Morgenarbeit August 2010

Am ersten Sonntag im August öffnete Gut Rosenhof wieder seine Pforten zur Sonntäglichen Morgenarbeit.
Bei schönstem Sommerwetter und voll besetzter Tribüne konnten Anja Beran und ihr Team Einblicke in die Klassische Dressur gewähren. Das Programm begann wie immer mit Anja Beran und ihrem imposanten Lusitanohengst Regedor, den sie während des Einlasses ritt.
Nach der Begrüßung durch Professor Volkmar Nüssler kam Phönix. Mit dem dreijährigen Appaloosa demonstrierte Anja Beran die ersten Schritte an der Longe, das Satteln und die Gewöhnung an den Reiter. Vor allem wies Anja Beran darauf hin, was man mit einem jungen Pferd auf alle Fälle vermeiden sollte und was als ABC der Grundausbildung unbedingt nötig ist.
Im Anschluß stellte Vera Munderloh den Lipizzanerhengst Favory Toscana vor. Der elastische Hengst beherrscht inzwischen erste Seitengänge im Schritt und Trab, sicheres Angaloppieren, aber auch schon Ansätze von Piaffe, Passage und spanischem Schritt. Schließlich demonstrierte Anja Beran mit ihm auch noch, wie sie einem Perd eine typische Zirkuslektion, nämlich die Referenz, beibringt.
Der Lusitanohengst Novilunio unter Astrid  Galipo war als nächster an der Reihe. Nach der Lösungsphase zeigte er bereits Seitengänge im Galopp, den Außengalopp und schöne fliegende Wechsel.
Das Stammpublikum bei der Sonntäglichen Morgenarbeit wartet schon immer auf ihn:Olé, Anja Berans charmanter Lusitano-Schimmel, gehört immer dazu. An der Hand und mit bloßem Halsring zeigt er feine Reaktionen und viel Einsatz durch sämtliche Lektionen.
Ebenso wie Olé gehört der Falbhengst Ramsés zu den Routiniers in der Vorstellung. Jasmin Gärtner lieferte auf ihm eine beeindruckende Vorstellung zur Demonstration eines ruhigen, geschmeidigen Reitersitzes. Fliegende Wechsel auf einem Zirkel, Spanischer Schritt und Spanischer Trab sind Ramsés‘ Glanzlektionen, die er wieder mal mit viel Verve absolvierte.
Letztes Pferd der Morgenarbeit war der Westfale Flamingo unter seiner ständigen Reiterin Vera Munderloh. Unser ehemaliges Sorgenkind bewies Nerven. Obwohl er explosiv war, blieb er kontrollierbar und zeigte – erstmalig vor großem Publikum - ruhig gesprungene fliegende Wechsel und seinen beeindruckenden, aus der Passage entwickelten, starken Trab.
In der Mittagspause hatten die Gäste Gelegenheit, die Werke der bekannten Pferdemalerin Renate Blank zu bewundern, bevor es um 14.00 Uhr mit einem Vortrag vom Tierarzt Georg Rattenhuber zum Thema „Zahngesundheit beim Pferd“ weiter ging.
Die meisten Gäste blieben noch lange auf Gut Rosenhof auf und genossen es, in der gepflegten Anlage spazieren zu gehen und die Pferde und all die anderen Tiere zu betrachten.

Erklärungen zum Kappzaum
Das Anreiten - Appaloosa "Phönix"
Erster Galopp unter dem Reiter
Lipizzanerhengst "Favory Toscana" im Galopp
Anpiaffieren
Der Beginn des spanischen Schrittes
Der Beginn des spanischen Schrittes
Zügel aus der Hand kauen lassen im Trab
Lusitano-Hengst "Novilunio" im Galopp
Antouchieren
Lusitano "Olé" in der Piaffe an der Hand
"Olé" in der Levade
Referenz
Lusitano-Hengst "Ramsès" in der Traversale
Erklärung zur Halsmuskulatur
Westfalenwallach "Flamingo" im versammelten Trab

Bericht zum Lehrgang in Schweden 2010

Post aus Schweden

Christina Drangel, Stockholm, Schweden, 17.08.10

Nachdem wir mehr als ein Jahr warten mussten, haben wir uns riesig gefreut, Anja Beran wieder einmal in Schweden begrüßen zu dürfen. Sechs glückliche, aufgeregte Reiter warteten ebenso sehnsüchtig auf ihr Feedback wie die 50 Zuschauer.
Das Wetter war großartig mit Temperaturen über 30° Grad und wir hatten das Glück, in der wundervollen Halle von Stall Johannesberg reiten zu dürfen, so dass die Hitze gut auszuhalten war.
Die erste Reiter in der Halle war die 15jährige Camilla Drangel mit ihrem vierjährigen PRE-Mischlung Aramis. Camilla hatte erst gefürchtet, dass sie mit einem so jungen Pferd nicht viel zu reiten hätte – doch sie wurde überrascht! Sie bekam jede Menge Hilfe dabei, ihn gerade zu richten und durch Seitengänge zu stärken. Und sie hatte noch wenig Erfahrung mit Galopp in der Halle. Bei den ersten Versuchen gab’s dann auch einiges an Buckelei, doch dann gab Aramis nach und zeigte sehr schöne Canter Strike offs [was immer das auch ist]. Die Beiden haben eine Menge gelernt. Danach hatte er für drei Wochen Koppelurlaub, nun ist er wieder unter dem Sattel, hat nichts vergessen und wird jeden Tag besser.
Indigo ist ein siebenjähriger PRE Wallach, der unglücklicherweise sehr gut im Futter ist und oben drauf eine sehr lange Reiterin zu tragen hat. Wir bekamen Hilfe mit den Seitengängen,  durch die er weniger schief werden soll. Er hatte sich außerdem zwei weniger schöne Gewohnheiten angelacht: Er hing auf der Hand und vermied es, mit den Hinterbeinen Gewicht aufzunehmen. Anja verpasste uns einige anstrengende Runden, aber wir haben jetzt den Sommer über – trotz 45° C auf dem Platz – gearbeitet und es ist eine Menge passiert. Indigo hat mehr Selbsthaltung und Stärke entwickelt. Und vielleicht bin ich jetzt auf seinem Rücken auch besser balanciert, obwohl er ein bisschen zu klein für mich ist, um immer in seiner Mitte zu sein.
Indigo folgte die PRE-Stute Pieza mit ihrer Reiterin Cecilia Young. Die Beiden arbeiteten mit viel Erfolg an ihrem „Vorwärs“ und waren hinterher beide sehr zufrieden.
Frida Stenson war mit ihrem schwedischen Warmblut Wallach Zorro gekommen. Wir bekamen Einsichten darin, wie man ein Pferd mit weichem, empfindlichem Rücken und sehr großen Gängen reitet. Es ist nicht einfach, doch Frida hat seitdem eine Menge gearbeitet, um ihren eigenen Rücken geschmeidiger zu bekommen und mehr beweglich zu werden.
Hanna Goding und ihr Sal bescherten uns Erkenntnisse über das gegenteilige Problem: Ihr Sal ist sehr kurz, geht darum oft gegen den Rücken und rennt dann. Wir lernten, wie man die lange Peitsche einsetzt, um kurze Schritte und die Piaffe bei einem Pferd einzuleiten, dass schon schlechte Erfahrungen und daher Angst vor der Peitsche hat.
Cricco Ekberg und Toureio waren bereits von früheren Lehrgängen damit vertraut, unter Anjas Anleitung zu reiten. Wir beobachteten, wie sie an der Piaffe arbeiteten. Für unerfahrene Zuschauer war es nicht ganz einfach nachzuvollziehen. Der beste Weg war dann schließlich, einfach zu entspannen und zuzugucken – und dann wurde es klar. Kein Zweifel, wir sahen jemand zu, der wirklich weiß, was er tut. Es war großartig!
Danach hatten wir die Ehre und der Vergnügen, Anjas brillante Powerpoint Präsentation über ihre Arbeit, ihre Gedanken und die Theorie dahinter erleben zu dürfen. Eine Menge Fragen wurden beantwortet und eine Menge neuer kamen auf. Wir freuen uns sehr darauf, Maestra Beran bald wieder in Schweden begrüßen zu dürfen! Bis dahin arbeiten wir an dem, was sie uns gelehrt hat. Vielen Dank!

Meinungen zum Lehrgang in England 2010

Post aus England

Antonia Bryans

Hi, Anja,
vielen Dank für den brillanten Lehrgang am Wochenende! Jedesmal, wenn ich bei Dir geritten bin, habe ich das Gefühl, einen großen Schritt weiter gekommen zu sein und Paloma bewegt sich immer viel freier. Ich war speziell davon angetan, dass Du gesagt hast, dass Paloma jetzt gerade ist. Was für ein Erfolg!
Mary und ich haben das Wochenende so genossen, dass wir weinen mussten, als es Zeit zum gehen war. Wir fanden es so schön, wir wollen nicht, dass es endet.
Es ist so selten, dass man jemanden findet, der sowohl lehren wie auch reiten kann und ich bin so wild darauf, bei Dir zu reiten, dass ich Dich nur bitten, bitten und bitten kann, mir eine Chance zu geben, Dir zu zeigen, wie entschlossen ich bin, zu lernen und die Prinzipien der klassischen Dressur weiter zu geben. Ich weiß, dass die Stiftung schon genug Eleven hat, aber wenn sich irgendeine Möglichkeit in der Zukunft ergibt und mehr Plätze frei werden, würdest Du mich dafür in Betracht ziehen und es mich wissen lassen?
Alles Gute und vielen Dank!
Antonia Bryans

Sarah Widdicombe

Liebe Nancy,
ich wollte mich dafür bedanken, dass Du den Lehrgang mit Anja letztes Wochenende organisiert hast. Er war die Reise von Devon mehr als wert! Ich kam sehr inspiriert nach Hause, obwohl ich immer noch ein Amateur bin. Aber ich hatte mit meinem Pferd schon eine Weile in diese Richtung gearbeitet, jedoch hatte ich bis letztes Wochenende nie die Chance, eine Ausbilderin von Anjas Kaliber am Arbeiten zu sehen.
Ich dachte ich würde ein bisschen warten, bis ich Dir schreiben, denn bisher habe ich immer die Erfahrung gemacht, dass der „Zauber“ eines Lehrgangs schnell wieder vorbei geht. Doch dieses Mal nicht. Mein Ehemann hat mich am Montag reiten gesehen und war völlig platt über die Veränderung (hauptsächlich über meine neu gefundene Klarheit in den Absichten und meiner Aufmerksamkeit für Details) und der Verbesserung meines Pferdes in Sachen Seitengängen. Er sagte, er habe sie noch nie so gehen sehen, „speziell ihre Kehrseite“, was immer das bedeuten soll.
Dank des Lehrgangs, Anjas zielgerichtetem und verständlichem Unterricht und all‘ den Reitern, die wir beobachteten, habe ich nun einen klaren Plan dafür, wie es weitergehen soll und jede Menge, woran ich arbeiten werde. Ich würde mich sehr freuen, noch mal bei Anja zu reiten, wenn Du nächstes Jahr noch einen Lehrgang veranstaltet und wäre dankbar, wenn Du meinen Namen auf die Warteliste setzen würdest.
Alles Gute!
Sarah Widdicombe

Mary O’Kane

Liebe Nancy,
obwohl ich zurück bin in meinem Alltag, habe ich immer noch das Gefühl, auf Wolke 9 zu schweben und kann gar nicht aufhören zu lächeln, wenn ich an das Wochenende zurück denke.
Anja ist die beste Ausbilderin in der Welt und es war so eine Ehre, sie wieder in England zu haben! Ich verehre sie schon seit Jahren und schätze alles, was sie tut, um die korrekte Reiterei der alten Meister zu erhalten und Reiten wieder zu einer Kunst zu machen. Viele Trainer sagen, dass sie klassisches Reiten machen, aber meist erzählen sie nur davon, reiten aber wie alle anderen.
Beste Grüße,
Mary O’Kane

Sarah Stewart

Hallo, Nancy,
ich kam mit meinen Freundinnen Kate Sandel und Sarah Widdecombe aus Devon und erlebte ein fantastisches Wochenende! Vielen Dank! Ich hatte vor kurzem Anjas Buch gekauft und ihren Lehrgang zu erleben, war eine Ehre. Ich verehre sie sehr, sie ist eine Quelle des Wissens und eine totale Inspiration und so eine wundervolle Ausbilderin!
Beste Wünsche,
Sarah Stewart

Wendy Poore

Nancy,
ich wollte Dir dafür danken, dass Du den Lehrgang letzte Woche organisiert hast. Es war wirklich inspirierend.
Ich hoffe, Du kannst meinen Dank und meine Verehrung an Anja weitergeben. Ihre Arbeit ist wirklich superb und ich hoffe, ich kann sie bei weiteren Lehrgängen sehen.
Beste Wünsche,
Wendy Poore

Anna

Ni, Nancy,
danke für die Organisation des Anja Beran Lehrgangs letztes Wochenende! Das ist eines meiner „Darf man nicht versäumen“ Ereignisse im Jahreskalender und ich habe wirklich das ganze Wochenende mit der Demonstration am Samstagabend als Bonus genossen. Es ist so schön, Anja hier zu haben, auch wenn es nur einmal im Jahr ist, und es hilft, wenn man beobachten kann, wie das klassische Prinzip umgesetzt wird und sich die Pferde über die vier Trainingseinheiten verändern. Danke für all die Arbeit, die Du getan hast, um alles so gut zu koordinieren! Ich freue mich auf nächstes Jahr!
Grüße – Anna.

Judy Foody,

Dickes Lob, Nancy, dafür, dass Du das großartige Wochenende mit Anja Beran in Ledston organisiert hast! Es war eine Ehre, zu erleben, wie Anja präzise und geduldig die Reiter unterrichtet und sich die Pferde dabei verwandeln. Die Verspannten entspannen sich, die Zurückhaltenden bekamen mehr Energie und Enthusiasmus. Es war ein besonderes Erlebnis, das wir noch lange erinnern werden. Wir waren alle traurig, am Sonntagabend zu gehen – und wenn irgendjemand nicht bewegt und beeindruckt war, hätte man bei ihm vermutlich nach Lebenszeichen suchen müssen!Judy Foody

Lynne Chappell

Liebe Anja,
ich möchte Dir für die Lektion danken, die Du mir letzte Woche in Ledston gegeben hast. Leider konnte ich nicht zum Lehrgang kommen, aber ich hoffe, es klappt beim nächsten Mal nachdem ich schon so viel von nur einer Lektion mitgenommen habe.
Noch einmal Danke für die beste Reitstunde, die ich in einer langen Zeit hatte. Deine Liebe zu Pferden kommt wirklich durch und ich wünsche Dir, dass Du mit Deiner Stiftung viel Erfolg hast.
Vielen Dank,
Lynne Chappell mit ihren Freundinnen Paula und Lesley

Morgenarbeit Juli 2010

Die Fahne der Anja Beran Stiftung vor strahlend blauem Himmel, von den Koppeln roch es nach frisch gemähtem Gras, auf dem Hof war fröhliches Plaudern und Lachen zu Hören – am ersten Sonntag im Juli öffnete Gut Rosenhof wieder einmal seine Tore zur sonntäglichen Morgenarbeit. Und wieder einmal konnte man sagen: „Alle, alle kamen“ – trotz der Sommerhitze waren rund 150 Gäste nicht nur aus der Umgebung, sondern aus ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und sogar USA angereist.
Zum Einlass gab es – wie es schon fast Tradition auf dem Rosenhof ist – „die Chefin“ auf ihrem Lusitanohengst Regedor. Der Braune, einst ein ausgesprochenes Problempferd, weil fast zur Hysterie neigend, bewies zunehmende Souveränität und Vertrauen zu seiner Reiterin und blieb dafür, dass die Halle sich zunehmend füllte, Stühle gerückt wurden und eine gewisse Unruhe beherrschte, recht gelassen.
Wie gewohnt eröffnete Anja Beran  um 11.00 Uhr das Programm mit einer Remonte, dem jungen Lusitanowallach Zeus. Zusammen mit Astrid Galipo und Vera Munderloh wurde das korrekte Longieren, das erste Satteln und die Gewöhnung an den Reiter gezeigt. Obwohl Zeus angesichts des ungewohnten Publikums etwas nervös war, benahm er sich doch unter dem Reiter mustergültig.
Von der ganz jungen Remonte zur fortgeschrittenen: Nach Zeus präsentierte sich ein fünfjähriger P.R.E.Hengst, an dem Anja Beran die wichtigsten Schritte in Sachen Gymnastizierung präsentierte: Seitengänge, aber auch das Anpiaffieren und Anpassagieren.
Galopparbeit mit Außengalopp und fliegenden Wechseln waren Hauptthemen der Vorstellung des Lusitanohengstes „Novilunio“, von Anja Beran kommentiert.
Die Gäste im Publikum, die schon öfter bei der Morgenarbeit waren, warten immer schon auf ihn: Anja Berans Lusitano Schimmel Olé. Ihm war’s diesen Sonntag eigentlich zu warm, aber Olé ist Profi. An Anja Berans Hand zeigte er sein Können und führte schließlich vor, dass er für Piaffe, Passage und Levade noch nicht einmal ein Gebiss braucht. Er kann’s sogar am Halsring.
Für eine Premiere bei der Morgenarbeit sorgte dann Vera Munderloh mit dem Lusitanohengst „Super“. Anja Beran erklärte, dass man auf Gut Rosenhof stets bemüht ist die Tradition zu pflegen, daher wird auch immer mal wieder ein Pferd unter dem Damensattel ausgebildet – in dieem Fall eben Super.
Super machte seinem Namen Ehre: Er zeigte nicht nur die Grundgangarten und Seitengänge, sondern auch Piaffe, Passage, den spanischen Schritt und die Referenz, obwohl die Reiterin nur einen Schenkel zur Verfügung hatte.
Jasmin Gärtner und der Falbe Ramsès betraten als nächstes die Bahn. Hier wies Anja Beran vor allem auf die Bedeutung des korrekten und geschmeidigen Sitzes hin und erläuterte die feine Hilfengebung der Reiterin. Am Ende zeigte Ramsès noch seine „Spezialität: einen spektakulären spanischen Trab!
Den Schluss der Vorstellung machte wie immer der Westfalenwallach Flamingo. Er zeigte sich sehr gelassen und sprang sogar einen fliegenden Wechsel am hingegebenen Zügel ohne sich aufzuregen. Schließlich demonstrierte Vera Munderloh mit ihm auch noch die Entwicklung des starken Trabes aus der Passage, wobei sich das Pferd überhaupt nicht auf die Hand abstützen darf und sich unbedingt selbst tragen muss.
Nach der Mittagspause hielt Tierarzt Georg Rattenhuber einen Vortrag über Zahnheilkunde bei Pferden und die Besucher hatten Gelegenheit, die Werke der Künstlerin Sabine Marciniak zu bewundern.    

Lusitanohengst "Regedor" im Schulterherein auf dem Zirkel
"Regedor" in der Passage
"Regedor" in der Passage
"Regedor" im Galopp
"Regedor" in der Pirouette
"Regdor" beim Zulegen im Galopp
Zulegen im Galopp
"Regedor" im spanischen Schritt
Anreiten einer Remonte
Trab an der Longe
Galopp an der Longe
P.R.E.-Hengst "Ofendido" im Trab
Dehnen lassen im Trab
"Ofendido" im Galopp
"Ofendido" beim Anpiaffieren
Erste Passagetritte
Der Beginn des spanischen Schrittes
Lusitanohengst "Super" unter dem Damensattel im Schulterherein
"Super" in der Traversale
Galopp im Damensattel
"Super" im Galopp
Lusitanohengst "Novilunio" im Trab
"Novilunio" im Galopp
Zügel aus der Hand kauen lassen
Piaffe am Halsring
"Ramsès" in der Traversale
Lusitanohengst "Ramsès" im Schulterherein
Westfalen-Wallach "Flamingo" bei der Einleitung einer Traversale
"Flamingo" beim Übergang vom versammelten Trab zur Passage

Vortrag zugunsten der Anja Beran Stiftung am 27.06.2010

Sicher, Reiten lernt man nur durch Reiten. Doch die Notwendigkeit, Reiten in der Praxis zu erfahren, schmälert den Nutzen der Theorie dahinter nicht. Ganz im Gegenteil: Das Wissen um die Theorie ist die Basis, auf der die Praxis aufbaut und die Erweiterung des Horizonts, die es braucht, um aus dem bloßen Reiter einen Ausbilder seines Pferdes zu machen.
Anja Beran ist sich dessen sehr wohl bewusst und gehört zu den Reitern, die selbst einen hervorragenden akademischen Unterbau haben. Auch den mit ihren Reitschülern zu teilen, ist ihr ein wichtiges Anliegen, das sie am letzten Juni-Sonntag durch einen Vortrag auf ihrem Gut Rosenhof im Allgäu verfolgte. Ihr Thema waren die Geschichte und die Inhalte der klassischen Dressur, ihre Entwicklung, die Bedeutung der großen Reitmeister und die aktuelle Situation der Dressur. Außerdem sprach sie Ziele und Bedeutung der klassischen Lehre an. Ihre Worte wurden dabei durch eine Power Point Präsentation verdeutlicht.
Dazu gab es einen praktischen Teil, in dem die Besucher das umgesetzt sahen, was Anja Beran davor besprochen hatte. Dabei war der Lusitanowallach Tango, geritten von Katja Baldauf, das erste Pferd in der Halle. Tango war, als er auf den Rosenhof kam, ein Korrekturpferd, das extrem auf der Vorhand ging und dadurch geradezu unreitbar geworden war. Anja Beran erläuterte, wie sie und Katja Baldauf es geschafft haben, dieses Pferd wieder zu entspannen, vermehrt ins Gleichgewicht zu bringen und damit dazu zu bringen, wieder mit dem Reiter zu kooperieren.
Als nächstes stellte Vera Munderloh den P.R.E.-Hengst „Ofendido“ vor. Mit ihm im Hintergrund sprach Anja Beran über die Bedeutung der Seitengänge in der Gymnastizierung, aber auch über ihre Bedeutung in Beziehung auf die Entwicklung von Trag- und Schubkraft.
Schließlich stellte Anja Beran noch ihre Stiftung zum Erhalt der klassischen Dressur vor und erklärte, warum die Stiftung notwendig geworden sei und was genau ihre Ziele sind.
Eine rege Diskussion mit dem Publikum rundete den Tag ab.
Die niederländische Künstlerin Marli Hommel war anlässlich der Veranstaltung wieder einmal Gast auf Gut Rosenhof und präsentierte ihre imposanten Bilder in der Longierhalle.

Vortrag
Lusitanowallach "Tango" in der Traversale
"Tango" beim Anpassagieren
Anpiaffieren
Schulterherein
P.R.E.-Hengst "Ofendido" beim Anpassagieren

Morgenarbeit Juni 2010

Der Wettergott meinte es gut mit dem Rosenhof Team. Nach wochenlangem Unwetter und sintflutartigen Regenfällen lachte am Sonntag die Sonne vom bayrisch weiß-blauen Himmel über dem Rosenhof und die Besucher bekamen Allgäu-Ferien-Feeling.
Während sich die Halle langsam füllte – und wir haben uns darüber gefreut, dass auch am Sonntag wieder alles ausverkauft war - ritt Anja Beran den braunen Lusitanohengst Regedor, der zunehmend „Show-Routine“ entwickelt und sich vom Publikum nicht mehr erschrecken lässt.
Am Anfang des Programms stand dann natürlich wieder die Demonstration des Anreitens, dieses Mal mit dem dreijährigen Apaloosa Phönix, der erst vor zwei Monaten auf den Rosenhof gekommen ist. Vorsichtiges Satteln, Gewöhnung an die Trense und schließlich erste Reitversuche an der Longe waren das Thema.
Einen Vorgeschmack auf seine künftige Karriere als Zirkuspferd für die Hohe Schule genoss Lipizzanerhengst Favory Toscana. Der kleine, aber durchaus imposante Schimmel, auf Trense gezäumt,  zeigte erste Seitengänge, Piaffetritte, Passageansätze, den Beginn des spanischen Schrittes, aber auch das Angaloppieren aus dem Schritt und die Referenz.
Im Anschluss daran ritt Astrid Galipo den Lusitanohengst Novilunio. An seinem Beispiel erläuterte Anja Beran die Bedeutung des Außengalopps und das Erarbeiten der fliegenden Wechsel.
Der Friesenhengst Merlin kam einst als Sorgenkind auf Gut Rosenhof. Er hatte sich einen Zungenfehler angewöhnt, der es schwer machte, ihn zu reiten. Doch inzwischen hat Merlin wieder Vertrauen in die Reiterhand gewonnen und führte unter Vera Munderloh vor, dass auch ein etwas schwereres Pferd wie er leicht und fein geritten werden kann.  Die Übergänge Trab- Piaffe- Trab- Passage- Trab gelangen ohne sichtbare Hilfengebung, was Anja Beran die Chance gab, am Beispiel zu erläutern, dass es genau diese Harmonie ist, die Reiten zur Kunst werden lässt.
Spielerisch und sehr vertraut mit seiner Ausbilderin trat der Lusitano Olé auf. Seitengänge an der Hand, Piaffe, Pesade und sogar Passage nur am Halsring – kein Problem für den kleinen Schimmel, der den Beifall des begeisterten Publikums und das Leckerli von Anja Beran als ihm gebührenden Tribut annahm.
Doch auch Falbe Ramsès unter Jasmin Gärtner konnte nicht über Mangel an Applaus klagen. Er verdiente ihn durch schöne Galoppwechsel nach innen und nach außen auf gebogener Zirkellinie, aber auch seinen ausdrucksvollen spanischen Schritt und spanischen Trab.
Eine besondere Freude für uns und unsere Besucher ist es immer wieder, Flamingo unter Vera Munderloh zu erleben. Der schicke Westfalenfuchs mit dem großen Gang kam einst als echter Problemfall auf den Rosenhof, doch am Sonntag war fast nichts mehr davon zu bemerken. Flamingo zeigte sich sehr entspannt und ausgeglichen und konnte sogar einen Galoppwechsel gelassen springen.
Kunst gab es dieses Mal auf der Tribüne, wo der Salzburger Maler Günter Veichtlbauer seine Werke ausgestellt hatte.
Ein Vortrag über Zähne vom Tierarzt Georg Rattenhuber rundete den informativen Tag ab.  

Lusitanohengst "Regedor" in der Passage
Lusitanohengst "Regedor" im Galopp
"Regedor" im Galopp
Erklärung zum Kappzaum
Das Anreiten
Lusitanohengst "Novilunio" im Schulterherein
"Novilunio" im Galopp
Friesenhengst "Merlin" beim Zügel aus der Hand kauen lassen
Lusitanohengst "Ramsès" beim Zügel aus der Hand kauen lassen
"Ramsès" im spanischen Trab
Passage am Halsring
"Olé" in der Piaffe am Halsring
Pesade
Spanischer Schritt
Westfalenwallach "Flamingo" in der Traversale
"Flamingo" beim Übergang von der Passage zum starken Trab
Kunstausstellung auf der Tribüne von Günter Veichtlbauer

Erste Morgenarbeit 2010

Am 9. Mai, traditionell am Muttertag, fand die erste Morgenarbeit des Jahres 2010 auf Gut Rosenhof statt. Zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland -  eine Besucherin sogar aus Kalifornien – waren angereist und verfolgten interessiert die Arbeit von Anja Beran und ihrem Team.
Während des Einlasses ritt Anja Beran den Lusitanohengst Regedor, den die ungewohnte Kulisse ein wenig verunsicherte, der aber dennoch schöne Galoppwechsel, Pirouetten, Piaffen und Passagen zeigte.
Nach der Begrüßung durch den Hausherrn Prof. Dr. Volkmar Nüssler, wurde mit dem Friesenhengst Renoir das Anreiten demonstriert. Anja Beran legt dabei ein besonderes Augenmerk auf korrektes Longieren mit Kappzaum, das erste Satteln und die Gewöhnung an den Reiter. Zudem erklärte sie eindringlich, wie wichtig die prompte Reaktion auf den vorwärts treibenden Schenkel  ist und wie man sie erzielt.
Nach dem Friesen ging es in Weiß weiter: Favory Toscana kam in die Bahn. Der jetzt sechsjährige Lippizanerhengst kam vor zwei Jahren auf den Rosenhof und ist seitdem Publikumsliebling bei der Sonntäglichen Morgenarbeit. In seinem ersten Jahr war er der, der das Anreiten demonstrierte, im letzten Jahr erlebten die Stammgäste ihn als junge Remonte und so freuten sie sich, Favory Toscana nun als fortgeschrittene Remonte wieder zu sehen. Dabei bestach er wieder einmal durch seine schwungvolle Bewegung und vor allem durch Aufmerksamkeit und Arbeitseifer. Favory Toscana, der glücklicherweise dem Münchner Circus Krone gehört und daher eine langjährige, behutsame Ausbildung auf Gut Rosenhof genießen wird, zeigte, wie sich aus den lösenden Seitengängen im Schritt und Trab die Piaffe entwickelt, die seine Reiterin Vera Munderloh bereits ganz ohne Hilfe vom Boden reiten konnte. Daraus folgten kadenzierte Passagetritte. Nach der Galopparbeit und ersten versammelten Sprüngen im Schulterherein durfte sich der junge Hengst im Trab vorwärts-abwärts dehnen, während Anja Beran den Aufbau zum Erlernen spanischen Schrittes und der Referenz erläuterte.
Favory Toscana wurde vom Lusitanohengst „Novilunio“ abgelöst, den Astrid Galipo vorstellte. Der Fuchs beherrscht bereits schöne Paraden vom Trab zum Halten, gut gebogene Trabtraversalen, den Außengalopp und zeigte schließlich mehrere fliegende Galoppwechsel auf der Diagonale. An seinem Beispiel erklärte Anja Beran, wie sie Pferde an die Touchiergerte gewöhnt und erste Piaffetritte auslöst. Dabei betonte sie besonders die Bedeutung von Lob und Ruhe.
Handarbeit mit dem Lusitanoschimmel „Olé“ war wie immer ein Bestandteil der Morgenarbeit. Olé vollführte spielerisch Seitengänge, Piaffe, Levade, spanischer Schritt und die Referenz – und als Höhepunkt gab’s das Ganze ohne Zaum, nur mit Halsring.
Unser Falbe, der imposante Lusitanohengst Ramsès, war das nächste Pferd in der Bahn. Während Jasmin Gärtner ihn unter dem Sattel präsentierte, referierte Anja Beran über den gefühlvollen und effektiven Reitersitz. Ramsès unterdessen zeigte fliegende Wechsel auf dem Zirkel und schließlich sogar einen ausdrucksvollen spanischen Trab, auch gestreckte Passage genannt.
Der Westfalen-Wallach Flamingo kam einst als Problempferd zu uns und wurde mit viel Stolz von Vera Munderloh vorgestellt. Flamingo hat nämlich über den Winter vor allem in Sachen Gelassenheit gewonnen und dazu seinen Schritt stark verbessert. Nun beginnt er wieder zu brillieren, was er – in Seitengängen gelöst, durch entspannende Pausen am hingegebenen Zügel belohnt – mit Übergangen vom versammelten Trab zu Piaffetritten und zurück zum Trab; Außengalopp auf dem Zirkel, fliegenden Wechsel und schließlich Passage mit daraus entwickelter Trabverstärkung und Rückführung zur Passage unter Beweis stellte.
Während der Mittagspause konnten die Besucher die Werke der Künstlerin Corinna Marko bewundern. Am Nachmittag hielt zunächst der Tierarzt Georg Rattenhuber einen Vortrag über Zahnbehandlung beim Pferd. Danach kam der Physiotherapeut René Frim zu Wort, referierte über Rückenprobleme und stellte  digitale Satteldruckmessung vor.
Die Besucher lobten die Kurzweiligkeit dieses lehrreichen Tages und viele meldeten sich sofort wieder zu einer der nächsten Morgenarbeiten an.  

 

Lusitanohengst Regedor im Galopp
Begrüßung
Anreiten
Lipizzanerhengst Favory Toscana im Trab
Favory Toscana im Schulterherein
Favory Toscana im Trab
Favory Toscana im Galopp
Favory Toscana im Spanischen Schritt
Favory Toscana in der Referenz
Lusitanohengst Novilunio im Schulterherein
Novilunio Galoppwechsel auf der Diagonale
Abstreichen mit der Touchiergerte
Olé in der Levade
Lusitanohengst Ramses in der Traversale
Ramses im Galopp
Ramses im Spanischen Schritt
Westfalenwallach Flamingo im Übertreten
Vortrag mit Georg Rattenhuber
Besuchergruppe "Sportgemeinschaft Bayerischer Rundfunk"

Erster Lehrgang in USA

In der ersten Novemberwoche 2009 reiste Anja Beran nach Californien, um dort zwei Lehrgänge und zwei Vorträge abzuhalten. Nancy Dibble und Kit West organisierten die Lehrgänge und kümmerten sich um die vielen Besucher, das Catering und einen reibungslosen Ablauf.
Drei Tage verbrachte sie in Los Angeles auf der exklusiven Reitanlage „Brookside Equestrian Center“ von Linda und Keith Walton. Die meisten Teilnehmer ritten Lusitanos, aber auch Warmblüter und Vollblüter waren dabei.
Das Interesse an klassischer Dressur war enorm groß und es waren Zuschauer aus Texas, Colorado, Arizona, Kentucky, Oregon, New Mexico und Washington angereist, um den Lehrgang und den Vortrag zum Thema „Was ist klassische Dressur?“ zu verfolgen.
Danach ging die Reise weiter nach Temecula, wo auf einer großen Veranstaltungsreitanlage, die Halle für den zweiten Lehrgang gebucht war. Viele Gäste waren so beeindruckt vom Unterricht, dass sie nochmals die Reise antraten und auch den zweiten Lehrgang besuchten. Seitdem folgen viele begeisterte Zuschriften und Einladungen nach Texas und Colorado. Der nächste Kurs in Californien ist bereits ausgebucht und es gibt eine Warteliste.

Ein paar Stimmen zu den Lehrgängen finden Sie nachfolgend:



Resonanz zum Lehrgang

Nancy Dibble, Coarsegold, Ca.

Anja, danke für deinen Besuch in Amerika. Ich freue mich schon auf deinen nächsten!
Hier ist meine Rückmeldung:
Anja Beran brachte genau das nach Amerika, was sie in ihrer eigenen Reiterei zeigt. Sie brachte Schönheit und sie zeigte uns Dressur als eine Kunst. Das war es, was mich von Anfang an bei ihr angezogen hat. Ich sah eine sanfte, akkurate und elegante Reiterin. Diese Kombination zu erreichen ist nicht einfach. Anja demonstrierte mit einem Pferd nach dem anderen warum ruhige, langsame Gymnastizierung so effizient dabei sind, dem Pferd bei der Entwicklung seiner Muskeln zu helfen. Sie erklärte, dass das Pferd langsam gehen muss, um seine Gelenke richtig zu nützen und seinen Rücken zu öffnen. Die langsame Schrittarbeit unterstützt sie mit energischem Trab und Galopp auf geraden Linien und dem Zirkel. Der Erfolgsbeweis dieser Kombination zeigte sich bei jedem unserer Pferd- und Reiter-Teams.
Durch den ganzen Lehrgang hindurch war klar, dass Anja eine tiefe und profunde Zuneigung zu Pferden empfindet. Sie erklärte, dass die Dressur fürs Pferd ist und nicht das Pferd für die Dressur. Dabei versorgte sie Reiter und Pferde mit vielen verschiedenen gymnastizierenden Übungen, die helfen, das Pferd gerade zu richten und feiner zu machen. Aber es waren nicht die Lektionen, die den Unterschied gemacht haben, sondern die Art, wie Anja die Reiter diese Übungen durchführen lässt. Sie stellte sicher, dass jeder Reiter genau weiß, warum er das Pferd nicht „rennen“ lassen soll. Mir hat noch niemals jemand gesagt, dass ich im Schritt „rennen“ lasse. Aber jetzt verstehe ich genau, was Anja gemeint hat und ich fühle schon den Unterschied, den es bei meinem Pferd ausmacht. Das Pferd darf niemals, nicht einmal im Schritt, auf die Schulter fallen und wir müssen einen langsamen, ausdrucksvollen Schritt reiten, in dem der Reiter fühlen kann, wie das Pferd seine Gelenke beugt.
Diese Art der Ausbildung war sehr, sehr hilfreich für unsere Pferde und wir setzen sie nun jeden Tag fort.
Anja Beran hat tiefen Respekt vor Pferden; ein excellentes Auge dafür, wo eines steif oder verkrampft ist. Sie hat die Fähigkeit entwickelt, jedes Pferd genau mit den Übungen zu trainieren, die ihm bei seinen Problemen weiterhilft. Anja ist eine Meisterin der klassischen Dressur.

Kit West, Murrieta, Kalifornien

Meine erste Begegnung mit Anja war ein kleiner Video-Clip, den ich auf Youtube gesehen habe. Da war etwas, was bei ihr ganz anders war als bei den vielen Filmen, die ich angeschaut hatte. Ich ging zu ihrer Website, las mehr über sie und bestellte ihre DVD (die erste). Dann habe ich ihr Buch gekauft. Endlich hatte ich eine Dressurreiterin gefunden, die ich ästhetisch befriedigend fand. Ihre Reiterei sieht mühelos aus und ihre Pferde sind entspannt.
Ihr Buch zeigt Gefühl für das Pferd und was sie darin beschreibt, macht Sinn. Sie bleibt der Natur des Pferdes treu. Für mich war sie wie ein frischer Wind in der Dressurwelt!
Meine Erfahrung, als ich in ihrem Lehrgang ritt, war sogar noch beeindruckender. Sie erklärt die Lektionen klar und weiß genau, was jedes Pferd braucht, um weiter zu kommen. Man sieht selten einen Ausbilder, der sich so viel Zeit nimmt, das Fundament zu legen (es ist wie beim Malen eines Bildes: Wenn die Leinwand nicht richtig vorbereitet ist, wird das fertige Bild immer fehlerhaft sein). In der kurzen Zeit entwickelten sich alle Pferde durch die ruhige, subtile Arbeit weiter.
Da war keine Spannung, keine Eile, keine Schwierigkeiten. Die Konzentration war ganz auf dem Pferd in einem sanften Dialog, das ihm half, seine Balance zu finden. Es gab keine Dominanz, keine Kraft, kein Ziehen. Stattdessen ist da gelassener Frieden in Anjas Art. Sie lehrt „kontrollierte Gefühle“, aber nie Kontrolle ohne Gefühl. Ihre Kommunikation mit dem Pferd ist Kunst, nicht „Sport“.  Ihr Engagement macht den Unterschied – und mit ihrer neu gegründeten Stiftung wird sie viel bewegen.
Anja war ein Geschenk für alle, die das Glück hatten, bei ihrem Lehrgang sein zu dürfen. Sie hat unsere Halle mit wahrer Hingabe und der Wahrheit über klassische Dressur geehrt.
Ich sende diese Mail mit hoher Wertschätzung. Danke, Anja.
Kit.

Holly Hansen, Ft. Worth, Texas

Hallo, Nancy und Kit,
zuerst möchte ich Ihnen für die Mühe und die Zeit danken, die Sie investiert haben, um Anja Beran nach Amerika zu bringen. Was sie lehrt, ist so selten und doch so wichtig für die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Pferde. Es ist mir ein Vergnügen, Ihnen meine Meinung über den Lehrgang mitzuteilen und ich habe nichts dagegen, wenn Sie es unter meinen Namen veröffentlichen.
Ich habe den größten Respekt für Anja Berans Wissen, ihre Sensibilität und ihren einfühlsame und klare Methode, jedem einzelnen Pferd durch den Reiter zu helfen. Die Technik, die sie unterrichtet, gibt es schon seit Hunderten von Jahren, aber ihr Gefühl für Pferde ist beispielhaft. Es ist wirklich selten, dass man einen Ausbilder findet, der Anja Berans Grad von Wissen und Erfahrung erworben hat und sich doch so engagiert um das Wohlbefinden jeden Pferdes kümmert.
Anja Beran lehrt in der Tradition der alten Meister. Sie hat eine wunderbare Fähigkeit, diese Lehren ruhig und verständlich weiterzugeben. Sie bringt den Reitern bei, sich Zeit zu nehmen,  die Energie und den Rhythmus jeder Bewegung zu fühlen und gibt den Reitern dadurch Gelegenheit, nachzudenken und ihren Pferden eine Chance, in Balance zu kommen.
Ich fand, dass Anja Beran durch ihren tiefen Respekt und ihr Verständnis für die Pferde Reinheit und Glaubwürdigkeit ausstrahlt. Ich hoffe, wir werden das Glück haben, dass sie 2010 für einen Trainer und Ausbilder Lehrgang in die USA zurück kommt.
Holly Hansen

Debbie Haber, Sonoita, AZ

Hallo, Nancy,
Das Beste ist für mich die Rücksicht und der Respekt für das Pferd bei Betonung auf die Arbeitsmoral und den Fortschritt. Ich war bei Lehrgängen, die auf Entwicklung gesetzt haben, aber bei denen das Pferd nicht berücksichtigt wurde. Ich war außerdem bei Lehrgängen, bei denen es um die Liebe und den Respekt für das Pferd ging, aber bei denen keine Fortschritte erzielt wurden. Anja schafft die perfekte Balance. Sie liebt Pferde, sie unterrichtet die Pferde, ihre Arbeit ist reell und klar und die Fortschritte werden dadurch erzielt, dass alles korrekt verläuft. Für Sportreiter ist es eine wichtige Erfahrung, dass das klassische Training korrekt ist und dass das klassisch trainierte Pferd im Sport Erfolge haben kann.
Ich habe nun mit den Seitengängen im Schritt und Trab auf kleinem Zirkel gearbeitet. Ich habe schon davor Seitengänge auf dem Zirkel fürs Aufwärmen meines Pferdes verwendet, also verstand er was ich von ihm wollte. Die Seitengänge haben ihm mit der Motivation und dem Lösen schon so sehr geholfen. Corey hat eben auf PSG-Level angefangen und lernt nun Passage, Piaffe, Zweierwechsel und die ersten A’Tempo Wechsel. Die Seitengänge auf dem kleinen Zirkel lösen und motivieren ihn und helfen ihm, seine Tragkraft zu entwickeln. Ich reite zuhause alleine. Ein paar Mal im Monat gehe ich zu Lektionen und ich fahre zu Lehrgängen. Die Seitengänge haben mir dabei geholfen, mein Pferd zuhause klassisch alleine zu reiten.
Ich bin dankbar, dass ich auf der Liste der Reiter bin, die beim nächste Lehrgang dabei sein werden, weil Anjas Hilfe für mich und mein Pferd auf unserem Weg unschätzbar ist.
Danke, dass Du den Artikel geschrieben und Anja nach Amerika gebracht hast!Debbie

Lyn Murphy, Temecula, Ca.

Hi, Nancy,
ich möchte mit Dir teilen, was ich bereits an Lynn Reardon geschrieben habe. Ich hoffe, bei Euch ist alles in Ordnung?
Von Anjas Arbeit mit Typhoon, der einen sehr schlechten Start als junges Dressurpferd hatte, fühle ich mich so ermutigt! Ich folge ihren Anweisungen geradezu religiös seit dem Lehrgang im November.
Typhoon macht weiterhin signifikante Fortschritte in seiner Fähigkeit, sich zu konzentrieren und mit seiner Umwelt selbstbewusster und gelassener umzugehen. Sowohl das Buch wie auch die DVD haben mir geholfen, mich gleichzeitig mit Typhoon fortzubilden.
Ich warte mit Enthusiasmus auf die zweite und dritte DVD. Die Technik war eine wichtige Erweiterung zu meinen Anstrengungen mit Typhoon und Z, der zwar besser angefangen hat, aber auch zappelig werden kann. Mit Typhoon habe ich freundlich und geduldig seit 2005 gearbeitet, um seine durch Schlaufzügel und zu frühen Turniereinsatz, als er noch nicht genug ausgebildet war, entstandenen Verkrampfungen zu lösen. Der Lehrgang hat diese vier Jahre Arbeit zu einem Punkt gebracht, den ich in so kurzer Zeit nie erwartet hätte. Durchgehendes Verständnis und Respekt für das Pferd sind wundervolle Werkzeuge für Erfolg! Ich danke Anja dafür, dass sie den Dressurreitern diese wertvolle Botschaft gebracht hat. Ich hoffe, dass immer mehr Menschen für diese wertvollen Trainingstechniken offen werden.
Lyn Murphy

Yvonne Becarra, Austin, Texas

Hallo, Nancy,
ich denke, das ist eine tolle Idee und ein guter Weg, Menschen mit Anja bekannt zu machen. Sie war grandios. Wie wundervoll, endlich eine Trainerin und erfahrene Reiterin zu sehen, deren erste Priorität es ist, ihre Pferde respektvoll zu behandeln! Endlich haben wir jemand gesehen, der Pferde als lebende, noble Wesen und nicht als zu kontrollierende Untertanen sieht!
Ich für meinen Teil hoffe, dass die Dressureiter in diesem Land Frau Beran als Meisterin in unserer Zeit zu erkennen lernen.
Hochachtungsvoll
Yvonne

Margaret Segal,

Was mich meist an Anja Berans Lehrgang beeindruckt hat, war die Art, wie die Pferde auf ihren ruhigen, spannungsfreien Ton und ihre Körpersprache reagiert haben. Ich habe die Pferde beobachtet und ich sah, wie ihre Augen sanfter wurden und ihre Muskeln entspannt haben. Ihre Körper bewegten sich freier. Sie haben sich mit jeder Stunde entwickelt. Es war wunderschön, zuzuschauen und für mich war es genau das, was Dressur sein sollte.
Margaret Segal
PS: Danke, dass ich dabei sein durfte.

Jane McLoud, Los Angeles, Ca.

Hallo, Nancy,
danke für Ihre Email.
Ich bin seit 50 Jahren Trainerin und Ausbilderin und es verstört mich, die Entwicklung in der Dressur zu sehen. Ich bin über die Jahre zur Erkenntnis gekommen, dass der Leitsatz eines prominenten Springreiters sehr wahr ist: „Das, was du lernst, wenn du glaubst, schon alles zu wissen, ist das, was zählt.“
Als Dressur Anfang der 60er anfing, hier Interesse zu erwecken, wollte jeder lernen. Die Leute waren wirklich an Informationen über das Training interessiert und begeistert über die neue Disziplin. Wie sehr sich die Dinge doch gewandelt haben – und nicht zum besseren! Heute scheint es, als ob die meisten Reiter nur noch an Turniere und daran, Schleifen zu gewinnen, denken – die armen Pferde! Wenn man durch die Kataloge der Ausstatter blättert, sind sie voll mit „Trainingshilfen“ – Quälerei. Nicht viele haben Zeit, über die Anatomie und die Muskeln ihres Pferdes nachzudenken, geschweige denn darüber, wie sie besser reiten könnten. Aber kein Pferd entwickelt sich ohne dass der Reiter lernt.
Anjas DVD, Buch und ihr Lehrgang waren wundervoll. Alle Pferde danken ihr wahrscheinlich aus der Tiefe ihres Herzens – sie ist in diesen Tagen ein Segen.Leider haben es die meisten Leute heute eilig – vielleicht, weil sie genug Geld haben, einfach ein anderes Pferd zu kaufen, wenn ihres durch ihre Reiterei lahm geht. Gerd Heuschmann („Wenn Pferde sprechen könnten“) und Anja Beran sollten von jedem wirklich engagierten Dressurreiter gehört we4rden.
Ich bin in einem öffentlichen Stall und es ist wirklich schwierig, mir anzuhören und zu sehen, was die „Ausbilder“ da tun. Ja, manchmal mische ich mich ein.
Danke dafür, dass Sie den Lehrgang organisiert haben!
Jane McLoud

Jenni MacPhail, Sonoita, AZ

Hi, Nancy und Kit,
seid bedankt für den Lehrgang, es war wundervoll. Ich hatte Anjas Buch gelesen und ihre erste DVD angeschaut, aber ihr zuschauen zu dürfen, wie sie mit Pferden und Reitern arbeitet und wie sie verschiedene Punkte angeht, war unbezahlbar. Anja ist so methodisch, ruhig und berechenbar, dass die Pferde und Reiter fähig werden, sich zu entspannen und zu konzentrieren. Alles passiert entspannt und so geht der Lernprozess deutlich schneller als wenn die Pferde aufgeregt sind. Herrlich, das zu sehen!
Anjas Satz „Dressur ist für das Pferd, nicht das Pferd für Dressur“ hat mich wirklich berührt. Man sollte diesen Satz immer im Kopf behalten! Wie viele Reiter und Trainer sehen Dressur wirklich als ein fortschreitendes Training und aufbauende Methode, das Pferd immer schöner und gesünder zu machen? Anja engagiert sich 100 % für die Pferde; nichts, was sie tut, geht im Namen der „Dressur“ zu Lasten der mentalen oder körperlichen Gesundheit. Ihre Pferde bekommen glücklicher und fitter – und was könnte man besseres über eine Trainingsmethode sagen?
Ich habe eine Menge Informationen (10 Seiten Notizen!) vom Lehrgang mitgenommen. Eines der tollen Dinge über Anja ist, dass ihre Lehren einfacher und verständlicher werden je mehr man sie beobachtet. Als ich zu meinen eigenen Pferden heimkam, war es für mich kein Problem, Anjas Methoden anzuwenden. Ich übe nun jeden Tag Seitengänge mit ihnen und die Fortschritte sind erstaunlich. Die Gänge meines 19jährigen haben sich durch die neue Durchlässigkeit im Rücken und Schulter entwickelt. Er kommt mir nun am Tor entgegen, wenn ich ihn zur Arbeit abholen, was mir zeigt, dass er Spaß daran hat. Mein Vierjähriger hat sich gerade von einem Problem in der Hüfte erholt und fand es schwierig, den hinteren Teil seines Rückens einzusetzen. Die Seitengänge in der Bodenarbeit haben ihm geholfen, sich unter dem Sattel wohler und mehr balanciert zu fühlen. Beide Pferde zeigen dabei mehr Aktivität im Maul und produzieren jede Menge Speichel. Anja sagte, dass das Maul die Aktivität der Hinterbeine spiegelt und sie war korrekt.
Ich möchte Ihnen noch einmal für die Chance danken, Anja zu sehen, während sie in Amerika war. Ich würde mich freuen, bei ihr reiten zu können, wenn sie wieder kommt. Es wäre ein tolles Geschenk für meine Pferde und mich.
Jenni MacPhail

Georgann S. Koenig

Was für eine wundervolle Gelegenheit, Anja bei der Arbeit zu sehen … Ich kam am Freitag und blieb bis zur Theorie am Abend. Ich habe erst sehr spät von dem Lehrgang erfahren, aber ich bin sehr dankbar, dass ich trotzdem teilnehmen konnte.
Ich habe mich die letzten ein und ein halb Jahre sanft und korrekt zu reiten. Dabei habe ich mehr oder weniger entschieden, mit dem Turnierreiten zu pausieren – ich war frustriert und unglücklich mit meiner Reiterei und meine Pferd waren offenkundig weder willig noch glücklich dabei. Darum habe ich damit aufgehört.
Dann habe ich angefangen, mehr über klassische Dressur zu lesen, war bei ein paar Lehrgängen, die diese Richtung des Reitens unterstützt haben und habe Trainer gesucht, die den sanfteren/freundlichen Zugang zum Pferd lehren.
Ich habe die DVD „Wenn Pferde sprechen könnten“ gekauft, ich habe mir Zeit genommen, sie anzuschauen und ich habe die Anatomie des Pferdes verstanden. Anjas Lehrgang kam dann im richtigen Moment auf meiner Reise zur korrekten Reiterei.
Während den Ritten des Lehrgangs korrigierte und kommentierte Anja mit Sätzen wie „Der Schritt ist die Mutter aller Bewegung“, „Benütze niemals Hand und Bein zur gleichen Zeit“, „Wenn das Pferd gerade gut ist, sollte der Reiter einfach gar nichts tun“. Das sind PROFUNDE Sätze, die ich notiert habe, die zu hören für mich wichtig war und sie passen genau dahin, wo ich in meinem Dressurbestreben gerade stehe: Die Wichtigkeit der Übergange zwischen Schritt, Trab und Galopp zu erkennen; Paraden und der Wechsel zwischen den Lektionen; das Wissen, wo mein Pferd an diesem Tag gerade steht; mich darauf zu konzentrieren, was für das Pferd gut und richtig ist – das war Anjas Botschaft. Bei ihrem Vortrag hatte ich dann Gelegenheit, einiges betreffend der Arbeit mit meinen Pferden (Lusitanos) zu fragen. Es war für mich eine erstaunliche Erfahrung in vieler Hinsicht.
Zwei Wochen später war ich auf einem Turnier, auf dem ich meinen Lusitano Hengst Zinco Do Vouga das erste Mal auf Trainings Level 2 geritten habe und eine Punktzahl von 68 erreicht habe. Ein tolles Ergebnis, aber das beste war der Kommentar der Richter: „Die schöne Oberlinie und das stetige Tempo haben eine Menge zu dieser hübschen Vorstellung beigetragen“. Ich möchte das teilen, weil es zeigt, was ich bei Anjas Lehrgang darüber gelernt habe, wie ich meine Pferde bei und vor einem Turnier zu reiten habe.
Ultimo Interagro habe ich auf Level 1 mit dem guten Ergebnis von 60,835 Punkten geritten. Aber das Wichtigste war, dass beide Ritte meinen Pferden und mir Spaß gemacht haben. Meine Pferde sind happy – und wir werden unsere Reise auf diesem Weg fortsetzen. Danke, Anja Beran.
Mit freundlichem Gruß, Georgann S. Koenig

Zum Schluss ein Brief von Ginger Gaffney (New Mexico),
der an ihre Schüler und lokale Trainer versandt wurde:

Anja Beran kam das erste Mal in die USA, um Reiter in klassischer Dressur zu unterrichten und hat dabei niemanden enttäuscht. Nachdem sie eines der besten Bücher über klassische, gymnastizierende Ausbildung in den letzten Jahren geschrieben hat, glänzt Anja ebenso durch ihren freundlichen, konzentrierten und geistreichen Unterricht. Über allem stehen bei Ihr die Pferde und sie hilft jedem Reiter zu verstehen, wie er sein Pferd durch verschiedene gymnastizierende Übungen ins Gleichgewicht und geraderichten kann. Zuzuschauen, wie sich jede Lektion durch sanfte, ruhige Seitengänge entwickelte war wie einem Maler bei der Arbeit zuzuschauen. Es war als ob die Pferde Stufe für Stufe Steifheiten und Verspannungen ablegten, sich entspannten und immer mehr ihre Gelenke und Muskeln einsetzten. Anja hat ein gutes Auge dafür, wo Pferde schief sind und sie schafft es, die Pferde sehr rasch, durch ein ausgeklügeltes Gymnastizierungsprogramm, dazu zu bringen, ihr Gewicht gleichmäßig auf alle vier Beine zu verteilen.

Im Gleichgewicht, gerade gerichtet und beweglich
Jedes Pferd im Lehrgang präsentierte uns ein anderes Schiefe-Problem, das Anja uns bewusst machte. Dann wurden wir Zeugen, wie Anja mit den Pferden und Reitern arbeitete, um das Problem zu lösen. Ein paar Pferde belasteten regelmäßig ein Vorderbein mehr als das andere. Einmal stoppte Anja und sagte: „Seht ihr, das ist das Bein, mit dem er zuerst Probleme bekommen wird. Er belastet es immer mehr als die anderen. Daraus könnten langfristig Schwierigkeiten erwachsen.“ Danach setzte sie ihre Arbeit ruhig und gelassen mit Schulter-Herein auf dem Schritt im Zirkel fort, danach Halt auf dem Zirkel im Schulter-Herein, dann wieder Schulter-Herein auf dem Zirkel. Sie forderte Pferd (und Reiter) jedes Mal auf, die überlastete Schulter bzw. das Vorderbein zu entlasten und die Hinterhand mehr zu aktivieren, um die Vorhand zu entlasten. Nach fünf Minuten mit diesen Übungen stand das Pferd geschlossen mit seinem Gewicht gleichmäßig auf die vier Beine verteilt.
Anja ermutigte alle Reiter, im Schritt und Trab ruhiger zu reiten, um ihre Pferde davon abzuhalten, auf der Vorhand zu rennen. Sie erklärte wiederholt, dass ruhiger, versammelter Schritt und Trab hilft, die Gelenke beweglicher zu machen und dem Pferd  hilft, die Beine zu beigen anstatt sie mit steifen Gelenken vorwärts zu schieben. Es war dieser ruhige Schritt und Trab, der bei den Seitengängen von Pferd und Reiter verlangt wurde. Anja arbeitete gezielt und ehrlich mit den Schiefe-Problemen der Reiter und erreichte damit, dass die Pferde sofort besser ausbalanciert waren. Die Reiter im Lehrgang waren alle aufmerksam und fähig, die Anweisungen umzusetzen und es war eine Freude zu sehen, wie ruhig und gelassen sie mit ihren Pferden arbeiteten. Die Atmosphäre im Lehrgang war von Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit geprägt und zudem sehr konzentriert und unglaublich lehrreich. Anja war freundlich, fröhlich, für jede Frage offen und es war durchgehend eine Freude, ihr zuzusehen und zuzuhören.
Das Geraderichten war ein Problem für fast jedes Pferd im Lehrgang, wie es ja bei allen Pferden ist. „Kein Problem“, sagte Anja und gymnastizierte die Pferde durch Übungen in Konterstellung, um aufgerollte Hälse wieder aufzurichten oder dem Pferd zu helfen, sich in den Hanken mehr zu setzen. Die Reiter wurden immer wieder ermutigt, mit der Hand nachzugeben und ihre Beine ohne die Hand und die Hand ohne die Beine zu nutzen. Anja wiederholte sich öfter, was bei Trainern wichtig ist und forderte die Reiter immer wieder auf, ihre Hände zu senken und die Arme zu entspannen. „Fall ihm nicht auf den Hals, sitz aufrecht“ und „Erlaube deinem Pferd, sich unter dir groß zu machen“ waren ermutigende Kommentare, die sie während des Lehrgangs immer wieder gab. Sie half durchgehend den Reitern, die mit ihrem Oberkörper vorwärts fielen und ermutigte Andere, ihren Pferden mehr Zügel zu geben und ihnen die Chance zu geben, Hals und Nacken zu strecken. Anja wollte, dass die Reiter einen leichten Kontakt mit dem Pferdemaul halten, so dass „dein Pferd mit dir kommunizieren und kauen kann“. Sie half den Reitern außerdem, der Bewegung ihres Pferdes mit ihrem Sitz zu folgen und ruhig zu sitzen. „Lass ihn sich bewegen, versuche nicht, mit deinem Sitz zu schieben.“

Klassisch ist natürlich
Am Dienstagabend, nach einem großartigen Abendessen, hielt Anja einen Vortrag und demonstrierte im Anschluß wie man ein Pferd anpiaffiert. Sie sprach so wunderbar über die klassische Reiterei, die aus den natürlichen Bewegungen und der natürlichen Balance des Pferdes entstanden ist. Sie ermutigte ihre Zuhören, sich die alten Meister wie Xenophon, de la Gueriniere, Baucher und andere in Erinnerung zu rufen und zu lesen und sich immer wieder klar zu machen, dass die klassische Dressur hunderte von Jahren alt ist. „Dressur ist nichts neues, modernes, sondern sehr, sehr alt“, sie insistierte. „Es ist nichts, was nur mit speziell dafür gezüchteten Pferden oder für eine bestimmte Art des Reitens entwickelt wurde, sondern diese Ausbildung, ist für  jedes Pferd da, um  gerade, ausbalanciert und nicht auf der Vorhand unter dem Reiter gehen zu können. Jedes Pferd, das einen Reiter auf seinem Rücken tragen soll, braucht Dressur, um seinen Rücken zu stärken.“ Wortgewandt und leidenschaftlich erklärte sie, dass Dressurausbildung nicht gegen, sondern mit der natürlichen Veranlagung des Pferdes arbeitet.
Sie erklärte, wie nicht korrektes Training die natürlichen Gänge des Pferdes verderben kann und erzählte uns dann, wie die Pferde in ihrem Stall gefördert werden. „Dressur ist für das Pferd, nicht das Pferd für die Dressur. Wir müssen unsere Pferde langsam und entspannt aufbauen“, sagte sie mit Nachdruck, dabei auf die alten Meister verweisend.
Anja Beran ist eine junge und brillante Ausbilderin. Ich bin sehr dankbar, dass die unter uns, die die klassische Dressur lieben, sie als Beispiel und Inspiration für ihr Training und ihre Arbeit mit Pferden haben.
Ginger Gaffney, New Mexico  

Buchpräsentation in Prag

Am 28.10.2009 folgte Anja Beran einer Einladung nach Prag. Die tschechische Übersetzung von „Aus Respekt!“ wurde veröffentlicht und der Brázda Verlag sowie der Übersetzer Ivan Borsky hatten eine Buchpräsentation im größten Reitsportgeschäft in Prag „Equiservis“ (Komořany) organisiert. Zahlreiche Gäste kamen um den Vortrag der Autorin zu hören und sich im Anschluss ihr Buch signieren zu lassen, oder Fachfragen an Anja Beran zu stellen.

Als Rahmenprogramm hatte der Initiator Herr Ivan Borsky auch einen Besuch des tschechischen Nationalgestütes Kladruby geplant, wo eigens für Anja Beran eine Führung organisiert war. Mit großem Interesse haben Frau Beran und ihre Gastgeber die weitläufige Anlage und die weißen barocken Pferde besichtigt.

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