Presseinformation

Manege frei für die Zirkusprinzessinnen Alina, Antonia und Olivia!     

Die Anja Beran Stiftung erfüllt schwerkranken Kindern einen Herzenswunsch.

Lange glänzende Mähne, seidiges Fell und anmutige Bewegungen – einmal als Zirkusprinzessin auf dem Rücken eines edlen Pferdes in der Manege reiten. Davon träumen viele Mädchen. Für Alina (11Jahre), Antonia (12 Jahre) und Olivia (9 Jahre) ging dieser sehnlichste Herzenswunsch in Erfüllung. Vor der 2. Fachtagung „Pferdeausbildung mit Gefühl und Respekt“ der Anja Beran Stiftung erfüllten Anja Beran und Circus-Krone- Juniorchefin Jana Mandana vor Weihnachten schwer erkrankten Kindern einen Wunsch.

Die pferdebegeisterte Alina reiste mit ihrer Mutter und der Oma aus der Nähe von Halle im Zug nach München. Der Verein wünschdirwas e.V., der in Deutschland schwerstkranken Kindern Wünsche erfüllt, machte für die Familie diese unvergessene Reise möglich. Auch die  neunjährige Olivia aus München konnte es kaum erwarten in der Manege die Pferde zu erleben. Olivia kam über die Stiftung Kindness for kids, die sich um Kinder mit seltenen Erkrankungen kümmert. Und auch Antonia vom Wörthsee, die von der Bayerischen Ambulanten Kinderpflege BAMBUKI vom Zirkustag erfuhr,  fieberte dem Ereignis im Circus Krone aufgeregt entgegen.

Was die Zirkusprinzessinnen bei ihrem Besuch im Zirkus erlebt haben, erfahren Sie in der beigefügten Presseveröffentlichung.

 

2. Fachtagung der Anja Beran Stiftung in München

Eindrücke, geschildert von Sibylle Luise Binder

Die der klassischen Reitkunst dienen

Ein gut besuchtes Haus, ein fast andächtig lauschendes und beeindrucktes Publikum, ein Vortrag, der in die Tiefe ging und Vorführungen, die dadurch brillierten, dass sie nicht auf Glamour angelegt waren – das war die 2.Fachtagung der Anja Beran Stiftung am 18.12.2011 im Münchner Winterbau des Circus Krone.

Würde man Anja Beran fragen, was im Mittelpunkt der zweiten Fachtagung ihrer Stiftung stand, würde sie – wahrscheinlich etwas verwundert über eine solche Frage – antworten: „Die Pferde.“ Das „Was sonst?“ dahinter würde die höfliche Dressurausbilderin nicht aussprechen, aber vermutlich denken.
Doch der Münchner Sonntag mit Anja Beran begann für das Publikum nicht mit Pferden, sondern mit einem Vortrag zum Thema „Klassische Dressur – nur für Barockpferde?“ Anja Beran stieg dabei tief in die Materie ein und bewies wieder einmal, dass sie mit der Reitliteratur durch die Jahrhunderte hindurch nicht nur vertraut ist, sondern sie im Gesamtzusammenhang und in ihrer Entwicklung verstanden hat. Und mehr noch: Sie kann dieses Wissen auf eine Art weitergeben, die das Gegenüber durchaus fordert, aber dennoch eingängig und nachvollziehbar ist. Doch das beeindruckendste daran ist, dass Anja Beran, die überzeugte Anhängerin klassischer Reitkunst, dabei keineswegs in eine „Früher war alles besser“-Nostalgie verfällt.
Im Gegenteil: Die Probleme der modernen Sportreiterei sind für Anja Beran keine Zeitgeist-Erscheinung, die durch die Showelemente des Kürreitens auf uns gekommen sind, sondern Teil einer Entwicklung, die nach dem zweiten Weltkrieg eingesetzt hat. So kommt es, dass Lektionen heute rein als Selbstzweck geritten werden.
Anja Beran zeigt die daraus resultierenden Probleme auf, doch sie klagt nicht an, sondern berichtet sachlich und unaufgeregt. Genau dadurch aber trifft sie auf den Punkt. Ihre zentrale Botschaft ist: Es besser zu machen in einer Rückbesinnung auf die klassische Reitkunst, in der Zuwendung zum Pferd. Dressur ist für sie zuerst einmal das Mittel, Pferde so zu gymnastizieren und zu formen, dass sie ihre Reiter mit Freude und Leichtigkeit tragen können. Erst aus dem Können entsteht dann die Kunst. Damit wird auch klar, dass die klassische Reitkunst für Anja Beran eben nicht rassespezifisch ist.
Der praktische Teil der Fachtagung zeigt dann, dass dies kein Lippenbekenntnis ist. Anja Beran baut auch da von unten auf und so ist das erste Pferd in der Manege ein junger Frederiksborger, der gerade seine ersten Schritte unter dem Reiter macht. Dabei bringt der junge Herr aus der alten, inzwischen sehr selten gewordenen Rasse aber gleich ein Problem mit: Sein schief getragener Schweif zeigt, dass da etwas mit seinem Rücken nicht so ist, wie es sein sollte.
Eine von Anja Berans Stärken ist die „Diagnostik“. Sie sieht die Probleme eines Pferdes und sie weiß, dass Dressur auch „Krankengymnastik“ sein kann, die körperliche Unzulänglichkeiten eines Pferdes ausgleicht. So bekommt der junge Frederiksborger von Anfang an ein Training verschrieben, das ihm helfen wird, seine Balance zu finden und sich gerade zu richten. Anja Beran weiß dabei, dass das Zeit kosten wird, doch die Geduld hat sie – und den Optimismus, zu sagen: „Wir versuchen das hin zu kriegen.“ Ganz ohne Tricks und ohne jeden Hilfszügel – einfach nur durch reelle, geduldige Arbeit.
Auch das zweite Pferd in der Manege, ein schwarzer, vierjähriger Hengst ist Vertreter einer alten, seltenen Rasse: Der hochblütige junge Herr trägt stolz die weiß-blauen bayrischen Farben auf seinem Stirnband, kommt er doch aus dem ehemals königlich-bayrischen Gestüt Leutstetten und führt seinen Stammbaum auf ungarische Edelknaben, vorwiegend aus der Rasse Furioso-Northstar, zurück. Nerven hat er dennoch und zeigt sie darin, wie er vertrauensvoll und locker in dem für ihn fremden Bau, zum ersten Mal vor großem Publikum, seine Runden zieht. Im Sattel sitzt Anna Jantscher, die erste Elevin der Anja Beran Stiftung und daran, wie sie es ihm geschmeidig und sensibel leicht macht, erkennt man, dass auf dem Beran’schen Rosenhof nicht nur die Pferde zu Meisterschülern werden, sondern auch die Menschen.
Für die Nummer Drei, den sechsjährigen Lipizzanerhengst Favory Toscana, ist der Ausflug in die Manege ein Vorgeschmack auf das, was einmal aus ihm werden soll. Der selbstbewusste Schimmel gehört nämlich Krone-Juniorchefin Jana Mandana Lacey-Krone, die am Vorhang durchaus zufrieden beobachtet, wie er sich erstmalig präsentiert. An ihm erläutert Anja Beran dann auch schon, warum für sie „Piaffe und Passage“ nicht am Ende der Ausbildung stehen, sondern schon sehr früh eingeübt werden. Für ihre Pferde sind diese Lektionen nämlich nicht die Shownummer, die sich aus dem „Hochzwitschern und ausbremsen“, wie man es leider viel zu oft auf Dressurvierecken im Sport sieht, entwickelt, sondern eine logische Weiterentwicklung vom Vorwärts zur Versammlung.
P.R.E. Hengst Ofendido zeigt sich dann als Spezialist für die Übergänge zwischen Piaffe, Passage und Trab. Er glänzt im Vorwärts wie in der Versammlung. Und wie’s am ganz „fertigen“ Schulpferd aussieht, führt Jana Mandana Lacey-Krone auf ihrem Lipizzaner Siglavy Dagmar vor. Seine Spezialität sind die Galoppwechsel von Sprung zu Sprung und die Pirouetten. Dabei gerät wohl so mancher Zuschauer ins Nachdenken, denn der milchweiße Hengst, der sich frisch und munter in der Manege tummelt, ist 23 Jahre alt – und ein ebenso eleganter wie schlagender Beweis dafür, dass klassische Dressur Pferde nicht nur verschönt, sondern auch gesund erhält.
Flamingo, einst als Problempferd bei Anja Beran gelandet, bewies einmal mehr unter seiner Reiterin Vera Munderloh, was aus einem Pferd werden kann, wenn man ihm nur die nötige Zeit und Vertrauen schenkt. Piaffe, Passage, Galoppwechsel und Pirouetten gelangen mit diesem großen Westfalen auch in der nur 12 Meter kleinen Manege elegant und mit Leichtigkeit.
Noch ein Schimmel: Der muskulöse Lusitano Pao macht unter Anja Beran die Manege zur Bühne, auf der er kraftvoll und doch locker tanzt. Spätestens an ihm begreift dann auch der letzte Zuschauer, was die klassische Reitkunst ausmacht: Sie stellt den Reiter in den Hintergrund und lässt das Pferd in seiner ganzen Schönheit wirken.
Nach der Mittagspause darf erst einmal gelacht werden: Jana Mandana Lacey-Krone führt – mit Anja Beran als fachkundiger Kommentatorin – circensische Arbeit vor. Den Auftakt macht dabei der Tigerschecken-Shettyhengst „Coco“, den Anja Beran als Kandidaten für das Springen in Aachen anmelden möchte. Und tatsächlich beweist der Kleine, dass für ihn ein Cavaletti, das ihm fast bis zur Brust  reicht, überhaupt kein Problem ist Er flitzt darauf zu, versammelt sich, klettert geschickt auf den Rand der Manege, marschiert seitlich am Cavaletti vorbei, springt runter und flitzt weiter – wobei er ins Publikum guckt, als wenn er sagen möchte: „Na, bin ich gut?“
In der Krone-Manege wird aber nicht nur geblödelt. Jana Mandana Lacey-Krone ist nämlich nicht nur eine hochtalentierte Reiterin, sondern Spezialistin für das Einüben und Vorführen von Freiheitsdressuren. Und wer bisher geglaubt hatte, dass da ja nur ein paar Pferde im Kreis herum laufen, wird von ihr eines besseren belehrt. Mit graziöser, aber sehr gezielter Körpersprache und zwei Peitschen hat sie ihre aus Marbacher Araberhengsten bestehende Truppe fest im Griff und lässt sie auf Kommando drehen, gegeneinander laufen und schließlich – immer Höhepunkt jeder Freiheitsdressur – steigen. Dabei macht Anja Beran als Kommentatorin klar, dass diese Übung ganz sicher nicht für den „Hausgebrauch“ geeignet ist. Was ihre Zuschauer aber auch von diesem Teil der Fachtagung mitnehmen, ist ein erneuertes Bewusstsein dafür, wie Pferd und Mensch miteinander harmonieren können, wie man mit Respekt vor dem Pferd ausbildet und wie viel die Pferde dafür zurück geben.

 

Kunstausstellung
Atmosphäre beim Einlass
Satteln einer Remonte
Frederiksborger Hengst beim Anreiten
Leutstettener Hengst in der Grundausbildung
P.R.E.-Hengst Ofendido in der Passage
Ofendido in der Piaffe
Das Erlernen der Referenz
Referenz
Interview mit Docma TV
Lipizzanerhengst Favory Toscana im Galopp
Lipizzanerhengst Siglavy Dagmar in der Referenz
Westfalenwallach Flamingo in der Pirouette
Lusitanohengst Pao
Pao in der Pirouette
Erläuterungen
Junge Araberhengste beim ABC der Freiheitsdressur
Ponyhengst Coco begrüßt Anja Beran
...und das Publikum
Coco beim Aufwärmen
...und beim Überwinden eines Hindernisses
...der Absprung
Araberhengst Samir beim Erlernen des Steigens
Cremellohengste in der Freiheitsdressur
Freiheitsdressur
Steigen
Aufstellung und Belohnung
Steigen um die ganze Manege
Verabschiedung der Gäste

Morgenarbeit Oktober 2011

Die letzte Morgenarbeit in diesem Jahr verzeichnete einen Besucherrekord und es kamen sogar Gäste aus den Niederlanden und aus Schweden aber auch wie immer aus Österreich und der Schweiz.
Das traumhafte Spätsommerwetter lud zu einem Rundgang auf Gut Rosenhof und zum Besuch seiner zahlreichen tierischen Bewohner ein.
Pünktlich um 11.00 Uhr begann Anja Beran mit der Demonstration ihrer Arbeit und wie immer mit einer Remonte als erstes Pferd. Der palominofarbene Lusitano „Ciclone“ , zeigte die ersten wichtigen Lernabschnitte im Leben eines jungen Reitpferdes. Vera Munderloh führte vor wie man sich als Reiter auf einem so unerfahren Pferd benehmen sollte und wie man der Remonte allmählich die reiterliche Hilfengebung verständlich macht, um so ein solides Fundament für die weitere Ausbildung zu schaffen.
Der Friesenhengst „Gawain“ mit seiner beeindruckenden Geschichte, präsentierte sich fein und motiviert unter Anna Jantscher. Anja Beran erläuterte welche Gymnastik sinnvoll ist um dieses Pferd gerade richten zu können und zu setzen.
Jasmin Gärtner auf dem spanischen Hengst „Hechicero“ durfte auch dieses Mal nicht fehlen und trat in Aktion als es um das Thema „Reitersitz“ ging und „Olé“ wurde von Anja Beran wieder bei der Arbeit an der Hand vorgestellt.
Neu im Programm war der P.R.E.-Hengst „Leviton“ den Vera Munderloh gesattelt hatte. Der typvolle Graue, zeigte Übergänge vom Trab zur Piaffe, vom Trab zur Passage und daraus zum Starken Trab und wieder zurück in die Passage, um gleich danach in den spanischen Trab zu wechseln, dass es  eine Freude war ihm zuzusehen. Eine deutliche Hilfengebung der Reiterin suchte man vergebens.
Der Lusitanohengst „Novilunio“ unter Anna Jantscher demonstrierte schließlich vermehrt die Arbeit im Galopp. Diese beinhaltete sämtliche Seitengänge und fliegende Wechsel.
Natürlich war auch wieder „Flamingo“ dabei. Der Westfalenwallach mit der unglücklichen Vergangenheit, bewies eindrucksvoll wozu Pferde in der Lage sind, wenn man ihnen nur genügend Zeit und Geduld entgegenbringt. Piaffe, Passage, Trabverstärkung und Pirouetten gelangen spielerisch und schließlich zeigte „Flamingo“ sehr schöne Galoppwechsel um die ganze Bahn und baute immer mal wieder ein paar Einerwechsel ein, bis zum nächsten Jahr wird er diese bestimmt sicher und ausdrucksvoll springen können!
Zum Ende des Programmes ritt Anja Beran einmal mehr den Lusitanohengst „Pao“. Das „Descente de Main“ von La Guérinière, war Hauptpunkt dieses Rittes und wurde schließlich auch im Moment hoher Versammlung demonstriert. Die moderne Reiterei wäre um ein vielfaches mehr von Leichtigkeit und Balance geprägt, würden sich die Reiter diesen wichtigen Grundsatz des berühmten Reitmeisters wieder ins Gedächtnis rufen und beachten!
In der Mittagspause besuchten die Gäste die Kunstausstellung von Larissa Enke aus Tschatschikistan, die ihre Werke in der Longierhalle ausgestellt hatte.
Ein gut besuchter Vortrag zum Thema „Erste Hilfe beim Pferd“ vom Tierarzt Georg Rattenhuber, rundete diesen Seminartag ab und viele Besucher blieben noch bis in die Abendstunden auf Gut Rosenhof und ließen den Tag ausklingen.
An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen Besuchern der diesjährigen Morgenarbeiten bedanken, vor allem bei jenen die immer wieder kommen!
Die erste Sonntägliche Morgenarbeit im Jahr 2012 ist wieder pünktlich zum Muttertag im Mai geplant. 

Lusitano Hengst "Regedor" im Galopp
Passage
Der spanische Schritt
Longieren einer Remonte
Erste Reitversuche
Friesenhengst "Gawain" im Übertreten
"Gawain" im Schulterherein auf dem Zirkel
Dehnen lassen im Trab
Linksgalopp
"Gawain" im Rechtsgalopp
Piaffe
Spanischer Schritt mit Hilfe vom Boden
Die Referenz
Spanischer Hengst "Hechicero" im Galopp
Lockeres Abtraben
"Hechicero" im spanischen Schritt
P.R.E.-Hengst "Leviton" im Trab
Passage
Schulterherein auf dem Zirkel links
"Leviton" im spanischen Schritt
Pause
Galopp
"Leviton" in der Trabverstärkung
Das Beibringen der Referenz
Lusitano Hengst "Novilunio" in der Galopptraversale
Galopp
Lockeres Abtraben
Westfalenwallch "Flamingo" im Übertreten
Piaffe
Passage auf einer Volte
Passage
Galopppirouette
Pirouette
Nach vorne aus der Pirouette galoppieren
Galopp
Trabverstärkung
Lusitanohengst "Pao" in der Piaffe im Descente de Main
Piaffe rückwärts
Künstlerin Larissa Enke

Morgenarbeit September 2011

Bei spätsommerlichen Temperaturen fanden sich auch im September wieder zahlreiche Gäste auf Gut Rosenhof ein, um einen Einblick in die Arbeit von Anja Beran zu erhalten. Die Besucher aus Österrreich und der Schweiz bilden dabei immer einen großen Anteil.
Erstmalig stellten Anja Beran und Vera Munderloh den jungen Lusitanohengst „Campeao“ im Programm vor. Das Anreiten eines rohen Pferdes, lautete das Thema für den hübschen Palomino. Gelassen, willig und schon recht gut ausbalanciert drehte er erste Runden an Longe unter Vera Munderloh.'
Der 4-jährige Leutstettener Rapphengst „Paitas“ zeigte die nächste Stufe der Ausbildung. Die 3 Grundgangarten auf großen Linien, erste Seitengänge und Übergänge zwischen den Gangarten, sowie das Halten und Rückwärtsrichten. Der großrahmige Rappe bewegte sich sehr geschmeidig und schwungvoll unter Elevin Anna Jantscher. Schließlich konnte Anja Beran an ihm auch noch demonstrieren wie sie junge Pferde an die Piaffe heranführt und den spanischen Schritt beginnt.
Natürlich durfte auch dieses Mal Jasmin Gärtner nicht fehlen. Auf dem spanischen Hengst „Hechicero“ führte sie vor wie man geschmeidig aber auch effektiv zu Pferde sitzen sollte.
Die Arbeit an der Hand wurde wieder von Anja Beran mit dem Lusitano „Olé“ demonstriert.
Im Anschluss stellte Vera Munderloh den P.R.E.-Hengst „Ofendido“ vor. Die spezielle Gymnastik für ein Pferd mit Asymmetrien, aber auch wie hilfreich Piaffe und Passage für den Pferderücken sind wurde hier eindrücklich erläutert. Am Ende zeigten Anja Beran und Vera Munderloh noch wie man einem Pferd die Referenz beibringt, was „Ofendido“ mit Begeisterung dem Publikum vorführte.
Anna Jantscher und der Lusitanohengst „Novilunio“ waren auch dieses Mal fester Bestandteil des informativen Vormittages. Galopparbeit, bis hin zu 2-er Wechseln und Trabverstärkungen aus der Versammlung, in diesem Fall aus der Piaffe entstehend, zeigte das Paar harmonisch und routiniert.
Der Westfalenwallach „Flamingo“ hatte dieses Mal eine Premiere, denn zum ersten Mal gelangen vor Publikum eine ganze Serie von Galoppwechseln auf dem dritten Hufschlag, ohne dass „Flamingo“ auch nur ein Anzeichen von Nervosität erkennen ließ. Eine großartige Leistung für dieses sensible Pferd! Er beendete seinen Auftritt dann mit einem hervorragenden starken Trab, den Vera Munderloh aus der Passage entwickelte und auch wieder in die Passage zurückführte.
Letztes Pferd der Morgenarbeit war wie so oft, der Lusitanohengst „Pao“. Piaffe und Passage und die Demonstration des „Descente de Main“ waren das Abschlussthema.
Während der folgenden Mittagspause hatten die Gäste die Gelegenheit Gut Rosenhof zu besichtigen, aber auch die Gemälde der Berliner Künstlerin Maike Josupeit zu bewundern. Ausdrucksvolle Pferde in schwierigsten Lektionen und kräftigen Farben, prägten die Ausstellung.
Die meisten Besucher hörten sich im Anschluss noch den Vortrag von Tierarzt Georg Rattenhuber an und stellten viele Fragen zum Thema: Erste Hilfe beim Pferd.
Am 2. Oktober wird es die letzte Sonntägliche Morgenarbeit für 2011 auf Gut Rosenhof geben. Wer aber in diesem Jahr noch einmal Anja Beran über die Schulter schauen möchte hat dazu am 18. Dezember in München, im Winterbau des Circus Krone, die Gelegenheit. Dann wird sie nämlich gemeinsam mit Jana Mandana die Arbeit mit Dressurpferden, aber auch mit Freiheitspferden zeigen und erklären, und außerdem die Frage: „Klassische Dressur – sinnvoll für alle Pferderassen?“ beantworten.

Lusitanohengst "Regedor" beim passieren einer Ecke
"Regedor" im spanischen Schritt
"Regedor" im spanischen Schritt
Wälzen nach getaner Arbeit
Lusitanohengst "Campeao" an der Longe
Leutstettener Hengst "Paitas" streckt sich im Trab
Antouchieren als Vorbereitung für erste Piaffetritte
"Paitas" erlernt den spanischen Schritt
"Hechicero" im spanischen Schritt
Lusitano "Olé" zu Beginn der Arbeit an der Hand
"Olé" in der Referenz
P.R.E. Hengst "Ofendido" - geschlossenes Stehen
Ofendido im Übertreten im Trab auf der Volte
Traversale
"Ofendido" in der Passage
Galopp
Das Beibringen der Referenz mit Fußlonge
Lusitanohengst "Novilunio" im Galoppwechsel
"Novilunio" in der Trabverstärkung
"Flamingo"
Lusitanohengst "Pao"
Ausstellungsstand der Firma "Pferd und Mehr"
Vortrag von Tierarzt Georg Rattenhuber
Gemäldeausstellung der Künstlerein Maike Josupeit

Wertvoller, vierbeiniger Nachwuchs für die Anja Beran Stiftung

Hier möchten wir Ihnen unseren Neuankömmling, den Frederiksborger Hengst „Sirius“ vorstellen. Er wurde von Inka Bennemann aus Flensburg der Anja Beran Stiftung geschenkt.  Über dieses Pferd  sind wir sehr glücklich, weil unsere Stiftung helfen kann, diese vom Aussterben bedrohte Rasse wieder ins Gespräch zu bringen. Sirius ist 5 Jahre alt und wird erst jetzt angeritten. Damit hat unsere erste Elevin Anna Jantscher ein junges Pferd zur Verfügung, bei dem sie von Anfang an bei der Ausbildung mitwirken kann.

Morgenarbeit August 2011

Erstmalig fand im August eine Morgenarbeit bei herbstlichen Temperaturen und Dauerregen statt. Dennoch ließen es sich die interessierten Pferdefreunde nicht nehmen Gut Rosenhof zu besuchen, um Anja Beran bei der Arbeit zu beobachten.
Zum zweiten Mal startete das Programm mit dem jungen Lusitano „Ciclone“, mit dem Anja Beran, Vera Munderloh und Anna Jantscher die Arbeit mit einer Remonte demonstrierten. Der junge Palomino war vor dem ungewohnten Publikum zuerst noch sehr angespannt, benahm sich aber artig und schnaubte am Ende der Arbeit sogar zufrieden ab.
Ein paar Erläuterungen zum Sitz gehören obligatorisch zur Morgenarbeit. Jasmin Gärtner und der spanische Hengst „Hechicero“ standen auch dieses Mal wieder als Beispiel zur Verfügung.
Die Handarbeit bis hin zur Piaffe, Passage und Levade zeigte Anja Beran mit dem Lusitano „Olé“.
Zum ersten Mal in diesem Jahr wurde ein Friesenhengst vorgestellt: Gawain unter Anna Jantscher, zeigte wie fein und leichtrittig auch so ein großes, schweres Pferd reagieren kann. Die Piaffe und der spanische Schritt waren Höhepunkte im Repertoire von Gawain.
Für die Gäste die regelmäßig die Morgenarbeiten besuchen war es interessant den Lipizzanerhengst „Favory Toscana“ wieder zu erleben. Der talentierte Hengst zeigt sehr schön welche Fortschritte ein Pferd im Laufe der Monate machen kann, wenn es unverdorben zur Ausbildung antritt. Schöne Traversalen, Piaffe, Passage, Polkaschritt und spanischer Schritt, sowie Seitengänge im Galopp und ein sehr schöner Außengalopp gehörten zum Repertoire von „Favory“ unter Vera Munderloh. Alles sehr leicht und mühelos dargeboten.
Anna Jantscher stellte den Lusitanohengst „Novilunio“ in sehr anspruchsvoller Galopparbeit vor. Viele Traversalen mit schnellen Wechseln zum Konterschulterherein und fliegenden Wechseln dazwischen, bis hin zu Zweitempiwechseln auf der Diagonale zeigten die beiden harmonisch und elegant. Natürlich durfte auch die Piaffe und die ausdrucksstarke Trabverstärkung am Ende nicht fehlen.
Der Westfalenwallach „Flamingo“ ließ ebenfalls schöne Fortschritte erkennen, geschmeidige Wechsel im Trab zwischen Travers und Renvers, eine Passagetraversale mit guter Trabverstärkung im Anschluss, sowie sehr schöne Galoppsprünge in halben Pirouetten waren Höhepunkte. Erstmalig konnte Vera Munderloh auch Serienwechsel im Galopp auf dem Zirkel zeigen, ohne dass „Flamingo“ zu nervös wurde.
Zum Schluss demonstrierte Anja Beran wieder auf dem bewährten „Pao“ wie leicht Piaffe und Passage sein können wenn ein Pferd gymnastiziert und im Gleichgewicht ist.
Aufgrund zahlreicher Fragen aus dem Publikum wurde die Veranstaltung 45 Minuten überzogen, was sich im Nachhinein als Glück erwies, denn pünktlich zur Mittagspause hörte es endlich auf zu regnen. So konnten die Gäste doch noch einen Spaziergang über Gut Rosenhof machen oder auch die Gemälde Ausstellung der jungen Künstlerin Yvonne Gärtner besuchen, bevor der Tierarzt Georg Rattenhuber zum Thema Notfallmedizin referierte.

Lusitanohengst "Regedor" im Trab
Linksgalopp
Rechtsgalopp
Linkspirouette
Passage
Spanischer Schritt
Remonte aufgetrenst und mit Kappzaum
Satteln des jungen Pferdes
Longieren
Anhalten auf der Zirkellinie
Gewöhnung an den Reiter
Spanischer Hengst "Hechicero" im Travers
Schulterherein
Galopp
Volte im Galopp
Strecken lassen im Trab
Spanischer Schritt
Vorbereitung für die Referenz mit Fußlonge
Referenz
Lusitano "Olé" im Renvers an der Hand
Referenz
Friesenhengst "Gawain" im Schulterherein
Strecken lassen im Trab
Piaffe
Rechtsgalopp
Piaffe im Travers
Piaffe im Schulterherein
Spanischer Schritt
Spanischer Schritt
Referenz
Lipizzanerhengst "Favory Toscana" im Konterschulterherein
Zügel aus der Hand kauen lassen
Galopp
Piaffe
Spanischer Schritt
Trabverstärkung
Lusitanohengst "Novilunio" in der Trabverstärkung
Westfalenwallach "Flamingo" in der Traversale
Rechtspirouette
Traversale in Passage
Lusitanohengst "Pao" im Renvers auf einer Volte
Piaffe im "Descente de Main"
Piaffe
Entspannung im Schritt
Die ausstellende Künstlerin Yvonne Gärtner

Morgenarbeit Juli 2011

Vom Sommer gab es bei der 3. Morgenarbeit in diesem Jahr wenig zu spüren, kalte Temperaturen, aber zum Glück ohne Niederschläge. Trotzdem hielt es die zahlreichen interessierten Reiter nicht davon ab, Gut Rosenhof zu besuchen.
Nach der Einstimmung mit Lusitanohengst „Regedor“ und Anja Beran, während des Einlasses, ging es sofort mit der Demonstration des „Anreitens“ los.  Ein junger Lusitano in der seltenen Palominofarbe wurde von Vera Munderloh longiert und im Anschluss zeigte sie wie man mit ganz jungen Pferden unter dem Sattel vorgehen sollte. Trotz seines temperamentvollen Namens „Ciclone“, meisterte dieser junge Palomino seinen ersten Auftritt vor Publikum ganz gelassen.
Der gewohnte Programmpunkt über den korrekten Sitz durfte auch dieses Mal nicht fehlen und wurde wieder von Jasmin Gärtner auf dem spanischen Hengst „Hechicero“ routiniert demonstriert.
Zum zweiten Mal bei einer Morgenarbeit dabei: die verdorbene Oldenburger Stute „San Remo“. Dieses Mal bereits mit Kandare gezäumt und etwas entspannter und geschlossener vorgestellt.
Die Arbeit an der Hand zeigte Anja Beran dieses Mal mit dem Lusitano „Xailee“. Er war zwar etwas aufgeregt, aufgrund der ungewohnten Kulisse und der Zuschauer, dennoch konnten Seitengänge, Piaffe, Passage, spanischer Schritt und auch die Referenz vorgeführt werden.
„Favory Toscana“, der Nachwuchshengst vom Circus Krone, betrat als nächstes die Bahn. Hier konnte man deutlich erkennen wie spielerisch die Arbeit voranschreitet, wenn das Pferd jung und völlig unverdorben zur Ausbildung antritt. Der Lipizzanerhengst zeigte unter Vera Munderloh, sämtliche Seitengänge, Piaffe, Passage, Polkaschritt, spanischen Schritt, Außengalopp, Mitteltrab und die Referenz. Das alles mit großer Leichtigkeit und hoch motiviert.
Anna Jantscher, die erste Stipendiatin der Anja Beran Stiftung, stellte den Lusitanohengst „Novilunio“ vor. Schulterherein und Traversalen im Trab und Galopp, sowie Galoppwechsel bis 2-tempi, Trab-Piaffe Übergänge und eine schöne Trabverstärkung konnten elegant mit kaum sichtbarer Hilfengebung geritten werden.
Das letzte Pferd an diesem Vormittag war der Lusitanohengst „Super“ unter Vera Munderloh im Damensattel. Da Gut Rosenhof stets bestrebt ist Traditionen zu pflegen, hat auch das Reiten im Damensattel seinen festen Stellenwert. „Super“ konnte von seiner Reiterin in den Seitengängen, aber auch in Piaffe, Passage, Galopppirouetten und im spanischen Schritt vorgestellt werden und bot somit einen gelungen Abschluss der dritten Morgenarbeit!
Nach der Mittagspause und dem Vortrag von Tierarzt Georg Rattenhuber hatte sich noch eine große Gruppe von Besuchern zu einem geführten Rundgang über Gut Rosenhof angemeldet und konnten dabei von Anja Beran viele Hintergrundinformationen zum Hof und seinen Bewohnern erhalten.

Lusitanohengst "Regedor" in der Passage durch die Ecke
"Regedor" im Galopp
Der spanische Schritt
Satteln einer Remonte
Longieren und abgrenzen des Zirkels
Erste Reitversuche an der Longe
Galopp unter dem Reiter an der Longe
Jasmin Gärtner auf "Hechicero" im Trab
Der spanische Schritt
Das Erlernen der Referenz mit Beinschlaufe
Oldenburger Stute "San Remo" im Übertreten im Trab
"San Remo" unter Vera Munderloh
Lusitano "Xailee" in der Piaffe an der Hand
"Xailee" in ersten Passagetritten
Der spanische Schritt
Die Referenz
Lipizzanerhengst "Favory Toscana" und Vera Munderloh
"Favory Toscana" im Schulterherein im Galopp
Piaffe mit Unterstützung vom Boden
Der spanische Schritt
Lusitanohengst "Novilunio" unter Anna Jantscher
"Novilunio" in der Trabverstärkung
Lusitanohengst "Super" unter dem Damensattel
"Super" in der Passage
Passage
"Super" und Vera Munderloh im Linksgalopp
Der spanische Schritt

Neues Pferd für die Stiftung

Ingunn Rina Heimdal aus Norwegen, hat den 2-jährigen Friesen „D´Artagnan“ der Anja Beran Stiftung geschenkt. Am 19. Juni kam der junge Hengst aus Oslo auf Gut Rosenhof an, wo er das nächste Jahr noch mit anderen Pferden, Ziegen und Kamelen im Offenstall aufwachsen darf. Pferd und ehemalige Besitzerin sind sichtlich erleichtert und froh die lange Reise hinter sich zu haben.

Workshop Juni 2011

Der erste englischsprachige Workshop vom 20.-25. Juni 2011 war ein großer Erfolg für Gut Rosenhof und sein Team.
Anja Beran war sehr stolz Gäste aus: Italien, Frankreich, Österreich, Norwegen, Holland, England, Tschechien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Russland, Ukraine, Washington, Texas und Südafrika begrüßen zu dürfen.
Sechs Stunden täglich demonstrierten Anja Beran und ihr Team die klassische Ausbildung vom Anreiten bis zur höchsten Stufe. Aber auch die Arbeit mit verdorbenen Pferden wurde gezeigt und ausführlich erläutert. Nach jedem Ritt hatten die Gäste die Möglichkeit Fragen zu stellen.
An einem Abend gab es außerdem noch einen ausführlichen Vortrag zur Geschichte der klassischen Dressur.
Zur Entspannung war ein Tagesausflug zum berühmten Schloss Neuschwanstein, in die Wieskirche und nach Oberammergau organisiert, natürlich unter englischsprachiger Reiseleitung.
Die Atmosphäre war  toll und es wurden viele neue Freundschaften unter den Teilnehmern geschlossen – klassisches Reiten verbindet!
Alle Teilnehmer baten um eine Wiederholung der Veranstaltung im nächsten Jahr und fuhren mit vielen neuen Erkenntnissen und voller Inspiration nach Hause. 

Morgenarbeit Juni 2011

Die zweite Morgenarbeit in diesem Jahr auf Gut Rosenhof bot einige Besonderheiten:
Die Arbeit mit einer Remonte wurde von Anja Beran und ihrem Team mit einem „Leutstettener Hengst“ demonstriert. Die Leutstettener Zucht basiert auf ungarischen Pferden. Das bayerische Königshaus unterhielt in der Vergangenheit in Ungarn ein Gestüt mit über 400 Pferden für die bayerische Armee. Inzwischen zählt die Rasse zu den gefährdeten Haustierrassen und es gibt nur noch wenige Exemplare. Der schwarze, großrahmige Hengst „Pajtas“ ist einer der letzten dieser Art, und konnte die Gäste durch Schönheit, sowie ein gelassenes Interieur überzeugen.
Ohne einen korrekten, effektiven Sitz kann man kein Pferd ausbilden, das war das Credo der folgenden Demonstration. Jasmin Gärtner auf dem spanischen Hengst „Hechicero“ zeigte worauf es ankommt, während Anja Beran die wichtigsten Kriterien hinsichtlich Sitz und Einwirkung erläuterte.
Zum ersten Mal stellte Vera Munderloh die Oldenburger Stute „San Remo“ vor. Die schicke Warmblutstute war schlimmsten Misshandlungen ausgesetzt und galt als unreitbar. In mühseliger Kleinarbeit gelang es allmählich wieder aufzusteigen und ohne Zügelkontakt ein paar Runden zu reiten. Inzwischen kann aber mit der Gymnastizierung begonnen werden: „San Remo“ lässt die ersten Seitengänge zu, reagiert gut auf die Hilfen nach „vorne“ und gewinnt immer mehr Vertrauen.
Anhand dieser Stute erklärte Anja Beran wie man am besten mit verdorbenen Pferden die Arbeit wieder aufnimmt und das Ruhe und Geduld die wichtigsten Faktoren sind, um Erfolg zu haben.
Olé, der Lusitano von Anja Beran, war auch dieses Mal mit dabei und gab Einblicke in die Arbeit an der Hand.
Im Anschluss ritt Vera Munderloh den Cartujano-Hengst „Maestro“. Seitengänge zur Korrektur der natürlichen Schiefe waren das erste Thema der Vorstellung. Der Zusammenhang zwischen Piaffe, Passage und dem starken Trab bildete einen weiteren Schwerpunkt, wobei „Maestro“ sowohl in der Versammlung als auch in der Verstärkung glänzen konnte. Außengalopp und fliegende Wechsel auf der Zirkellinie folgten und zum Schluss zeigte „Maestro“ den Polka Schritt, eine Vorstufe zum spanischen Schritt und schließlich die Anfänge zum spanischen Trab, auch gestreckte Passage genannt. 
Anna Jantscher und der Lusitanohengst „ Novilunio“ kamen als nächstes in die Bahn. Die Bedeutung von Biegeübungen, besonders für schwere Hengsthälse, warellungn ein Teil der Lösungsphase. Danach wurden Schulterherein und Traversalen, sowohl im Trab als auch im Galopp gezeigt und die Entwicklung von Serienwechseln, bis hin zu 2-tempi Wechseln, auf der Diagonalen vorgeführt.
Übergänge Trab-Piaffe-Trab und schließlich ein schwungvoller starker Trab waren der Höhepunkt der Vorstellung.
„Flamingo“ das einstige Problempferd, zeigte seine Fortschritte unter seiner ständigen Reiterin Vera Munderloh, vom Ansatz zur Pirouette bis hin zur Passagetraversale, lässt sich der sensible westfälische Fuchswallach inzwischen überreden.
Das letzte Pferd an diesem Vormittag war der Lusitanohengst „Pao“ unter Anja Beran. Nach dem Aufwärmen und Lösen in den diversen Seitengängen im Schritt, veranschaulichte die Gastgeberin das „Descente de Mains“  des französischen Reitmeisters „La Guérinière“. Sie entließ „Pao“ immer wieder kurzfristig in die „Freiheit auf Ehrenwort“ wie es die alten Reitmeister nannten, indem sie im Moment höchster Versammlung, also in Piaffe und Passage, die Einwirkung von Hand und Bein vollständig aussetzte und „Pao“ selbständig weiter arbeiten ließ. Routine und Professionalität erlaubten ihr während dieser schwierigen Lektionen mittels Headset den Zuschauer das Gezeigte zu erläutern.
Nach der Mittagspause, die um kurz vor zwei durch einen heftigen Hagelschauer abrupt beendet wurde, hielt der Tierarzt Georg Rattenhuber einen Vortrag über „Erste Hilfe“ beim Pferd.
In der Longierhalle konnte man dieses Mal farbenfrohe Gemälde des polnischen Künstlers Zenon Aniszewski bewundern.

Lusitanohengst "Regedor" in der Passage
Regedor in der Pirouette
Begrüßung der Gäste
Anlongieren einer Remonte
Erstes Aufsitzen
Erläuterungen zum Sitz
P.R.E.-Hengst "Hechicero" im Trab
Hechicero im Galopp
Das Beibringen der Referenz
Oldenburger-Stute "San Remo" in der Traversale im Schritt
Erklärungen zum Pferd
San Remo beim Übertreten im Trab
San Remo im Trab
Lusitano "Olé" in der Passage an der Hand
Der spanische Schritt
Die Referenz
Cartujano-Hengst "Maestro" im Schenkelweichen im Trab
Maestro in der Trabverstärkung
Maestro im Galopp
Die Piaffe
Maestro im Trab
Lusitanohengst "Novilunio" in der Traversale
Schulterherein im Trab
Schulterherein im Galopp
Galopptraversale
Rechtsgalopp
Zügel aus der Hand kauen lassen
Novilunio in der Trabverstärkung
Trabverstärkung
Westfalenwallach "Flamingo" in der Traversale
Flamingo in der Pirouette
Schulterherein im Galopp
Lusitanohengst "Pao"
Kunstausstellung
Die Führanlage als Kunsthalle

Morgenarbeit Mai 2011

Pünktlich zum Muttertag öffnete Gut Rosenhof wieder seine Pforten zur Sonntäglichen Morgenarbeit.
Bei sommerlichen Temperaturen hatten die zahlreichen Besucher das Vergnügen die Parkanlage rund um den Hof, aber auch seine tierischen Bewohner kennen zu lernen.
Die Ausstellung der wunderschönen Pferde-Skulpturen des Bildhauers Wolfgang Schaller, waren eine weiter Sehenswürdigkeit an diesem Sonntag.
Während des Einlasses, zur Einstimmung der Gäste, wurden die beiden Hengste Leviton und Pao von Vera Munderloh und Anja Beran gearbeitet.
Nach der Begrüßung durch den Hausherren Prof. Volkmar Nüssler, eröffnete Anja Beran das Programm mit einer Demonstration des Anreitens. Ein junger P.R.E. Wallach präsentierte sich schon recht ausbalanciert am Kappzaum an der Longe, auch mit unserer Stipendiatin Anna Jantscher im Sattel ging er gehorsam und konzentriert in den 3 Grundgangarten, wobei die Reiterin stets bemüht war noch nicht schwer einzusitzen und den Rücken des Pferdes möglichst frei zu halten.
Der Lipizzaner Hengst Favory Toscana zeigte dann bereits fortgeschritten Arbeit. Nur mit einer Trense gezäumt, zeigte er Seitengänge im Schritt, Trab und Galopp, während Anja Beran den Sinn und die Möglichkeiten erläuterte die die Seitengänge dem Ausbilder bieten um das Pferd gerade zu richten.
Außengalopp, Piaffe und Passage, sowie der im Zirkus beliebte „Polka Schritt“, aber auch der spanische Schritt gehörten zum Programm. Am Ende zeigten Vera Munderloh und Anja Beran noch wie man einem Pferd die Referenz (das Hinknien) beibringt und Favory machte dabei begeistert mit!
Ein Pferd das mit Problemen im Schritt in den Beritt kam, war als nächstes an der Reihe. Rubio ein stattlicher P.R.E.- Hengst unter Steffi Fuchs, zeigte wie sehr die klassische Dressur einem Pferd helfen kann, wieder seinen reinen Gang zu finden. Welche Übungen für solche Pferde wichtig sind und was korrekte Gymnastizierung bewirken kann wurde an diesem Beispiel eindrucksvoll demonstriert.
Ohne einen gefühlvollen und effektiven Sitz nützt aber jegliches Wissen um die Ausbildung nichts. Jasmin Gärtner auf dem spanischen Hengst „Hechicero“ bewies elegantes, geschmeidiges Einwirken im Schritt, Trab und Galopp und den Zuschauern wurde deutlich, dass Reiten Körpersprache ist und nicht nur aus Hand- und Schenkelhilfen besteht.
Der Lusitano Olé, vorgestellt von Anja Beran an der Hand, durfte auch dieses Mal nicht fehlen. Seitengänge, Piaffe, Passage, Galopp, spanischer Schritt, Levade und die Referenz zeigte er auf leise Signale seiner Ausbilderin.
Lusitanohengst „Novilunio“ unter Anna Jantscher war das nächste Pferd in der Bahn. Ausdrucksvoll und routiniert zeigte er schöne Traversalen im Trab und Galopp, Galoppwechsel bis zu 2-Tempi, einen schönen Übergang vom Trab zur Piaffe und wieder in den Trab, um so gestärkt auf die Diagonale in den starken Trab zu gehen.
Letztes Pferd des 2-stündigen Seminars war der Westfalen Wallach „Flamingo“ unter Vera Munderloh. Allmählich können die Früchte der geduldigen Ausbildungs- und Korrekturarbeit geerntet werden: Flamingo fängt an die Galoppwechsel gelassen zu springen, erste Ansätze zur Pirouette gelingen und die Passage kann er nun schon während einer Traversale zeigen. Eine Freude ihm dabei zu zusehen und beachtenswert auch die unsichtbare Hilfengebung seiner Reiterin. Was beweist, dass auch deutsche Warmblüter mit feinster Hand zu reiten sind. Auf diese Tatsache wurden wir übrigens am Ende der Veranstaltung mehrfach angesprochen – die Zuschauer haben das positiv und teilweise überrascht zur Kenntnis genommen!
Nach einer einstündigen Mittagspause gab es noch einen sehr informativen Vortrag zum Thema „Erste Hilfe beim Pferd“, gehalten von Georg Rattenhuber.
Am 5. Juni ist bereits die nächste „Sonntägliche Morgenarbeit“ und das Rosenhof Team freut sich schon jetzt auf viele Gäste und hoffentlich tolles Wetter.

Lusitanohengst "Pao" in der Pirouette
"Pao" im Galopp
P.R.E.-Hengst "Leviton" im Übertreten im Trab
"Leviton" in der Passage
"Leviton" im Galopp
"Pao" im spanischen Schritt
"Leviton" im Schulterherein
Begrüßung durch Prof. Nüssler
Erklärung zum Kappzaum
Satteln einer Remonte
Ablongieren ohne Reiter
Anreiten an der Longe
Lipizzanerhengst "Favory Toscana" im Schenkelweichen im Schritt
"Favory Toscana" in der Traversale
Zügel aus der Hand kauen lassen
Anpiaffieren
"Favory Toscana" im Linksgalopp
Galopp
Schulterherein im Galopp auf dem Zirkel
Linksgalopp
"Favory Toscana" in der Passage
Anpassagieren
Das Erlernen der Referenz
P.R.E.-Hengst "Rubio" im Trab
"Rubio" im Galopp auf einer Volte
Galopp
Erläuterungen zum Sitz
P.R.E.-Hengst "Hechicero" im Schulterherein auf dem Zirkel
"Hechicero" im spanischen Schritt
Der spanische Schritt
Die Referenz
Passage an der Hand
Olé in der Pesade
Lusitanohengst "Novilunio" in der Traversale
Galopp
Strecken lassen im Trab
"Novilunio" in der Trabverstärkung
Trabverstärkung
Westfalenwallach "Flamingo" im Übertreten im Schritt
Übertreten im Trab
Ansätze zur Galopppirouette
Versammelter Trab
"Flamingo" in der Passage Traversale
Bildhauer Wolfgang Schaller inmitten seiner Skulpturen

Kurs in Dubai

Das Jahr 2011 soll eigentlich der Arbeit auf dem Rosenhof gewidmet sein - mit einer Ausnahme: Von 23. bis 27.03. war Anja in Dubai, um dort den schon sehr, sehr lange erbetenen Lehrgang zu geben. Es hat Spaß gemacht und irgendwann in hoffentlich nicht all zu ferner Zukunft wird Anja auch dort hin wieder zurück kehren.

 

Ein weiterer Nachwuchs für die Anja Beran Stiftung

Noch ist er ein zweijähriger Pferdeknabe und spielt auf einer großen Koppel in Norwegen. Doch in zwei Jahren soll er eine Box auf Anja Berans Rosenhof beziehen und zum Schulpferd ausgebildet werden: D’Artagan, der 2009 geborene Friesenhengst, den die norwegische Tierärztin Dr. Ingunn R R Heimdahl der Stiftung geschenkt hat.

 

Die klassische Dressur zu erhalten und ihre Grundlagen wieder in die Welt hinaus zu tragen, ist die Aufgabe, die sich die Anja Beran Stiftung gesetzt hat. In Norwegen ist sie damit offenkundig schon angekommen, denn dort lebt die Tierärztin Ingunn R R Heimdahl. Sie hat vor zwei Jahren einen Absetzer gekauft – den Friesenhengst D’Artagan von Gjalt 426 aus der Avalon av Valhall. Noch spielt er auf ihrer Koppel, doch Ingunn Heimdahl hat beschlossen, den Schwarzen, sobald er erwachsen ist, gen Deutschland auf die Reise zu bringen. Er ist ihr großzügiges Geschenk zur Unterstützung der Anja Beran Stiftung.

 

Anja Beran freut sich sehr über D’Artagan. „Mit ihm“, so sagt sie, „bekommt unsere erste Stipendiatin die Möglichkeit, an der Ausbildung von zwei jungen Pferden von Beginn an mitzuwirken und den Verlauf über fünf bis sechs Jahre zu verfolgen.“ D’Artagan erwartet nämlich auf dem Rosenhof dann gleichalte Gesellschaft: Nadal. Der braune Andalusier war ebenfalls ein Geschenk an die Stiftung.

Unser Lusitanohengst Ramses im Zirkus Krone

Im Monat März ist unser goldfarbener Lusitanohengst Ramses unter Juniorchefin Jana Mandana, im Zirkus Krone in München, zu bewundern!

Stipendiatin bei der Anja Beran Stiftung

Die Ausbildung der klassischen Ausbilder zu fördern ist eines der Hauptziele der 2009 gegründeten Anja Beran Stiftung, bei der man sich nun darüber freut, die erste Stipendiatin präsentieren zu dürfen.
Die 22jährige Österreicherin Anna Jantscher hat es geschafft, nach einem Praktikumsjahr als erste, von der Stiftung geförderte Elevin auf Gut Rosenhof aufgenommen zu werden. Sie freut sich jetzt auf eine fünfjährige Ausbildung unter Anleitung von Anja Beran.

Nobles Geschenk

Vierbeiniger Nachwuchs für die Anja Beran Stiftung

Die Schweizer Züchterin Tina Gmür überlässt der Anja Beran Stiftung einen PRE-Hengst als künftiges Lehrpferd für die Eleven.

Noch lebt er zusammen mit seinen Pferdekumpels auf den großzügigen Koppeln des kleinen PRE-Gestütes Hof Neuguet in der Nähe von Zürich. Doch auf den 17 Monate alten PRE-Hengst Nadal wartet eine große Zukunft: Der schicke Braune aus bestem Hause – Nadal ist ein Sohn des Islero XLVII aus der Stute Galatea XIX, die wiederum auf Yeguada Maria Fernanda de la Escalera und den Yeguada Militar Hengst Maluso, Vater mehrerer Grand Prix Champions zurückgeht – wurde von seiner Züchterin Tina Gmür ausgewählt, einmal die Farben ihres Gestüts bei der Anja Beran Stiftung zu vertreten.
Tina Gmürs größtes Anliegen ist es nämlich, nicht nur elegante, gangstarke, sondern vor allem rittige Pferde mit noblem, umgänglichem Charakter zu züchten. „Darum kommen bei uns – im Gegensatz zu spanischen Gestüten – auch die Stuten unter den Sattel. Nur so kann man ihre Rittigkeit beurteilen“, sagt sie. „Neben dem guten Charakter und der Rittigkeit steht für uns ein möglichst optimales Exterieur mit gutem Fundament, ausgeprägter Kruppe, guter Winkelung der Hinterhand und starkem Rücken im Zentrum.“
Nadal, im Bauch seiner Mutter Galatea XIX aus Spanien importiert, verspricht all‘ diese Qualitäten. „Und weil wir die klassische Dressur unterstützen wollen, haben wir beschlossen, ihn der Anja Beran Stiftung als künftiges Lehrpferd zu schenken“, sagt Tina Gmür. Sie weiß ebenso gut wie Anja Beran, dass die Qualität der künftigen Ausbilder, die bei der Beran Stiftung lernen sollen, auch davon abhängen wird, was für Lehrpferde ihnen zur Verfügung stehen.

Unterstützung auch aus Italien

Wir danken Herrn Dr.med. Mario Palma, der seinen Kladruber-Wallach Generale Cassa, den Eleven der Anja Beran Stiftung zur Verfügung stellt!
Generale Cassa wurde auf Gut Rosenhof ausgebildet und kann nun der künftigen Ausbildergeneration wertvolle Dienste leisten.

Manege frei für die klassische Dressur

1. Fachtagung der Anja Beran Stiftung im Circus Krone in München

Am 5. Dezember 2010 lud die Anja Beran Stiftung zu  ihrem ersten Fachtag in den Münchner Circus Krone ein. „Pferdeausbildung mit Gefühl und Respekt“ lautete der Titel des Programmes, das Anja Beran gemeinsam mit der Krone-Junior Chefin Jana Mandana Lacey-Krone kreierte.
Zu Beginn der Veranstaltung gewährte eine Power Point Präsentation  Einblicke in die Geschichte und Inhalte der klassischen Dressur. Eine knappe Stunde lang referierte Anja Beran lebhaft und anschaulich zum Thema und ließ viele Erfahrungen aus ihrem Alltag einfließen.
Im Anschluss erfolgte die praktische Umsetzung:  Das Anreiten einer Remonte, vom ersten Satteln bis zum Aufsitzen des Reiters und den anfänglichen Reitversuchen an der Longe, wurde demonstriert und ausführlich erklärt. Routiniert und geschickt verhielt sich Astrid Galipo im Sattel. Die ungewohnte Kulisse war nicht ganz einfach für den erst vierjährigen Lusitano, doch er vertraute seiner Ausbilderin und meisterte die Situation sehr gut.
Der Cartujano Hengst Maestro zeigte sich bereits als fortgeschrittene Remonte: Seitengänge im Schritt und Trab, Tempounterschiede, Innen- und Außengalopp und einen ersten fliegenden Wechsel standen bereits auf seinem Programm und wurden souverän von ihm vorgeführt. Das Antouchieren für die ersten Piaffe- und Passagetritte gelang hervorragend, Maestro blieb ruhig und locker. Anja Beran nützte das, wieder einmal die Bedeutung von Lob für die Motivation des Pferdes hervorzuheben. Zum Schluss von Maestros Vorstellung zeigten sie und Bereiterin Vera Munderloh noch, wie sie den Pferden die Referenz beibringen. Maestro ließ sich nicht zweimal bitten:  Mit Fußlonge und Futter kniete er vor dem begeisterten Publikum.
Natürlich durfte bei der Fachtagung auch die Handarbeit mit dem Lusitano „Olé“ nicht fehlen. Der elegante Schimmel hatte sichtlich Freude daran, Seitengänge, Galopp, Piaffe, Passage, Levade, spanischen Schritt und die Referenz mit spielerischer Leichtigkeit und ohne sichtbare Einwirkung von Anja Beran vorzuführen.
Die Mittagspause gab den Gästen Gelegenheit, sich auszutauschen, einen Imbiss einzunehmen oder an den Ständen, die im Rundgang rund um die Manege aufgebaut waren, Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Danach ging’s mit neuem Elan in den zweiten Teil der Fachtagung. Dabei ging es um den Sitz des Reiters, wobei Jana Mandana Lacey-Krone und ihr 24-jähriger Lipizzanerhengst Favory Servola das „Demonstrationsobjekt“ waren, an dem Anja Beran und die Pferde-Physiotherapeutin Sonja Leitenstern die wichtigsten Kriterien eines guten Sitzes,, vor allem auch im Hinblick auf die Schonung des Pferderückens, erläuterten. Das Modell einer menschlichen Wirbelsäule half das Gesagte zu Veranschaulichen.
Wie leicht ein Pferd in höchster Versammlung vorgestellt werden kann, zeigte Anja Beran auf dem erfahrenen Lusitanohengst Pao. Vom Sattel aus kommentierte sie ihre Hilfengebung für Piaffe und Passage, während Pao scheinbar mühelos diese schweren Lektionen in der  Manege darbot. Der Zirkel im Circus hat übrigens gerade mal einen Durchmesser von 12 Metern.
Westfalen-Wallach Flamingo unter Vera Munderloh schnupperte als nächster Zirkusluft – und das einstige als „Problempferd“ geltende Pferd bewies, was Geduld, Gefühl und Ruhe bewirken können . Obwohl der elegante Fuchs seine hohe Sensibilität nicht verbergen konnte, meisterte er seinen ersten Auftritt in einer Manege souverän. Seitengänge, Piaffe, Passage, spanischer Schritt und spanischer Trab, aber auch ein versammelter Galopp auf einer Volte und schließlich gelassenes Galoppieren am hingegebenen Zügel präsentierte er ausdrucksvoll und mit Leichtigkeit.
Das letzte Reitpferd des Fachtages war der 23-jährige Lipizzanerhengst Siglavy Dagmar aus dem Krone Marstall. Seine Reiterin Jana Mandana Lacey-Krone stellte ihn vor allem in der Galopparbeit vor. Traversalen, Pirouetten und Galoppwechsel bis hin zu Ein-Tempi-Wechseln um den ganzen Zirkel gelangen in Perfektion. Einmal mehr bewiesen die beiden Lipizzanerhengste vom Circus Krone die Bedeutung einer korrekten klassischen Ausbildung: Mit über 23 Jahren sind sie beide noch kerngesund und voll einsatzfähig!
Auffällig war während aller Ritte die entspannte, ruhige Atmosphäre und die große Harmonie die zwischen Pferden und Reitern herrschte, sowie die große Leichtigkeit, mit der auch die schwierigsten Lektionen präsentiert werden konnten!
Im letzten Teil der Veranstaltung gab es für die vielen aufmerksamen Gäste Einblick in einen Teil der Pferdewelt, der Reitern üblicherweise nicht vertraut, aber daher um so faszinierender ist: Freiheitsdressur. Jana Mandana Lacey-Krone begann ihre Demonstration mit dem gekörten Shetland-Hengst Fury, der als Anfänger gerade das „ABC der Freiheitsdressur“ lernt: An der Longe gehen, Durchparieren und Appell, sprich: Auf Anruf mit dem Namen reagieren und zum Ausbilderin die Mitte marschieren (was natürlich mit einem Leckerli belohnt wird).
Zwei junge Araberhengste aus dem Haupt- und Landgestüt Marbach betraten als nächstes die Manege. Mit viel Temperament und jugendlichem Übermut führten sie bereits schwierigere Choreographien wie Volten und nebeneinander gehen vor.
Schließlich gesellten sich noch sechs weitere Araber Hengste dazu und wurden von Jana Mandana Lacey-Krone souverän in den verschiedensten Figuren vorgestellt.
Höhepunkt jeder Freiheitsdressur ist dann das Steigen und natürlich durfte es auch hier nicht fehlen. Mit einem ihrer Hengste führte sie vor, wie diese imponierende Übung erarbeitet wird und worauf dabei zu achten ist. Der wichtigste Punkt für die anwesenden Reiter: Bitte nicht zuhause nachmachen! Steigen soll nämlich niemals einem Pferd beigebracht werden, das unter dem Sattel arbeiten soll. Das könnte gefährlich werden. Im Zirkus werden darum nur ungerittene Pferde in der Freiheitsdressur als Steiger dressiert.
Ein rasant steigender Schimmel, der die ganze Manege auf den Hinterbeinen durchquerte, bildete das Schlussbild dieses informativen Tages.
Mit einem Riesenapplaus bedankte sich das Publikum bei Jana Mandana Lacey-Krone und Anja Beran für diese gelungene Premiere und jede Menge Anregungen für die Arbeit zuhause. Und die kamen offensichtlich an, denn nach Ende der Vorstellung warteten im Foyer unzählige Besucher auf die Damen, um noch Fachfragen loszuwerden.
Aufgrund des Erfolges und der Nachfrage war schnell klar, dass es auch im Winter 2011 wieder einen Fachtag der Anja Beran Stiftung im Circus Krone geben wird. Wir freuen uns schon darauf und wünschen Ihnen allen ein GESUNDES, GLÜCKLICHES 2011.

SZ-Bericht über die 1. Fachtagung der Anja Beran Stiftung (Bitte HIER klicken)

Stand der Firma "Pferd und Mehr"
Ausschnitte der Kunstausstellung
Infostand der "Anja Beran Stiftung"
Erklärung zum Kappzaum
Erstes Satteln einer Remonte
Longieren der Remonte
Longieren
Das Anreiten
Erste Schritte unter dem Reiter
Cartujano Hengst Maestro - geschlossenes Stehen
Antouchieren für die Piaffe
Lusitano Olé
Levade an der Hand
Die Referenz
Lipizzaner Hengst Favory Servola im Trab
Erläuterungen zum Sitz am Wirbelsäulenmodell
Favory Servola im Galopp
Lusitanohengst "Pao" in der Piaffe
Westfalenwallach "Flamingo" im Übertreten
"Flamingo" im Galopp
"Flamingo" in der Piaffe
"Flamingo" in der Passage
"Flamingo" im Arbeitstrab
Siglavy Dagmar, Galopp im Travers auf einer Volte
Linksgalopp
Siglavy Dagmar in Einerwechseln
Ponyhengst Fury bei der Grundausbildung
Appell
Belohnung
Marbacher Araberhengste Isaam und Jassi
Appell
Isaam und Jassi lernen nebeneinader zu gehen
Isaam und Jassi
Acht Araberhengste zusammen
Aufstellung
Par Deux
Par Six
Steigen
Pause
Strecken lassen nach der Arbeit
Junger Hengst beim Erlernen des Steigens mit 2 Longen
Erfahrener Steiger

Morgenarbeit Oktober 2010

Goldene Oktobersonne und strahlend blauer Himmel empfing die Gäste der letzten sonntäglichen Morgenarbeit auf dem Rosenhof in diesem Jahr. Dementsprechend war Anja Berans Reithalle auch wieder einmal bis auf den letzten Platz gefüllt und die Zuschauer zeigten sich nicht nur als sehr interessierte Beobachter, sondern stellten auch eifrig Fragen, die Anja Beran in gewohnter Ausführlichkeit beantwortete.
Dabei wurde wie immer für jeden Pferdefreund und Reiter etwas geboten. Das Spektrum reichte vom Anreiten zum Anpiaffieren, aber auch die Arbeit mit verdorbenen Pferden war ein Thema. Das Team um Anja Beran sorgte einmal mehr für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung und präsentierte die einzelnen Pferde kompetent und routiniert.
In der Mittagspause hatten die Gäste die Gelegenheit, die Werke der Künstlerin Monika Bartsch aus Karlsruhe zu bewundern und einen Spaziergang über die gepflegte Anlage von Gut Rosenhof zu machen, bevor um 14.00 Uhr ein Vortrag vom Tierarzt Georg Rattenhuber folgte.
Für 2010 war es das mit der sonntäglichen Morgenarbeit. Doch der Rosenhof wird nicht im Winterschlaf versinken, ganz im Gegenteil. Während es mit der sonntäglichen Morgenarbeit erst im Mai 2011 weitergeht, wird Anja Beran ihre Arbeit am 5. Dezember 2010 bei der ersten Fachtagung der Anja Beran Stiftung im Münchner Circus Krone präsentieren. Zusammen mit Krones Juniorchefin Jana Mandana wird Anja Beran sowohl Einblicke in die klassische Dressur wie auch in die Freiheitsdressur von Pferden geben.

P.R.E.-Hengst "Leviton" im Schulterherein
"Leviton" im Galopp
Lusitanohengst "Regedor" in der Passage
Galoppwechsel auf dem 3. Hufschlag
"Regedor" im Galopp
Erklärung zum Kappzaum
Anreiten einer Remonte
Scherz am Rande
P.R.E.-Hengst "Offendido" im Schulterherein
"Offendido" im Galopp
Zügel aus der Hand kauen lassen
Abstreichen mit der Gerte
Erste Piaffetritte
Anpassagieren auf einer Volte
Erste Passagetritte
Der Beginn des spanischen Schrittes
Spanischer Schritt
Das Erlernen der Referenz
Lusitanohengst "Novilunio" im Traversgalopp
"Novilunio" im Galopp
Lusitano "Olé" im Renvers an der Hand
Galopp an der Hand
Piaffe am Halsring
Lusitanohengst "Ramsès" im Trab
Schulterherein
Linksgalopp
Rechtsgalopp
Zügel aus der Hand kauen lassen
Westfalenwallach "Flamnigo" im Schulterherein im Galopp

Morgenarbeit September 2010

Der ausklingende Sommer und die Chance, sich Anregungen und Eindrücke zum Thema klassische Dressur zu verschaffen, lockte am ersten Sonntag im September wieder viele Gäste auf den Rosenhof.
Sie bekamen eine ganze Menge zu sehen: Praktische Darbietungen über das ganze Spektrum der klassischen Dressur – die Remonte beim Anreiten bis hin zur Hohen Schule der Dressur mit bereits fortgeschrittenen Pferden. Dazu erläuterte Anja Beran die Theorie, erklärte die Vorgehensweise und zeigte die besonderen Klippen in der Ausbildung auf. Das verdeutlichte sie dann noch mit der Vorführung von Problempferden, für die Anja Beran Lösungsansätze mit Ruhe, Geduld und Gymnastizierung als Basis hat.
Die fachkundigen Besucher konnten nach jedem Pferd ihre Fragen loswerden und konnten somit wertvolle Ratschläge für ihre Arbeit mit den eigenen Pferden mit nach Hause  nehmen.
Nach dem zweistündigen Programm gab es eine Mittagspause und im Anschluss referierte der Tierarzt Georg Rattenhuber über Zahnheilkunde beim Pferd.
Während der Pause hatten die Besucher außerdem die Gelegenheit sich bei der Firma „Pferd und Mehr“ ausführlich über den Passier Sattel „Anja Beran“ zu informieren.
Die Künstlerin Maike Josupeit aus Berlin hatte in der Rundhalle ihre Werke ausgestellt und diese waren ganz den berittenen Hirten und Rindern der italienischen Maremma gewidmet.
Das wunderschöne Wetter lud die Besucher zu einem Rundgang auf Gut Rosenhof ein, wobei sie sich besonders an unserem „Zoo“ mit Zwergkaninchen, Hühnern, Enten, Tauben, Hängebauchschweinen und Rothirschen erfreuten.

Eingang zur Kunstausstellung
Lusitano "Regedor" im Trab
"Regedor" im Trab auf dem Zirkel
Linksgalopp
Rechtsgalopp
Erläuterung zum Kappzaum
Das erste Satteln
Remonte im Trab an der Longe
"Favory Toscana" in Dehnungshaltung
Erste Piaffetritte
Beginn des spanischen Schrittes
Fragen aus dem Publikum
Lusitano "Novilunio" im Schulterherein im Galopp
Rechtsgalopp
Zügel aus der Hand kauen lassen
Gewöhnen an die Touchierpeitsche
"Olé" in der Passage an der Hand
Referenz
Lusitano "Ramsès" im Galopp
Strecken lassen im Trab
Spanischer Trab
Stand der Firma "Pferd und Mehr"

Morgenarbeit August 2010

Am ersten Sonntag im August öffnete Gut Rosenhof wieder seine Pforten zur Sonntäglichen Morgenarbeit.
Bei schönstem Sommerwetter und voll besetzter Tribüne konnten Anja Beran und ihr Team Einblicke in die Klassische Dressur gewähren. Das Programm begann wie immer mit Anja Beran und ihrem imposanten Lusitanohengst Regedor, den sie während des Einlasses ritt.
Nach der Begrüßung durch Professor Volkmar Nüssler kam Phönix. Mit dem dreijährigen Appaloosa demonstrierte Anja Beran die ersten Schritte an der Longe, das Satteln und die Gewöhnung an den Reiter. Vor allem wies Anja Beran darauf hin, was man mit einem jungen Pferd auf alle Fälle vermeiden sollte und was als ABC der Grundausbildung unbedingt nötig ist.
Im Anschluß stellte Vera Munderloh den Lipizzanerhengst Favory Toscana vor. Der elastische Hengst beherrscht inzwischen erste Seitengänge im Schritt und Trab, sicheres Angaloppieren, aber auch schon Ansätze von Piaffe, Passage und spanischem Schritt. Schließlich demonstrierte Anja Beran mit ihm auch noch, wie sie einem Perd eine typische Zirkuslektion, nämlich die Referenz, beibringt.
Der Lusitanohengst Novilunio unter Astrid  Galipo war als nächster an der Reihe. Nach der Lösungsphase zeigte er bereits Seitengänge im Galopp, den Außengalopp und schöne fliegende Wechsel.
Das Stammpublikum bei der Sonntäglichen Morgenarbeit wartet schon immer auf ihn:Olé, Anja Berans charmanter Lusitano-Schimmel, gehört immer dazu. An der Hand und mit bloßem Halsring zeigt er feine Reaktionen und viel Einsatz durch sämtliche Lektionen.
Ebenso wie Olé gehört der Falbhengst Ramsés zu den Routiniers in der Vorstellung. Jasmin Gärtner lieferte auf ihm eine beeindruckende Vorstellung zur Demonstration eines ruhigen, geschmeidigen Reitersitzes. Fliegende Wechsel auf einem Zirkel, Spanischer Schritt und Spanischer Trab sind Ramsés‘ Glanzlektionen, die er wieder mal mit viel Verve absolvierte.
Letztes Pferd der Morgenarbeit war der Westfale Flamingo unter seiner ständigen Reiterin Vera Munderloh. Unser ehemaliges Sorgenkind bewies Nerven. Obwohl er explosiv war, blieb er kontrollierbar und zeigte – erstmalig vor großem Publikum - ruhig gesprungene fliegende Wechsel und seinen beeindruckenden, aus der Passage entwickelten, starken Trab.
In der Mittagspause hatten die Gäste Gelegenheit, die Werke der bekannten Pferdemalerin Renate Blank zu bewundern, bevor es um 14.00 Uhr mit einem Vortrag vom Tierarzt Georg Rattenhuber zum Thema „Zahngesundheit beim Pferd“ weiter ging.
Die meisten Gäste blieben noch lange auf Gut Rosenhof auf und genossen es, in der gepflegten Anlage spazieren zu gehen und die Pferde und all die anderen Tiere zu betrachten.

Erklärungen zum Kappzaum
Das Anreiten - Appaloosa "Phönix"
Erster Galopp unter dem Reiter
Lipizzanerhengst "Favory Toscana" im Galopp