Erster Lehrgang in USA
In der ersten Novemberwoche 2009 reiste Anja Beran nach Californien, um dort zwei Lehrgänge und zwei Vorträge abzuhalten. Nancy Dibble und Kit West organisierten die Lehrgänge und kümmerten sich um die vielen Besucher, das Catering und einen reibungslosen Ablauf.
Drei Tage verbrachte sie in Los Angeles auf der exklusiven Reitanlage „Brookside Equestrian Center“ von Linda und Keith Walton. Die meisten Teilnehmer ritten Lusitanos, aber auch Warmblüter und Vollblüter waren dabei.
Das Interesse an klassischer Dressur war enorm groß und es waren Zuschauer aus Texas, Colorado, Arizona, Kentucky, Oregon, New Mexico und Washington angereist, um den Lehrgang und den Vortrag zum Thema „Was ist klassische Dressur?“ zu verfolgen.
Danach ging die Reise weiter nach Temecula, wo auf einer großen Veranstaltungsreitanlage, die Halle für den zweiten Lehrgang gebucht war. Viele Gäste waren so beeindruckt vom Unterricht, dass sie nochmals die Reise antraten und auch den zweiten Lehrgang besuchten. Seitdem folgen viele begeisterte Zuschriften und Einladungen nach Texas und Colorado. Der nächste Kurs in Californien ist bereits ausgebucht und es gibt eine Warteliste.
Ein paar Stimmen zu den Lehrgängen finden Sie nachfolgend:
Resonanz zum Lehrgang
Nancy Dibble, Coarsegold, Ca.
Anja, danke für deinen Besuch in Amerika. Ich freue mich schon auf deinen nächsten!
Hier ist meine Rückmeldung:
Anja Beran brachte genau das nach Amerika, was sie in ihrer eigenen Reiterei zeigt. Sie brachte Schönheit und sie zeigte uns Dressur als eine Kunst. Das war es, was mich von Anfang an bei ihr angezogen hat. Ich sah eine sanfte, akkurate und elegante Reiterin. Diese Kombination zu erreichen ist nicht einfach. Anja demonstrierte mit einem Pferd nach dem anderen warum ruhige, langsame Gymnastizierung so effizient dabei sind, dem Pferd bei der Entwicklung seiner Muskeln zu helfen. Sie erklärte, dass das Pferd langsam gehen muss, um seine Gelenke richtig zu nützen und seinen Rücken zu öffnen. Die langsame Schrittarbeit unterstützt sie mit energischem Trab und Galopp auf geraden Linien und dem Zirkel. Der Erfolgsbeweis dieser Kombination zeigte sich bei jedem unserer Pferd- und Reiter-Teams.
Durch den ganzen Lehrgang hindurch war klar, dass Anja eine tiefe und profunde Zuneigung zu Pferden empfindet. Sie erklärte, dass die Dressur fürs Pferd ist und nicht das Pferd für die Dressur. Dabei versorgte sie Reiter und Pferde mit vielen verschiedenen gymnastizierenden Übungen, die helfen, das Pferd gerade zu richten und feiner zu machen. Aber es waren nicht die Lektionen, die den Unterschied gemacht haben, sondern die Art, wie Anja die Reiter diese Übungen durchführen lässt. Sie stellte sicher, dass jeder Reiter genau weiß, warum er das Pferd nicht „rennen“ lassen soll. Mir hat noch niemals jemand gesagt, dass ich im Schritt „rennen“ lasse. Aber jetzt verstehe ich genau, was Anja gemeint hat und ich fühle schon den Unterschied, den es bei meinem Pferd ausmacht. Das Pferd darf niemals, nicht einmal im Schritt, auf die Schulter fallen und wir müssen einen langsamen, ausdrucksvollen Schritt reiten, in dem der Reiter fühlen kann, wie das Pferd seine Gelenke beugt.
Diese Art der Ausbildung war sehr, sehr hilfreich für unsere Pferde und wir setzen sie nun jeden Tag fort.
Anja Beran hat tiefen Respekt vor Pferden; ein excellentes Auge dafür, wo eines steif oder verkrampft ist. Sie hat die Fähigkeit entwickelt, jedes Pferd genau mit den Übungen zu trainieren, die ihm bei seinen Problemen weiterhilft. Anja ist eine Meisterin der klassischen Dressur.
Kit West, Murrieta, Kalifornien
Meine erste Begegnung mit Anja war ein kleiner Video-Clip, den ich auf Youtube gesehen habe. Da war etwas, was bei ihr ganz anders war als bei den vielen Filmen, die ich angeschaut hatte. Ich ging zu ihrer Website, las mehr über sie und bestellte ihre DVD (die erste). Dann habe ich ihr Buch gekauft. Endlich hatte ich eine Dressurreiterin gefunden, die ich ästhetisch befriedigend fand. Ihre Reiterei sieht mühelos aus und ihre Pferde sind entspannt.
Ihr Buch zeigt Gefühl für das Pferd und was sie darin beschreibt, macht Sinn. Sie bleibt der Natur des Pferdes treu. Für mich war sie wie ein frischer Wind in der Dressurwelt!
Meine Erfahrung, als ich in ihrem Lehrgang ritt, war sogar noch beeindruckender. Sie erklärt die Lektionen klar und weiß genau, was jedes Pferd braucht, um weiter zu kommen. Man sieht selten einen Ausbilder, der sich so viel Zeit nimmt, das Fundament zu legen (es ist wie beim Malen eines Bildes: Wenn die Leinwand nicht richtig vorbereitet ist, wird das fertige Bild immer fehlerhaft sein). In der kurzen Zeit entwickelten sich alle Pferde durch die ruhige, subtile Arbeit weiter.
Da war keine Spannung, keine Eile, keine Schwierigkeiten. Die Konzentration war ganz auf dem Pferd in einem sanften Dialog, das ihm half, seine Balance zu finden. Es gab keine Dominanz, keine Kraft, kein Ziehen. Stattdessen ist da gelassener Frieden in Anjas Art. Sie lehrt „kontrollierte Gefühle“, aber nie Kontrolle ohne Gefühl. Ihre Kommunikation mit dem Pferd ist Kunst, nicht „Sport“. Ihr Engagement macht den Unterschied – und mit ihrer neu gegründeten Stiftung wird sie viel bewegen.
Anja war ein Geschenk für alle, die das Glück hatten, bei ihrem Lehrgang sein zu dürfen. Sie hat unsere Halle mit wahrer Hingabe und der Wahrheit über klassische Dressur geehrt.
Ich sende diese Mail mit hoher Wertschätzung. Danke, Anja.
Kit.
Holly Hansen, Ft. Worth, Texas
Hallo, Nancy und Kit,
zuerst möchte ich Ihnen für die Mühe und die Zeit danken, die Sie investiert haben, um Anja Beran nach Amerika zu bringen. Was sie lehrt, ist so selten und doch so wichtig für die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Pferde. Es ist mir ein Vergnügen, Ihnen meine Meinung über den Lehrgang mitzuteilen und ich habe nichts dagegen, wenn Sie es unter meinen Namen veröffentlichen.
Ich habe den größten Respekt für Anja Berans Wissen, ihre Sensibilität und ihren einfühlsame und klare Methode, jedem einzelnen Pferd durch den Reiter zu helfen. Die Technik, die sie unterrichtet, gibt es schon seit Hunderten von Jahren, aber ihr Gefühl für Pferde ist beispielhaft. Es ist wirklich selten, dass man einen Ausbilder findet, der Anja Berans Grad von Wissen und Erfahrung erworben hat und sich doch so engagiert um das Wohlbefinden jeden Pferdes kümmert.
Anja Beran lehrt in der Tradition der alten Meister. Sie hat eine wunderbare Fähigkeit, diese Lehren ruhig und verständlich weiterzugeben. Sie bringt den Reitern bei, sich Zeit zu nehmen, die Energie und den Rhythmus jeder Bewegung zu fühlen und gibt den Reitern dadurch Gelegenheit, nachzudenken und ihren Pferden eine Chance, in Balance zu kommen.
Ich fand, dass Anja Beran durch ihren tiefen Respekt und ihr Verständnis für die Pferde Reinheit und Glaubwürdigkeit ausstrahlt. Ich hoffe, wir werden das Glück haben, dass sie 2010 für einen Trainer und Ausbilder Lehrgang in die USA zurück kommt.
Holly Hansen
Debbie Haber, Sonoita, AZ
Hallo, Nancy,
Das Beste ist für mich die Rücksicht und der Respekt für das Pferd bei Betonung auf die Arbeitsmoral und den Fortschritt. Ich war bei Lehrgängen, die auf Entwicklung gesetzt haben, aber bei denen das Pferd nicht berücksichtigt wurde. Ich war außerdem bei Lehrgängen, bei denen es um die Liebe und den Respekt für das Pferd ging, aber bei denen keine Fortschritte erzielt wurden. Anja schafft die perfekte Balance. Sie liebt Pferde, sie unterrichtet die Pferde, ihre Arbeit ist reell und klar und die Fortschritte werden dadurch erzielt, dass alles korrekt verläuft. Für Sportreiter ist es eine wichtige Erfahrung, dass das klassische Training korrekt ist und dass das klassisch trainierte Pferd im Sport Erfolge haben kann.
Ich habe nun mit den Seitengängen im Schritt und Trab auf kleinem Zirkel gearbeitet. Ich habe schon davor Seitengänge auf dem Zirkel fürs Aufwärmen meines Pferdes verwendet, also verstand er was ich von ihm wollte. Die Seitengänge haben ihm mit der Motivation und dem Lösen schon so sehr geholfen. Corey hat eben auf PSG-Level angefangen und lernt nun Passage, Piaffe, Zweierwechsel und die ersten A’Tempo Wechsel. Die Seitengänge auf dem kleinen Zirkel lösen und motivieren ihn und helfen ihm, seine Tragkraft zu entwickeln. Ich reite zuhause alleine. Ein paar Mal im Monat gehe ich zu Lektionen und ich fahre zu Lehrgängen. Die Seitengänge haben mir dabei geholfen, mein Pferd zuhause klassisch alleine zu reiten.
Ich bin dankbar, dass ich auf der Liste der Reiter bin, die beim nächste Lehrgang dabei sein werden, weil Anjas Hilfe für mich und mein Pferd auf unserem Weg unschätzbar ist.
Danke, dass Du den Artikel geschrieben und Anja nach Amerika gebracht hast!Debbie
Lyn Murphy, Temecula, Ca.
Hi, Nancy,
ich möchte mit Dir teilen, was ich bereits an Lynn Reardon geschrieben habe. Ich hoffe, bei Euch ist alles in Ordnung?
Von Anjas Arbeit mit Typhoon, der einen sehr schlechten Start als junges Dressurpferd hatte, fühle ich mich so ermutigt! Ich folge ihren Anweisungen geradezu religiös seit dem Lehrgang im November.
Typhoon macht weiterhin signifikante Fortschritte in seiner Fähigkeit, sich zu konzentrieren und mit seiner Umwelt selbstbewusster und gelassener umzugehen. Sowohl das Buch wie auch die DVD haben mir geholfen, mich gleichzeitig mit Typhoon fortzubilden.
Ich warte mit Enthusiasmus auf die zweite und dritte DVD. Die Technik war eine wichtige Erweiterung zu meinen Anstrengungen mit Typhoon und Z, der zwar besser angefangen hat, aber auch zappelig werden kann. Mit Typhoon habe ich freundlich und geduldig seit 2005 gearbeitet, um seine durch Schlaufzügel und zu frühen Turniereinsatz, als er noch nicht genug ausgebildet war, entstandenen Verkrampfungen zu lösen. Der Lehrgang hat diese vier Jahre Arbeit zu einem Punkt gebracht, den ich in so kurzer Zeit nie erwartet hätte. Durchgehendes Verständnis und Respekt für das Pferd sind wundervolle Werkzeuge für Erfolg! Ich danke Anja dafür, dass sie den Dressurreitern diese wertvolle Botschaft gebracht hat. Ich hoffe, dass immer mehr Menschen für diese wertvollen Trainingstechniken offen werden.
Lyn Murphy
Yvonne Becarra, Austin, Texas
Hallo, Nancy,
ich denke, das ist eine tolle Idee und ein guter Weg, Menschen mit Anja bekannt zu machen. Sie war grandios. Wie wundervoll, endlich eine Trainerin und erfahrene Reiterin zu sehen, deren erste Priorität es ist, ihre Pferde respektvoll zu behandeln! Endlich haben wir jemand gesehen, der Pferde als lebende, noble Wesen und nicht als zu kontrollierende Untertanen sieht!
Ich für meinen Teil hoffe, dass die Dressureiter in diesem Land Frau Beran als Meisterin in unserer Zeit zu erkennen lernen.
Hochachtungsvoll
Yvonne
Margaret Segal,
Was mich meist an Anja Berans Lehrgang beeindruckt hat, war die Art, wie die Pferde auf ihren ruhigen, spannungsfreien Ton und ihre Körpersprache reagiert haben. Ich habe die Pferde beobachtet und ich sah, wie ihre Augen sanfter wurden und ihre Muskeln entspannt haben. Ihre Körper bewegten sich freier. Sie haben sich mit jeder Stunde entwickelt. Es war wunderschön, zuzuschauen und für mich war es genau das, was Dressur sein sollte.
Margaret Segal
PS: Danke, dass ich dabei sein durfte.
Jane McLoud, Los Angeles, Ca.
Hallo, Nancy,
danke für Ihre Email.
Ich bin seit 50 Jahren Trainerin und Ausbilderin und es verstört mich, die Entwicklung in der Dressur zu sehen. Ich bin über die Jahre zur Erkenntnis gekommen, dass der Leitsatz eines prominenten Springreiters sehr wahr ist: „Das, was du lernst, wenn du glaubst, schon alles zu wissen, ist das, was zählt.“
Als Dressur Anfang der 60er anfing, hier Interesse zu erwecken, wollte jeder lernen. Die Leute waren wirklich an Informationen über das Training interessiert und begeistert über die neue Disziplin. Wie sehr sich die Dinge doch gewandelt haben – und nicht zum besseren! Heute scheint es, als ob die meisten Reiter nur noch an Turniere und daran, Schleifen zu gewinnen, denken – die armen Pferde! Wenn man durch die Kataloge der Ausstatter blättert, sind sie voll mit „Trainingshilfen“ – Quälerei. Nicht viele haben Zeit, über die Anatomie und die Muskeln ihres Pferdes nachzudenken, geschweige denn darüber, wie sie besser reiten könnten. Aber kein Pferd entwickelt sich ohne dass der Reiter lernt.
Anjas DVD, Buch und ihr Lehrgang waren wundervoll. Alle Pferde danken ihr wahrscheinlich aus der Tiefe ihres Herzens – sie ist in diesen Tagen ein Segen.Leider haben es die meisten Leute heute eilig – vielleicht, weil sie genug Geld haben, einfach ein anderes Pferd zu kaufen, wenn ihres durch ihre Reiterei lahm geht. Gerd Heuschmann („Wenn Pferde sprechen könnten“) und Anja Beran sollten von jedem wirklich engagierten Dressurreiter gehört we4rden.
Ich bin in einem öffentlichen Stall und es ist wirklich schwierig, mir anzuhören und zu sehen, was die „Ausbilder“ da tun. Ja, manchmal mische ich mich ein.
Danke dafür, dass Sie den Lehrgang organisiert haben!
Jane McLoud
Jenni MacPhail, Sonoita, AZ
Hi, Nancy und Kit,
seid bedankt für den Lehrgang, es war wundervoll. Ich hatte Anjas Buch gelesen und ihre erste DVD angeschaut, aber ihr zuschauen zu dürfen, wie sie mit Pferden und Reitern arbeitet und wie sie verschiedene Punkte angeht, war unbezahlbar. Anja ist so methodisch, ruhig und berechenbar, dass die Pferde und Reiter fähig werden, sich zu entspannen und zu konzentrieren. Alles passiert entspannt und so geht der Lernprozess deutlich schneller als wenn die Pferde aufgeregt sind. Herrlich, das zu sehen!
Anjas Satz „Dressur ist für das Pferd, nicht das Pferd für Dressur“ hat mich wirklich berührt. Man sollte diesen Satz immer im Kopf behalten! Wie viele Reiter und Trainer sehen Dressur wirklich als ein fortschreitendes Training und aufbauende Methode, das Pferd immer schöner und gesünder zu machen? Anja engagiert sich 100 % für die Pferde; nichts, was sie tut, geht im Namen der „Dressur“ zu Lasten der mentalen oder körperlichen Gesundheit. Ihre Pferde bekommen glücklicher und fitter – und was könnte man besseres über eine Trainingsmethode sagen?
Ich habe eine Menge Informationen (10 Seiten Notizen!) vom Lehrgang mitgenommen. Eines der tollen Dinge über Anja ist, dass ihre Lehren einfacher und verständlicher werden je mehr man sie beobachtet. Als ich zu meinen eigenen Pferden heimkam, war es für mich kein Problem, Anjas Methoden anzuwenden. Ich übe nun jeden Tag Seitengänge mit ihnen und die Fortschritte sind erstaunlich. Die Gänge meines 19jährigen haben sich durch die neue Durchlässigkeit im Rücken und Schulter entwickelt. Er kommt mir nun am Tor entgegen, wenn ich ihn zur Arbeit abholen, was mir zeigt, dass er Spaß daran hat. Mein Vierjähriger hat sich gerade von einem Problem in der Hüfte erholt und fand es schwierig, den hinteren Teil seines Rückens einzusetzen. Die Seitengänge in der Bodenarbeit haben ihm geholfen, sich unter dem Sattel wohler und mehr balanciert zu fühlen. Beide Pferde zeigen dabei mehr Aktivität im Maul und produzieren jede Menge Speichel. Anja sagte, dass das Maul die Aktivität der Hinterbeine spiegelt und sie war korrekt.
Ich möchte Ihnen noch einmal für die Chance danken, Anja zu sehen, während sie in Amerika war. Ich würde mich freuen, bei ihr reiten zu können, wenn sie wieder kommt. Es wäre ein tolles Geschenk für meine Pferde und mich.
Jenni MacPhail
Georgann S. Koenig
Was für eine wundervolle Gelegenheit, Anja bei der Arbeit zu sehen … Ich kam am Freitag und blieb bis zur Theorie am Abend. Ich habe erst sehr spät von dem Lehrgang erfahren, aber ich bin sehr dankbar, dass ich trotzdem teilnehmen konnte.
Ich habe mich die letzten ein und ein halb Jahre sanft und korrekt zu reiten. Dabei habe ich mehr oder weniger entschieden, mit dem Turnierreiten zu pausieren – ich war frustriert und unglücklich mit meiner Reiterei und meine Pferd waren offenkundig weder willig noch glücklich dabei. Darum habe ich damit aufgehört.
Dann habe ich angefangen, mehr über klassische Dressur zu lesen, war bei ein paar Lehrgängen, die diese Richtung des Reitens unterstützt haben und habe Trainer gesucht, die den sanfteren/freundlichen Zugang zum Pferd lehren.
Ich habe die DVD „Wenn Pferde sprechen könnten“ gekauft, ich habe mir Zeit genommen, sie anzuschauen und ich habe die Anatomie des Pferdes verstanden. Anjas Lehrgang kam dann im richtigen Moment auf meiner Reise zur korrekten Reiterei.
Während den Ritten des Lehrgangs korrigierte und kommentierte Anja mit Sätzen wie „Der Schritt ist die Mutter aller Bewegung“, „Benütze niemals Hand und Bein zur gleichen Zeit“, „Wenn das Pferd gerade gut ist, sollte der Reiter einfach gar nichts tun“. Das sind PROFUNDE Sätze, die ich notiert habe, die zu hören für mich wichtig war und sie passen genau dahin, wo ich in meinem Dressurbestreben gerade stehe: Die Wichtigkeit der Übergange zwischen Schritt, Trab und Galopp zu erkennen; Paraden und der Wechsel zwischen den Lektionen; das Wissen, wo mein Pferd an diesem Tag gerade steht; mich darauf zu konzentrieren, was für das Pferd gut und richtig ist – das war Anjas Botschaft. Bei ihrem Vortrag hatte ich dann Gelegenheit, einiges betreffend der Arbeit mit meinen Pferden (Lusitanos) zu fragen. Es war für mich eine erstaunliche Erfahrung in vieler Hinsicht.
Zwei Wochen später war ich auf einem Turnier, auf dem ich meinen Lusitano Hengst Zinco Do Vouga das erste Mal auf Trainings Level 2 geritten habe und eine Punktzahl von 68 erreicht habe. Ein tolles Ergebnis, aber das beste war der Kommentar der Richter: „Die schöne Oberlinie und das stetige Tempo haben eine Menge zu dieser hübschen Vorstellung beigetragen“. Ich möchte das teilen, weil es zeigt, was ich bei Anjas Lehrgang darüber gelernt habe, wie ich meine Pferde bei und vor einem Turnier zu reiten habe.
Ultimo Interagro habe ich auf Level 1 mit dem guten Ergebnis von 60,835 Punkten geritten. Aber das Wichtigste war, dass beide Ritte meinen Pferden und mir Spaß gemacht haben. Meine Pferde sind happy – und wir werden unsere Reise auf diesem Weg fortsetzen. Danke, Anja Beran.
Mit freundlichem Gruß, Georgann S. Koenig
Zum Schluss ein Brief von Ginger Gaffney (New Mexico),
der an ihre Schüler und lokale Trainer versandt wurde:
Anja Beran kam das erste Mal in die USA, um Reiter in klassischer Dressur zu unterrichten und hat dabei niemanden enttäuscht. Nachdem sie eines der besten Bücher über klassische, gymnastizierende Ausbildung in den letzten Jahren geschrieben hat, glänzt Anja ebenso durch ihren freundlichen, konzentrierten und geistreichen Unterricht. Über allem stehen bei Ihr die Pferde und sie hilft jedem Reiter zu verstehen, wie er sein Pferd durch verschiedene gymnastizierende Übungen ins Gleichgewicht und geraderichten kann. Zuzuschauen, wie sich jede Lektion durch sanfte, ruhige Seitengänge entwickelte war wie einem Maler bei der Arbeit zuzuschauen. Es war als ob die Pferde Stufe für Stufe Steifheiten und Verspannungen ablegten, sich entspannten und immer mehr ihre Gelenke und Muskeln einsetzten. Anja hat ein gutes Auge dafür, wo Pferde schief sind und sie schafft es, die Pferde sehr rasch, durch ein ausgeklügeltes Gymnastizierungsprogramm, dazu zu bringen, ihr Gewicht gleichmäßig auf alle vier Beine zu verteilen.
Im Gleichgewicht, gerade gerichtet und beweglich
Jedes Pferd im Lehrgang präsentierte uns ein anderes Schiefe-Problem, das Anja uns bewusst machte. Dann wurden wir Zeugen, wie Anja mit den Pferden und Reitern arbeitete, um das Problem zu lösen. Ein paar Pferde belasteten regelmäßig ein Vorderbein mehr als das andere. Einmal stoppte Anja und sagte: „Seht ihr, das ist das Bein, mit dem er zuerst Probleme bekommen wird. Er belastet es immer mehr als die anderen. Daraus könnten langfristig Schwierigkeiten erwachsen.“ Danach setzte sie ihre Arbeit ruhig und gelassen mit Schulter-Herein auf dem Schritt im Zirkel fort, danach Halt auf dem Zirkel im Schulter-Herein, dann wieder Schulter-Herein auf dem Zirkel. Sie forderte Pferd (und Reiter) jedes Mal auf, die überlastete Schulter bzw. das Vorderbein zu entlasten und die Hinterhand mehr zu aktivieren, um die Vorhand zu entlasten. Nach fünf Minuten mit diesen Übungen stand das Pferd geschlossen mit seinem Gewicht gleichmäßig auf die vier Beine verteilt.
Anja ermutigte alle Reiter, im Schritt und Trab ruhiger zu reiten, um ihre Pferde davon abzuhalten, auf der Vorhand zu rennen. Sie erklärte wiederholt, dass ruhiger, versammelter Schritt und Trab hilft, die Gelenke beweglicher zu machen und dem Pferd hilft, die Beine zu beigen anstatt sie mit steifen Gelenken vorwärts zu schieben. Es war dieser ruhige Schritt und Trab, der bei den Seitengängen von Pferd und Reiter verlangt wurde. Anja arbeitete gezielt und ehrlich mit den Schiefe-Problemen der Reiter und erreichte damit, dass die Pferde sofort besser ausbalanciert waren. Die Reiter im Lehrgang waren alle aufmerksam und fähig, die Anweisungen umzusetzen und es war eine Freude zu sehen, wie ruhig und gelassen sie mit ihren Pferden arbeiteten. Die Atmosphäre im Lehrgang war von Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit geprägt und zudem sehr konzentriert und unglaublich lehrreich. Anja war freundlich, fröhlich, für jede Frage offen und es war durchgehend eine Freude, ihr zuzusehen und zuzuhören.
Das Geraderichten war ein Problem für fast jedes Pferd im Lehrgang, wie es ja bei allen Pferden ist. „Kein Problem“, sagte Anja und gymnastizierte die Pferde durch Übungen in Konterstellung, um aufgerollte Hälse wieder aufzurichten oder dem Pferd zu helfen, sich in den Hanken mehr zu setzen. Die Reiter wurden immer wieder ermutigt, mit der Hand nachzugeben und ihre Beine ohne die Hand und die Hand ohne die Beine zu nutzen. Anja wiederholte sich öfter, was bei Trainern wichtig ist und forderte die Reiter immer wieder auf, ihre Hände zu senken und die Arme zu entspannen. „Fall ihm nicht auf den Hals, sitz aufrecht“ und „Erlaube deinem Pferd, sich unter dir groß zu machen“ waren ermutigende Kommentare, die sie während des Lehrgangs immer wieder gab. Sie half durchgehend den Reitern, die mit ihrem Oberkörper vorwärts fielen und ermutigte Andere, ihren Pferden mehr Zügel zu geben und ihnen die Chance zu geben, Hals und Nacken zu strecken. Anja wollte, dass die Reiter einen leichten Kontakt mit dem Pferdemaul halten, so dass „dein Pferd mit dir kommunizieren und kauen kann“. Sie half den Reitern außerdem, der Bewegung ihres Pferdes mit ihrem Sitz zu folgen und ruhig zu sitzen. „Lass ihn sich bewegen, versuche nicht, mit deinem Sitz zu schieben.“
Klassisch ist natürlich
Am Dienstagabend, nach einem großartigen Abendessen, hielt Anja einen Vortrag und demonstrierte im Anschluß wie man ein Pferd anpiaffiert. Sie sprach so wunderbar über die klassische Reiterei, die aus den natürlichen Bewegungen und der natürlichen Balance des Pferdes entstanden ist. Sie ermutigte ihre Zuhören, sich die alten Meister wie Xenophon, de la Gueriniere, Baucher und andere in Erinnerung zu rufen und zu lesen und sich immer wieder klar zu machen, dass die klassische Dressur hunderte von Jahren alt ist. „Dressur ist nichts neues, modernes, sondern sehr, sehr alt“, sie insistierte. „Es ist nichts, was nur mit speziell dafür gezüchteten Pferden oder für eine bestimmte Art des Reitens entwickelt wurde, sondern diese Ausbildung, ist für jedes Pferd da, um gerade, ausbalanciert und nicht auf der Vorhand unter dem Reiter gehen zu können. Jedes Pferd, das einen Reiter auf seinem Rücken tragen soll, braucht Dressur, um seinen Rücken zu stärken.“ Wortgewandt und leidenschaftlich erklärte sie, dass Dressurausbildung nicht gegen, sondern mit der natürlichen Veranlagung des Pferdes arbeitet.
Sie erklärte, wie nicht korrektes Training die natürlichen Gänge des Pferdes verderben kann und erzählte uns dann, wie die Pferde in ihrem Stall gefördert werden. „Dressur ist für das Pferd, nicht das Pferd für die Dressur. Wir müssen unsere Pferde langsam und entspannt aufbauen“, sagte sie mit Nachdruck, dabei auf die alten Meister verweisend.
Anja Beran ist eine junge und brillante Ausbilderin. Ich bin sehr dankbar, dass die unter uns, die die klassische Dressur lieben, sie als Beispiel und Inspiration für ihr Training und ihre Arbeit mit Pferden haben.
Ginger Gaffney, New Mexico
Buchpräsentation in Prag
Am 28.10.2009 folgte Anja Beran einer Einladung nach Prag. Die tschechische Übersetzung von „Aus Respekt!“ wurde veröffentlicht und der Brázda Verlag sowie der Übersetzer Ivan Borsky hatten eine Buchpräsentation im größten Reitsportgeschäft in Prag „Equiservis“ (Komořany) organisiert. Zahlreiche Gäste kamen um den Vortrag der Autorin zu hören und sich im Anschluss ihr Buch signieren zu lassen, oder Fachfragen an Anja Beran zu stellen.
Als Rahmenprogramm hatte der Initiator Herr Ivan Borsky auch einen Besuch des tschechischen Nationalgestütes Kladruby geplant, wo eigens für Anja Beran eine Führung organisiert war. Mit großem Interesse haben Frau Beran und ihre Gastgeber die weitläufige Anlage und die weißen barocken Pferde besichtigt.












