurden von Anja Beran erläutert. Erstmalig konnten die Besucher auch beobachten wie man eine so genannte „Zirkuslektion“, die Referenz, einem Pferd lehren kann. Die Freude und der Arbeitseifer des jungen Lipizzaners brachten das Publikum zum Schmunzeln.
Ein Lusitano mit wenig Gangvermögen war als nächstes Pferd in der Bahn. Allerdings war deutlich zu erkennen, dass auch ein mit wenig Bewegungsdynamik ausgestattetes Pferd, sehr fein zu reiten und bis zu höchsten Lektionen gefördert werden kann. Hervorragende Piaffe- und Passageansätze ließen sich erkennen und der Galopp war bereits sehr gut ausbalanciert. Mit diesem Pferd erläuterte Anja Beran zudem die Umstellung von Trense auf Kandare und Unterlegtrense, sowie die korrekte Lage der Gebisse im Maul des Pferdes.
Ein Cartujano-Hengst, der schon etwas weiter fortgeschritten war, bildete den nächsten Programmpunkt. Mit Maestro zeigte Vera Munderloh Traversalen, Piaffen, Passagen, Außengalopp, Schulterherein und Galopptraversalen, erste fliegende Wechsel und schließlich eine ausdrucksvolle Trabverstärkung, selbstverständlich wurde diese noch im Leichttraben vorgeführt, um den Pferderücken nicht zu sehr zu belasten.
Der Lusitano Olé präsentierte sich in den Seitengängen an der Hand und bewies im Anschluss das große Vertrauen zu seiner Ausbilderin, indem er völlig frei, ohne Zaumzeug, piaffierte, levadierte, Galoppvolten, spanischen Schritt und die Referenz zeigte.
Fester Bestandteil der Morgenarbeit war wieder Jasmin Gärtner auf dem Lusitano-Hengst „Ramesès“die am Ende eines schwungvollen Rittes noch einen spektakulären spanischen Trab vorführte. René Frim hielt schließlich noch einen Vortrag über den korrekten Sitz des Reiters, wozu ihm Jasmin Gärtner Model stand.
Letztes Pferd an diesem Vormittag war der Westfalen Wallach Flamingo unter Vera Munderloh, die zuvor auch alle anderen Pferde elegant und feinfühlig vorgeritten hat.
Eine Kunstausstellung und das obligatorische Nachmittagsprogramm mit unserem Osteopathen René Frim und der Tierärztin Dr. Matilda Holmer-Rattenhuber, die über Rückenprobleme beim Pferd referierten, rundeten den lehrreichen Tag ab.
(Kopie 2)
Morgenarbeit 5. & 6. September 2009
Das erste Septemberwochenende war für 2 Morgenarbeiten reserviert. Am Samstag gab Anja Beran in englischer Sprache Einblicke in ihre Trainingsmethoden. Sogar Journalisten aus Russland waren angereist um mehr über die klassische Dressur, Anja Beran und Gut Rosenhof zu erfahren.
Am Sonntag folgte dann das öffentliche Training in deutscher Sprache. Vom Anreiten der Remonte bis zum Anpiaffieren des fortgeschrittenen Pferdes wurden sämtliche Ausbildungsabschnitte ausführlich erläutert. Interessant fanden viele Gäste, dass auf Gut Rosenhof wirklich jedes Pferd piaffiert und passagiert und dass es dazu scheinbar nicht eines außergewöhnlich begabten Pferdes bedarf. Bereichernd waren auch die vielen Fragen aus dem Publikum, die alle bereitwillig und kompetent von Anja Beran beantwortet wurden.
Nach Abschluss des ersten Programmteils hatten die Besucher die Gelegenheit die Kunstausstellung zu bewundern. Renate Blank versteht es hervorragend Pferde in den Lektionen der Hohen Schule darzustellen, ihre Bilder fügten sich harmonisch in das Thema der Veranstaltung ein und leisteten einen weiteren wertvollen Beitrag den Gästen die klassische Reitkunst nahe zu bringen.
Das Nachmittagsprogramm gestalteten wie üblich die Tierärztin Dr. Matilda Holmer-Rattenhuber und der Physiotherapeut René Frim.
Besucher-Eindrücke zur Morgenarbeit:
Sehr geehrte Frau Beran,
vielen Dank auch im Namen meiner Begleitung für die unvergesslichen Eindrücke anlässlich der sonntäglichen Morgenarbeit am 07.06.2009. Wir waren allesamt einfach nur begeistert. Diese Ruhe und Liebe zum Pferd welche bei Ihrer und der Arbeit Ihres Teams zu spüren war, einfach großartig. Die Eindrücke und Informationen, welche wir an diesem Tag sammelten, werden wir nun versuchen in unserer Arbeit daheim umzusetzen. Sie merken wir sind absult begeistert und die Heimreise nach Berlin verging wie im Fluge, da uns der Gesprächsstoff nicht ausging. Für uns steht fest, wir kommen 2010 auf jeden Fall wieder.
Herzliche Grüße, Manuela Henschke
Sehr geehrte Frau Beran,
...Außerdem bedanke ich mich für die Veranstaltungen im Mai und Juni, die mal wieder unendlich interessant und lehrreich waren (nur schade, dass die Rosen noch nicht alle geblüht haben...)
Liebe Grüße, Anna Richert
Liebe Frau Beran,
Ihre Morgenarbeit vom letzten Sonntag können wir für uns mit dem "Finden des heiligen Grals" beschreiben:-)
ENDLICH zeigt uns jemand in dieser wirren, von selbst ernannten Reit-Gurus übersäten Pferdewelt,die wichtigsten Schritte und Übungen bei der Pferdeausbildung.
Ihr Buch + Ihre praktischen Erklärungen sind so einleuchtend, fein, präzise.SIE, Frau Beran, repräsentieren die KLASSIK in der klassischen Pferdeausbildung.
Vielen HERZLICHEN Dank.
Mit den herzlichsten Grüßen vom Ammersee.
Laura Bieler
(Kopie 1)
Morgenarbeit Oktober 2009
Unsere letzte Morgenarbeit im Jahre 2009 fand bei schönstem Herbstwetter und vor vollbesetzten Stühlen statt.
An verschiedenen Pferden wurde der Ausbildungsablauf vom Anreiten bis hin zu den schwersten Lektionen demonstriert, aber auch in die Arbeit mit verdorbenen Pferden wurde ein Einblick gewährt. Zwischen den einzelnen Ritten hatten die Besucher die Möglichkeit Fragen zu stellen und konnten sich wertvolle Anregungen mit nach Hause nehmen.
Das Team um Anja Beran sorgte abermals für einen professionellen und reibungslosen Ablauf dieser Lehrveranstaltung. Frau Dr. Matilda Holmer-Rattenhuber und René Frim gestalteten das Nachmittagsprogramm zum Thema Rückenprobleme beim Pferd. Ausstellende Künstlerin war dieses Mal Frau Eva Jaeckle aus der Schweiz.
Da Gut Rosenhof nun mit neuen gepflasterten Wegen und Plätzen ausgestattet ist und über den Sommer auch sämtliche Koppelzäune neu gebaut sowie die Weiden vergrößert hat, hielten sich viele Gäste noch lange auf der Anlage auf und genossen das gepflegte Ambiente beim spazieren gehen oder auf den überall aufgestellten Parkbänken oder den neu gestalteten Sitzgelegenheiten.
An dieser Stelle möchten wir uns für das Interesse unserer zahlreichen Besucher bedanken und freuen uns auf ein Wiedersehen zu den Sonntäglichen Morgenarbeiten im Jahre 2010!
Morgenarbeit 12.Oktober 2008
Am 12. Oktober 2008 fand unsere erste englischsprachige Morgenarbeit auf Gut Rosenhof statt. Besucher aus 9 verschiedenen Ländern hatten sich angemeldet und hatten schließlich das Glück, dass diese Veranstaltung bei schönstem Sonnenschein und warmen Temperaturen stattfinden konnte.
Zur Einstimmung ritt Anja Beran den Lusitanohengst „Pao“. Piaffe- und Passageübergänge gelangen harmonisch und ausdrucksvoll, aber auch Galoppirouetten und der spanische Schritt gehörten zum Repertoire.
Nach der offiziellen Begrüßung durch Prof. Dr. Volkmar Nüssler, eröffnete Anja Beran mit dem Lipizzanerhengst „Favory Toscana“ die sonntägliche Morgenarbeit. Das Anreiten war erstes großes Thema.
Danach wurde Remontenarbeit mit dem Lusitano „Xailee“ demonstriert. Erste Seitengänge, Zügel aus der Hand kauen lassen, aber auch der Beginn der Piaffe und das Erlernen des spanischen Schrittes wurden mit „Xailee“ gezeigt.
Jasmin Gärtner saß „Modell“ auf dem Andalusierhengst „Hechicero“ und Anja Beran erläuterte wie der korrekte Dressursitz aussehen sollte.
Der Lusitanohengst „Super“ wurde, genau wie alle anderen Pferde, von Vera Munderloh vorgestellt. Die Bedeutung der Arbeit in den Seitengängen, der Außengalopp, aber auch der spanische Schritt und der spanische Trab, Piaffe und Passage, sowie das Erarbeiten der Galoppirouetten wurden mit „Super“ demonstriert.
Als nächstes stand die Arbeit an der Hand auf dem Programm. Anja Beran zeigte Basisübungen zur Gymnastizierung und ließ ihren Lusitano „Olé“ schließlich ohne Zaum piaffieren und levadieren. Aber auch den spanischen Schritt und die Referenz zeigte „Olé“ vollkommen frei und bewies damit sein großes Vertrauen zu seiner Ausbilderin.
Der Lusitanohengst „Ramesés“, fast bei jeder Morgenarbeit dabei, zeigte wieder Tempounterschiede im Galopp und fliegende Wechsel, aber auch der spanische Trab durfte am Ende nicht fehlen.
Ein wahrer Augenschmaus war die Präsentation des Westfalenwallaches „Flamingo“. Das einstmals verdorbene Pferd zeigte sich gut bemuskelt, elegant und mit ausgeprägtem Takt. Schulterherein, Traversalen, aber auch Travers und Schulterherein im Galopp wurden ausdrucksvoll geritten. Die Übergänge Trab – Passage – Piaffe – Passage – Trab gelangen geschmeidig und ohne sichtbare Hilfengebung der Reiterin.
Nach der Mittagspause, gab Dr. Matilda Holmer-Rattenhuber einen Einblick worauf Reiter achten sollten, damit ihr Pferd gesund bleibt. Biomechanische Zusammenhänge, aber auch die Notwendigkeit von gut passenden Sätteln und symmetrisch sitzenden Reitern wurden erläutert. Im Hintergrund stand dabei ein echtes Pferdeskelett als Anschauungsmaterial. Außerdem diente der Lusitano „Rosé“ als lebendes Beispiel und anhand seiner perfekt gesetzten Piaffe erklärte Frau Dr. Holmer-Rattenhuber was im Moment höchster Versammlung mit dem Pferdekörper passiert.
Der Vortrag wurde von den Gästen genauso begeistert aufgenommen wie die praktische Demonstration über die Ausbildung der Pferde und so gab es auch gleich Anfragen für eine englischsprachige Morgenarbeit im Jahr 2009. Anja Beran und ihr Team werden es sicher möglich machen, dass auch im nächsten Jahr eine derartige Veranstaltung stattfinden kann.
Morgenarbeit am 5. Oktober 2008
Auch die letzte deutschsprachige Morgenarbeit im Jahr 2008 fand wieder vor voll besetzter Tribüne statt. Aufgrund des kühlen Wetters wurde die Reithalle mit Hilfe eines großen Heizlüfters auf angenehme Temperaturen aufgewärmt, so dass die Besucher nicht frieren mussten.
Der Hausherr, Professor Dr. med. Volkmar Nüssler, stimmte das Publikum in die Gedankenwelt der Klassischen Reitkunst in ihrem ursprünglichen Sinn mit folgenden Worten ein: „ Ein unumstrittener Marker, dass die Lehrweise von Anja Beran ein Beweis dafür, oder wie die Naturwissenschaftler zu sagen pflegen, der "proof of concept", ist, dass die von ihr gearbeiteten Pferde niemals einen Tierarzt wegen Beinbeschwerden oder Rückenproblemen benötigt haben! Im Gegenteil, Pferden, die mit derartigen Problemen zu ihr kamen, konnte durch ihre Reitweise geholfen werden. Beispiele hierfür sind der Friesenhengst „Gawain“ und der Westfalenhengst „Flamingo“! Professor Nüssler beendete diese Feststellung mit einem Zitat von Nicolás Gómez Dávila „ Die Demut ist der einzige sichere Zufluchtsort vor der Dummheit“.
Das Programm begann wieder mit einem Einblick in die Arbeit mit jungen Pferden. Am Beispiel des 3-jährigen Friesenwallachs „Kobold“ erläuterte Anja Beran das Longieren, das erste Satteln und die Gewöhnung an den Reiter.
Danach präsentierte Vera Munderloh den jungen Lusitano „Xailee“ in den Grundgangarten. Außerdem wurden erste Seitengänge, das Anpiaffieren und das Erarbeiten des spanischen Schrittes demonstriert.
Lusitanohengst „Super“ zeigte bereits Lektionen eines fortgeschrittenen Pferdes. Traversalen im Trab und Galopp, Kontergalopp, aber auch Piaffe und Passage, sowie die Übergänge waren Thema dieses Auftrittes.
Die Arbeit an der Hand erklärte Anja Beran mit ihrem Lusitano „Olé“. Übertreten, aber auch Renvers im Schritt und im Trab können sinnvolle gymnastische Übungen sein, die vom Boden aus erarbeitet werden können. Eine Einlage voller Harmonie sahen die Zuschauer als Anja Beran ihrem Lusitano den Zaum abnahm und „Olé“ lediglich am Halsring vorführte. Halten, Rückwärtsrichten, aber auch Piaffe, spanischer Schritt und die Referenz gelangen mühelos mit einem „völlig freien“ Pferd. Die Besucher honorierten das Gesehene mit einem spontanen Applaus.
Der goldfarbene Lusitano „Ramesès“ zeigte vor allem Galopparbeit. Deutliche Tempounterschiede und fliegende Wechsel waren der Schwerpunkt. Außerdem zeigte „Ramesès“ den spanischen Schritt und auch den spanischen Trab.
Wie immer hatten die interessierten Gäste nach jedem Ritt die Gelegenheit Fragen an Anja Beran zu stellen.
Der Hannoveranerwallach „Leo“, ein Korrekturpferd, half Anja Beran die Arbeit mit verdorbenen Pferden zu erläutern. Biegearbeit, Seitengänge, aber auch versammelte Lektionen dienten dazu dieses großrahmige Pferd zu lockern und gerade zu richten und damit seine Rückentätigkeit zu aktivieren. Seine Reiterin Jennifer Heber kann mittlerweile mit immer feineren Hilfen das Pferd aktivieren und verdeutlichte damit, dass auch große, schwere Pferde fein geritten werden können.
Am Ende präsentierte Vera Munderloh den ehemals sehr verrittenen Westfalenwallach „Flamingo“. Schulterherein und Traversalen im Trab, geprägt von Schwung und Takt begeisterten die Zuschauer. Eine wesentlich verbesserte Galopparbeit, inzwischen schon phasenweise im Schulterherein und Travers vorgeführt war weiterer Teil des Rittes. Den Höhepunkt bildeten schließlich elegante Übergänge zwischen versammeltem Trab, Passage auf der Diagonalen, Piaffe in X , daraus Passage und wieder versammelter Trab.
Nach der Mittagspause gab es zum ersten Mal einen Vortrag über „Die klassische Dressur aus tiermedizinischer Sicht“. Die schwedische Tierärztin Dr. Matilda Holmer-Rattenhuber, die in ihrer Promotion das Thema „Biomechanik“ behandelt hat, referierte zu diesem Thema. Sie hatte dafür extra ein „echtes“ Pferde-Skelett zum Gut Rosenhof mitgebracht.
Außerdem zeigte „Flamingo“ an der Longe die Bewegungsabläufe in den 3 Grundgangarten und der Lusitano „Rosé“ piaffierte an der Hand, am bloßen Kappzaum. Dabei konnte Frau Dr. Holmer-Rattenhuber anschaulich erläutern was mit dem Pferdekörper im Moment der Versammlung passiert.
Nach ihrem Vortrag beantwortete die engagierte Tierärztin noch bereitwillig viele Fragen der interessierten Zuhörer.
Morgenarbeit am 7. September 2008
Bei erstmalig trübem Herbstwetter fand unsere Morgenarbeit im September statt. Dennoch fanden wieder zahlreiche Gäste, darunter auch ein Reitverein aus dem sächsischen Pirna, den Weg zum Gut Rosenhof.
Um 10.30 Uhr ritten Anja Beran und Jennifer Heber die Hengste „Leviton“ und „Regedor“, um die Besucher während des Einlasses auf die folgende Morgenarbeit einzustimmen. Pünktlich um 11.00 Uhr begann dann das eigentliche Programm. Erstes Thema war wieder Longenarbeit und Anreiten. Mit dem 3-jährigen Friesenwallach „Kobold“, demonstrierten Vera Munderloh, Jennifer Heber und Anja Beran die ersten Schritte bei der Ausbildung von jungen Pferden.
Im Anschluss ritt Vera Munderloh den jungen Friesenhengst „Kasper“. Er wurde schwungvoll in den Grundgangarten vorgestellt und zeigte mühelos Seitengänge wie Schenkelweichen und Übertreten.
Der P.R.E. Hengst „Maestro“, den viele Besucher bereits vom letzten Jahr kannten, zeigte nun die Fortschritte seiner Ausbildung. Traversalen im Trab, Angaloppieren aus dem Schritt, Kontergalopp, Mitteltrab, bessere Piaffetritte, schöne Passagetritte, den spanischen Schritt, aber auch eine zirzensische Lektion – die Referenz. Das alles in gewohnter Ruhe und Losgelassenheit.
Im Anschluss wurde der Westfalenwallach „Flamingo“ präsentiert. Dieses Mal ritt Vera Munderloh zum ersten Mal sämtliche schweren Lektionen wie Piaffe und Passage und die Übergänge OHNE die Unterstützung durch Anja Beran vom Boden aus. Flamingo hat nun auch diesen entscheidenden Schritt in der Ausbildung gemeistert und die Reiterin kann selbständig die hohen Lektionen abrufen. Auch die Galopptour hat sich inzwischen stark verbessert.
Der Hannoveranerwallach „Leo“, der zur Korrektur auf Gut Rosenhof steht, war das nächste Pferd. Wie man mit Seitengängen und versammelten Übungen an steife und verspannte Pferde herangeht und sie dadurch löst und ihren Rücken zum Aufwölben bringen kann, zeigten Anja Beran und Jennifer Heber gemeinsam.
Fließende Übergänge zwischen allen Seitengängen in allen Gangarten zeigte Vera Munderloh auf dem Lusitanohengst „Ramesès“. Schulterherein , Travers, Traversalen und Renvers gingen fließend ineinander über. Der Außengalopp und die fliegenden Wechsel waren weitere Themen dieses Programmpunktes. Aber auch der spanische Schritt und der spanische Trab gehörten zum Repertoire.
Den Abschluss bildete wie oft, der Lusitanohengst „Pao“. Mit ihm zeigte Anja Beran wieder Piaffe und Passage Übergänge und das „Descente de Main“.
Nach der Mittagspause gab es noch einen Einblick über Osteopathie am Pferd und René Frim stellte außerdem das moderne System der digitalen Satteldruckmessung vor. Die beiden Pferde „Speedy“ und „Hechicero“ dienten dabei als Model und veranschaulichten den Vortrag.
Morgenarbeit am 3. August 2008
Bei schönstem Sommerwetter fand unsere Sonntägliche Morgenarbeit im August statt. Zum ersten Mal hatten wir Besucher aus den Niederlanden und wie immer auch etliche Gäste aus Österreich und der Schweiz.
Anja Beran eröffnete das Programm wieder mit einer Demonstration über das Anreiten von rohen Pferden. Danach wurde Basisarbeit mit einem jungen Friesenhengst gezeigt.
„Arjen“ zeigte sich im schönen schwungvollen Trab und einer sehr raumgreifenden Bergaufgaloppade. Anja Beran ging dabei auch auf die Besonderheiten von Friesenpferden ein und erläuterte warum diese Rasse eine, speziell auf ihre Eigenheiten abgestimmte Ausbildung benötigt. Auch das Thema „Schwung“ war Bestandteil ihrer Erläuterungen.
Der Westfalenwallach „Flamingo“ war als nächstes Pferd in der Bahn und konnte dieses Mal vor allem durch eine verbesserte und mehr gesetzte Piaffe, die Zuschauer erfreuen.
Mit dem Lusitano Olé zeigte Anja Beran die Arbeit an der Hand. Übertreten, Renvers, aber auch Piaffe, Passage und Levade gehörten zum Programm. Dass man bei gut ausgebildeten Pferden auch einfach einmal ohne Zaumzeug arbeiten kann, erstaunte die Zuschauer sehr. Anja Beran nahm Olé einfach den Kandarenzaum ab und legte ihm einen Strick um den Hals. Völlig frei piaffierte der Lusitano daraufhin, zeigte den spanischen Schritt und das Kompliment auf leiseste Gesten seiner Ausbilderin. Das war eine beeindruckende Vorführung von Vertrauen und Harmonie.
Mit dem Lusitanohengst „Ramesès“ wurden Einblicke in die Galopparbeit gewährt. Kontergalopp und fliegende Wechsel waren das Thema. Zum Abschluss zeigte der Hengst auch noch den spanischen Schritt und die gestreckte Passage, auch spanischer Trab genannt.
Das „Descente de Main“, das völlige Aussetzen der Hilfen im Moment höchster Versammlung wurde mit dem Lusitano Rosé vorgeführt, der energisch weiter piaffierte, obwohl die Reiterin den Kontakt mit der Hand und die Aktivität mit dem Schenkel vollkommen aufgegeben hat.
Wie jedes Mal wurden alle Pferde von Vera Munderloh elegant und routiniert vorgeritten.
Nach der Mittagspause gab es erstmalig eine Demonstration einer digitalen Satteldruckmessung. Der Pferdeosteopath René Frim stellte diese neuartige Methode vor. Mit Hilfe einer großen Leinwand konnten die Besucher die Messergebnisse verfolgen, während Steffi Fuchs als Testreiterin auf dem spanischen Hengst „Hechicero“ fungierte.
Sowohl Anja Beran als auch René Frim standen den Gästen für zahlreiche Fragen zur Verfügung und auch an den Sattler Bill Sepp von der Firma „Pferd und Mehr“ gab es viele fachspezifische Fragen.
So fand der Sonntag einen gemütlichen Ausklang mit vielen Fachgesprächen und einem regen Austausch rund ums Pferd.
Morgenarbeit am 6.Juli 2008
Am 6. Juli fand die 4. Morgenarbeit diesen Jahres, auf Gut Rosenhof, statt. Zu diesem Termin hatte sich hoher Besuch aus Wien angekündigt. Johann Riegler, Oberbereiter der Spanischen Hofreitschule war unser Gast.
Zunächst stellte Vera Munderloh den jungen P.R.E. Hengst „Leviton“ vor. Er zeigt Basisarbeit, wie z.B. Schulterherein, Travers und Traversalen im Schritt und Trab. Korrektes Anhalten, sowie Galopparbeit auf dem Zirkel und der Volte, sowohl im Schultervor, als auch im Travers. Hauptaugenmerk lag auf der Leichtigkeit, der nahezu unsichtbaren Hilfengebung und dem Streben nach Gleichgewicht und Harmonie.
Nach der offiziellen Begrüßung durch den Hausherrn Prof. Volkmar Nüssler, wurde der Lipizzanerhengst „Favory Toscana“ vorgestellt. Die ersten Schritte vom Satteln, Anlongieren, bis zum Anreiten wurden mit ihm beispielhaft gezeigt.
Der 5-jährige Lusitano „Xailee“ wurde mit Trense in Remontenhaltung vorgestellt. Erstes Anpiaffieren, aber auch die erste Ausbildungsphase für den spanischen Schritt erklärte Anja Beran an ihm.
Der korrekte Sitz des Reiters wurde von Jasmin Gärtner auf „Hechicero“ demonstriert. Der Physiotherapeut René Frim, erklärte anhand eines Wirbelsäulenmodells die wichtigsten Aspekte, um einen geschmeidigen Sitz zu bekommen.
„Flamingo“ unser Westfalenwallach, der vielen Zuschauern von der DVD „Die Feine Dressur“ bestens bekannt war, zeigte seinen momentanen Ausbildungsstand. Piaffe und Passage werden immer runder und geschlossener, die Trabarbeit immer ausdrucksvoller und allmählich wird Flamingo auch im Galopp entspannter und gelassener.
Natürlich durfte auch dieses Mal die Handarbeit mit dem Lusitano „Olé“ nicht fehlen.
Danach beeindruckte der Lusitanohengst „Ramesès“ mit seiner Galopparbeit. Kontergalopp, starker Galopp und ausdrucksvolle fliegende Wechsel waren das Thema, bei diesem Programmpunkt. Natürlich durfte „Ramesès“ auch wieder den spanischen Trab vorführen.
Wie immer, bildete der Lusitanohengst „Pao“ den Abschluss dieses lehrreichen Vormittages. Piaffe und Passage in höchster Versammlung wirken stets spielerisch und leicht für ihn.
Eine Besonderheit dieser Morgenarbeit war das anschließende Interview mit Oberbereiter Johann Riegler in dem er mitteilte, dass er die Spanische Hofreitschule, nach nunmehr 39-jähriger Tätigkeit, soeben verlassen hat. Er gewährte Einblicke in die Gründe dafür und nahm aber auch Stellung zum aktuellen Geschehen im Turniersport. Ein kurzer Rückblick auf „seine“ Hengste aus der Wiener Hofreitschule, deren Portraits die Schweizer Künstlerin Eva Jaeckle, eigens dafür zum Gut Rosenhof gebracht hat, gaben den Gästen, interessante Hintergrundinformationen.
Nach der Mittagspause, hielt der Pferdeostheopat René Frim wieder einen kurzen Vortrag über seine Arbeit und veranschaulichte seine Behandlungsmethode an unserem Arabo-Haflinger „Speedy“.
Morgenarbeit am 8.Juni 2008
Die sonntägliche Morgenarbeit am 8.Juni 2008 fand vor internationalem Publikum statt. Wir waren sehr stolz darauf, Gäste aus Australien, Finnland, Frankreich, England, Österreich und der Schweiz begrüßen zu können.
Der erste Programmpunkt war die Jungpferde-Ausbildung, demonstriert mit dem Lipizzaner Hengst „Favory Toscana“. Das korrekte Longieren, die Bedeutung des Kappzaumes und die ersten Schritte unter dem Reiter waren Thema dieser Vorführung.
Danach wurde der Lusitano „Olé“ von Anja Beran an der Hand vorgestellt. Übertreten, geschlossenes Anhalten, Rückwärtsrichten, Piaffe, Passage, Levade aber auch der spanische Schritt wurden mühelos gezeigt. Das Publikum bekam hierbei wertvolle Ratschläge für die Arbeit zu Hause mit dem eigenen Pferd.
Im Anschluss wurde der junge Lusitano „Xailee“ von Anja Beran geritten. Während der Arbeit kommentierte sie vom Sattel aus, die Arbeit mit der Remonte. Die Bedeutung der ersten Seitengänge, das Angaloppieren, aber auch der Beginn der Piaffe wurden vorgeführt.
Zwischen den einzelnen Darbietungen hatten die Besucher die Gelegenheit Fragen zu stellen und Auskunft zu ihren Problemen mit den eigenen Pferden einzuholen.
Sehr interessant war die Vorstellung eines 1,80 m großen Hannoveraner Wallachs, der zur Korrektur nach Gut Rosenhof kam. Zu Beginn sehr steif und verspannt, löste sich „Leo“ unter Jennifer Heber, binnen kürzester Zeit und es wurde verdeutlicht welch hohen gymnastischen Wert die Seitengänge haben. Mit Hilfe von Übertreten, Travers und Schenkelweichen im Schritt und Trab, konnte das Pferd so gelockert werden, dass es am Ende sogar schöne Piaffetritte zeigte und auch erste Ansätze zur Passage erkennen ließ.
Den Abschluss bildete wieder die Demonstration des „Descente de Main“. Mit dem routinierten Lusitano Hengst „Pao“ gelangen auch dieses Mal ausdrucksvolle Piaffen und spielerische Übergänge zur Passage.
Nach der Mittagspause hielt Herr Sepp, von der Firma „Pferd und Mehr“ noch einen Vortrag zur korrekten Passform des Sattels. Unser Demonstrationsmodel „Speedy“ stand auch dieses Mal wieder geduldig vor den interessierten Zuschauern und ließ sich die verschiedensten Sättel auflegen, anhand derer Herr Sepp über die Probleme bei der Anpassung referierte.
Viele Besucher bedankten sich für diese lehrreiche Veranstaltung und meldeten sich bereits für die nächste “Sonntägliche Morgenarbeit“ am 3. August 2008 wieder an.
Morgenarbeit am 10. und 11. Mai 2008
Unsere erste „Sonntägliche Morgenarbeit“ im Jahr 2008 fand wieder bei strahlendem Sonnenschein statt. Viele Besucher aus ganz Deutschland, aber auch aus Österreich und der Schweiz fanden den Weg zum Gut Rosenhof, um zum einen Anja Beran bei der Arbeit über die Schulter zu schauen, zum anderen aber auch, um die Gemälde der Schweizer Künstlerin Eva Jaeckle zu bewundern. Die Lipizzanerhengste der Wiener Hofreitschule waren das Thema der Ausstellung und so war auch das erste Pferd, das an diesen beiden Tagen in der Reithalle vorgestellt wurde, ein Lipizzaner Hengst. Der 4-jährige Favory Toscana, wurde an der Longe und unter dem Reiter vorgestellt, während Anja Beran erläuterte wie beim Anreiten der Pferde vorgegangen wird. Fundierte Longenarbeit bildet die Basis der Ausbildung, behutsames Gewöhnen an Sattel und Trense folgen im Anschluss und schließlich wurde demonstriert, wie das junge Pferd seine ersten Erfahrungen mit dem Reiter macht.
Transparenz des Ausbildungssystems und wertvolle Hinweise für das fachkundige Publikum bildeten den Schwerpunkt dieser ersten Präsentation.
Im Anschluss wurde der gekörte Trakehner Hengst „Krönungswalzer“ als Remonte vorgeritten. Die Grundgangarten, Übergänge, erstes Schenkelweichen und korrektes Anhalten und Kennenlernen der Touchiergerte standen dabei im Vordergrund.
Der P.R.E. Hengst Maestro zeigte dann Arbeit eines bereits weiter fortgeschrittenen Pferdes. Schulterherein, Traversalen, Angaloppieren aus dem Schritt, Tritte verlängern im Trab, Piaffetritte und das Anpassagieren bildeten den Schwerpunkt dieser Darbietung.
Als Nächstes wurde über den korrekten Reitersitz referiert. Gemeinsam mit dem Physiotherapeuten René Frim, erklärte Anja Beran worauf es bei einem ausbalancierten und pferdeschonenden Sitz ankommt. Vera Munderloh verdeutlichte dieses anschaulich auf dem Trakehner Deckhengst „Chronist“. Das Pferd bestach durch taktreine, elegante Tritte und eine ausdrucksvolle, raumgreifende Galoppade und lud die Reiterin zum Sitzen ein.
Die Handarbeit mit dem Lusitano Olé war wieder fester Bestandteil der Morgenarbeit. Übertreten, Piaffe, Passage, Galopp, spanischer Schritt, Levade und die Referenz zeigte Olé mühelos an der Hand.
Die Übergänge vom Trab zur Piaffe und zur Passage wurden vom Lusitanohengst Ramesès vorgeführt. Mit Leichtigkeit und vollem Eifer zeigte er außerdem ausdrucksvolle fliegende Galoppwechsel auf dem Zirkel.
Den Abschluss des informativen Vormittages bildete wieder der Lusitanohengst „Pao“ mit dem Anja Beran das „Descente de Main“ demonstrierte. In höchsten Lektionen wie Piaffe und Passage setzt der Reiter dabei mit den Hilfen aus und gibt auch den Zügelkontakt auf, während er erwartet, dass sein Pferd in derselben Haltung und Aktivität bleibt. „Pao“ zeigte das sehr überzeugend.
Zwischen den praktischen Vorführungen hatten die interessierten Zuschauer die Möglichkeit Fragen zu stellen und erhielten kompetente Auskunft.
Im Anschluss hatten die Gäste die Möglichkeit die Bilder von Eva Jaeckle zu bewundern. Die Ausstellung war stilvoll in der neuen Longierhalle von Gut Rosenhof aufgebaut.
Nach der Mittagspause gab der Pferdeosteopath René Frim Einblicke in seine Behandlungsmethode und setzte dieses Mal den Schwerpunkt auf das Thema „Pferderücken“.
Der Film zeigt Ausschnitte aus der einmal pro Monat für die Öffentlichkeit zugänglichen Morgenarbeit von Anja Beran. Pferde verschiedener Rassen, Ausbildungs- und Altersstufen werden von den Bereitern vorgestellt und von Anja Beran kommentiert.
85 Minuten echtes Lern- und Lehrmaterial.
DVD-Bonus:
Vor 200 Jahren wurde die Hohe Schule der Klassischen Pferdedressur im Zirkus gezeigt. Es war die Bühne, um seine Reitkünste zu präsentieren. Wir begleiten Anja Beran bei Ihrem Auftritt im weltberühmten Zirkus Krone im März 2008. Was sie in jahrelanger Ausbildungsarbeit mit dem Lusitanohengst Pao erarbeitet hat, zeigt sie im Zirkus und lässt damit eine Tradition wieder aufleben. Der krönende Abschluss zur sonntäglichen Morgenarbeit.
Impressionen aus dem Zirkus Krone (März 2008)
Im Monat März öffnete sich 47 mal der Vorhang für den Auftritt von Anja Beran auf dem Lusitanohengst Pao und ihrer Begleiterin Nicole Ciroth. Zu den Klängen von West Side Story präsentierten sie Piaffen, Passagen und den spanischen Schritt und inszenierten dabei die Geschichte von Toni und Maria, eine einmalige Liebesgeschichte, genauso wie die Beziehung zwischen Mensch und Pferd. Reit- und Tanzkunst verschmolzen in der Manege zu einer wunderbaren Symbiose.
Der Auftritt in der nur 13 Meter großen Manege, sehr nah am Publikum und mit vielen Lichteffekten stellten für Pferd und Reiterin eine große Herausforderung dar. Auch die Häufigkeit der Vorstellungen, manchmal 2 x täglich, verlangte große Disziplin, um Leistungsschwankungen zu vermeiden. Eine kurze Abreitphase auf engstem Raum war ein weiterer Schwierigkeitsgrad, den Pao aber gut gemeistert hat.
Fotos von Steffi Fuchs & Stefan Wartini
Sonntägliche Morgenarbeit am 14.Oktober 2007
Auch die letzte Morgenarbeit dieses Jahres fand wieder vor vollbesetzten Reihen statt und Anja Beran und ihr Team haben abermals für kurzweilige 2 Stunden gesorgt. Wie gewohnt wurde zunächst die Bedeutung des Kappzaumes erläutert und ein junger Hengst wurde damit longiert. Weshalb auf Gut Rosenhof alle Pferde stets OHNE jegliche Hilfszügel gearbeitet werden, war ein wichtiger Punkt dieser ersten Demonstration und Anja Beran nannte viele Gründe warum das sehr wichtig ist.
Im Anschluss ging es um den korrekten Dressursitz, welche Kriterien ausschlaggebend sind um das Pferd bestmöglich zu begleiten, ohne es zu stören, wurde eingehend erklärt. Unterstützt wurde Anja Beran dabei von dem Physiotherapeuten René Frim, der speziell auf die Haltung des Rückens und des Beckens beim Reiten einging.
Wie Remonten auf Gut Rosenhof gearbeitet werden zeigte Cornelia Brähmer auf dem 4-jährigen Lusitano „Xailee“. Locker und frisch vorwärts lief das junge Pferd, am losen Zügel in einem natürlichen Gleichgewicht. Erste Seitengänge, aber auch leichtes Diagonalisieren wurden demonstriert und vor allem wurde das WARUM und WOFÜR erläutert.
Ein Pferd dessen Grundausbildung nicht so verlaufen ist und das deshalb mit vielen Problemen nach Gut Rosenhof kam ist der, bereits vielen Zuschauern bekannte, Westfale Flamingo. Was die klassische Dressur aus einem Pferd machen kann, wurde hier eindrucksvoll vorgeführt. Ein Pferd das misstrauisch und völlig verspannt vor 2 Jahren zur Korrektur gekommen ist, präsentierte sich hier in ausdrucksvollen Traversalen, bereits sehr guten Piaffen und einer schon sehr schönen Passage. Die Gäste konnten erkennen, dass Légèrté keineswegs nur mit barocken Pferden zu erreichen ist.
Die heute nur noch selten gesehene Arbeit an der Hand war der nächste Programmpunkt. Die beiden Lusitanos Olé und Rosé zeigten Piaffe, Passage, spanischen Schritt und sogar die Levade an der Hand.
Der Falbhengst „Ramsès“ unter Vera Munderloh gab schließlich Einblicke in die Galopparbeit. Kontergalopp und fliegende Wechsel waren hier das große Thema. Am Ende zeigte Ramsès auch noch den spanischen Trab.
Das „Descente de Main“ war wieder Schlussthema des lehrreichen Vormittags und wurde von Anja Beran im Sattel des Lusitanohengstes „Pao“ demonstriert. Eine erhabene Piaffe am losen Zügel, aber am Sitz der Reiterin bildete den Höhepunkt dieses Rittes.
Nach einer Mittagspause, beendete der Pferdeostheopath René Frim das Programm mit einer praktischen Darbietung seiner Methode an einem jungen Kinsky-Hengst.
Auf die Sonntägliche Morgenarbeit haben wir von unseren Besuchern ein so positives Feedback erhalten, dass wir uns entschlossen haben diese Veranstaltung auch im nächsten Jahr fortzuführen.
Die Termine für 2008 können Sie in Kürze auf unserer Homepage finden.
Niedersachsenhalle 2007
Am 23. September 2007 präsentierten das Deutsche Pferdemuseum und der Hannoveraner Verband in der Niedersachsenhalle einen Vortrag von Dr. med. vet. Gerhard Heuschmann und die Arbeitsweise von Anja Beran. Ein Feedback dieser Veranstaltung finden Sie HIER .
Sonntägliche Morgenarbeit am 9.September 2007
Am 9. September fand unsere 4. Morgenarbeit auf Gut Rosenhof statt, zu der wir sogar Gäste aus Australien und Schottland begrüßen durften. Wir haben auch dieses Mal wieder versucht unser Programm zu variieren, da es etliche Zuschauer gab die zum wiederholten Mal die Veranstaltung besucht haben. Zum ersten Mal waren auch persönliche Mitglieder der FN zu Gast, die nach der Veranstaltung noch zu einer Hofführung mit Anja Beran eingeladen waren.
Den Auftakt bildete wie immer ein Pferd das mit Kappzaum longiert wurde, dieses Mal wurde der sehr schöne Lusitano-Falbhengst „Temerario“ gezeigt.
Im Anschluss wurden Elemente der Grundausbildung demonstriert. Cornelia Brähmer stellte eine junge Stute aus dem königlichen Gestüt Leutstetten vor. Nach anfänglicher Nervosität vor den vielen Zuschauern, präsentierte sich die 1,77m große Stute nach einigen Minuten sehr entspannt und locker in den 3 Grundgangarten.
Auch einfache Seitengänge wie das Schenkelweichen gelangen gut und beim Touchieren war ein erstes Diagonalisieren gut zu erkennen, während Anja Beran über die parallele Entwicklung von Schub- und Tragkraft referierte.
Das Thema Sitz war das Anliegen der nächsten Darbietung. Jasmin Gärtner ritt in vorbildlicher Haltung den Hengst Hechicero und der Physiotherapeut René Frim erklärte anhand eines Wirbelsäulenmodells die korrekte Haltung von Rücken und Becken.
Der Westfalenwallach Flamingo unter Vera Munderloh, steigerte sich in Losgelassenheit und Ausdruck von Monat zu Monat und konnte den Besuchern sehr harmonisch und locker präsentiert werden.
Auch die Handarbeit bis hin zur Piaffe und Levade durfte nicht fehlen und wurde wieder mit dem Lusitano Olé dargeboten.
Der bereits ältere Lusitanohengst Homero zeigte Ausschnitte aus der Galopparbeit und man konnte sehen wie sehr die klassische Dressur dazu beiträgt, dass auch ein älteres Pferd noch frisch und gesund vorgestellt werden kann, wenn es über viele Jahre korrekt ausgebildet wurde.
Zum Abschluss zeigte Anja Beran wieder das „Descente de Main“ das Aussetzen der Hilfen, auf dem Lusitanohengst Pao. Während der Piaffe ließ die Reiterin die Zügel immer länger bis hin zur kompletten Aufgabe der Verbindung und behielt den Hengst ausschließlich am Sitz in der versammelten Haltung.
Zwischen den einzelnen Darbietungen hatten die Zuschauer die Möglichkeit Fragen zu stellen. Dieses Angebot wurde gerne angenommen und Anja Beran erklärte bereitwillig Zusammenhänge und Details ihrer Arbeit.
An dem Kinsky-Hengst „Jester“ gab der Pferdeosteopath René Frim schließlich Einblicke in seine Behandlungsmethode und die meisten der Besucher nutzten nach der Mittagspause noch die Gelegenheit sich über diese therapeutische Maßnahme zu informieren.
Am 14. Oktober wird nun die letzte Morgenarbeit des Jahres 2007 stattfinden, für 2008 sind allerdings schon weitere derartige Veranstaltungen in Planung. Termine werden wir rechtzeitig auf unserer Homepage bekannt geben.
Sonntägliche Morgenarbeit am 1.7.2007
Rund 140 fachkundige Gäste durften Anja Beran und ihr Team am 1. Juli 2007 auf Gut Rosenhof begrüßen. Einige der Besucher hatten sich nun bereits zu „Stammkunden“ entwickelt.
Die Bedeutung des heutzutage in Vergessenheit geratenen Kappzaumes bildete den ersten Programmpunkt. Ein junger Lusitanohengst ging gehorsam an der Longe, während die Vorzüge dieses altbewährten Zaumes erläutert wurden und Anja Beran die Nachteile des Einhängens der Longe am Trensengebiß erklärte. Dass die Arbeit an der Longe ohne Hilfszügel durchaus Sinn macht und dem Ausbilder wertvolle Hinweise darauf gibt, wie er sein Pferd nachher unter dem Sattel arbeiten soll, erklärte Anja Beran ausführlich.
Die Arbeit mit einem jungen spanischen Hengst, nur auf Trense gezäumt, folgte im Anschluss. Die gleichzeitige Entwicklung von Schub- und Tragkraft war hierbei ein Thema. Die vorgestellte Remonte bewegte sich flüssig und locker und auch die spielerisch entwickelten Piaffeansätze stellten kein Problem dar.
In gewohnter Eleganz präsentierte Jasmin Gärtner den spanischen Hengst „Hechicero“, während Anja Beran auf die Notwendigkeit eines unabhängigen, geschmeidigen Reitersitzes einging.
Cornelia Brähmer und Vera Munderloh demonstrierten im Anschluss, dass auch deutsche Warmblutpferde sehr fein geritten werden können, wobei auch Piaffe und Passage mit dezenter Hilfengebung gefordert wurden und beide Pferde die Lektionen fleißig und mit Brillanz ausführten. Soviel Losgelassenheit und Harmonie kann nur erreicht werden, wenn der Ausbilder Pferde nicht nur gymnastizieren kann, sondern in erster Linie ein guter Diagnostiker ist und für jedes Pferd die entsprechende Lösung für dessen individuelles Problem herausfindet.
Natürlich durfte auch dieses Mal die gymnastizierende Arbeit an der Hand nicht fehlen. Anja Beran zeigte sämtliche Seitengänge, sowie Piaffe, Passage, spanischen Schritt und die Levade mit ihrem Lusitano Olé.
Als schließlich die Galopparbeit mit dem Lusitanohengst Homero an der Reihe war, hatte man die geplante Zeit zwar schon um einiges überschritten, doch das lag in erster Linie an den vielen und interessanten Fragen aus dem Publikum, die alle von Anja Beran ausführlich beantwortet wurden.
Zuletzt gab es noch eine kurze Abhandlung zum Thema „Anlehnung“ und dem von La Guérinière geforderten „Descente de Main“ praktisch erklärt mit dem Lusitanohengst Pao.
Das hochsommerliche Wetter lud die Besucher noch zu einem ausführlichen Rundgang über Gut Rosenhof ein, dessen namens gebende Blume in höchster Pracht blühte und allen Garten- und Botanikfreunden ein besonderes Erlebnis bot.
Nach der Mittagspause erklärte der bekannte Pferdeostheopath René Frim seine Arbeitsweise mittels Headset am „lebenden Objekt“ und sehr viele der Besucher folgten auch diesem Vortrag mit großem Interesse.
Aufgrund der regen Nachfrage wird es nun noch eine weitere „Sonntägliche Morgenarbeit“ am 9.September 2007 geben, zu der das Team von Gut Rosenhof bereits jetzt schon herzlich einladen möchte.
































































































































































































































































































































































