Stiftungsaufgaben

Die Anja Beran Stiftung ist eine rechtsfähige, gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts. Der Schwerpunkt der am 9. September 2009 gegründeten Stiftung besteht darin, die klassische Reitkunst zu pflegen und zu verbreiten. Denn nur gut behandelte und mit durchdachten Übungen gymnastizierte Pferde bleiben lange gesund, zufrieden und leistungsfähig.

Die Anja Beran Stiftung setzt sich darüber hinaus auch für den Tier- und Naturschutz ein, denn er gehört wesensgemäß zu einer harmonieorientierten, verantwortungsvollen Lebenseinstellung, deren Anliegen es ist, den Respekt der Menschen vor Tier und Natur zu wecken und zur Grundhaltung jedes Einzelnen zu machen.

ERHALT DER REITKUNST


Die klassische Reitkunst bewahren und junge Nachwuchsreiter auszubilden ist das Hauptanliegen der Anja Beran Stiftung. weiterlesen »

TIERSCHUTZ


Gut Rosenhof ist gelebter Tierschutz, hier finden dank der Stiftung zahlreiche Tiere eine liebevolle Heimat. weiterlesen »

NATURSCHUTZ


Alle Gartenanlagen und die Landwirtschaft werden nach ökologischen Gesichtspunkten geführt – naturnah und nachhaltig. weiterlesen »

„Die Pferde…. erziehen uns mehr als irgendetwas anderes zum Echten. Im Sattel gibt es keine Vortäuschungen; da gibt es nur die letzte Wahrhaftigkeit. Die Pferde dulden keine Lügen und keine Lügner, keinen billigen Schein und kein So-tun-Als-ob.“

− Clemens Laar, Meines Vaters Pferde −

Erhalt der klassischen Reitkunst

Die klassische Reitkunst bewahren und junge Nachwuchsreiter auszubilden ist das Hauptanliegen der Anja Beran Stiftung.

Jungen Reitern zwischen 18 und 30 Jahren, die die Arbeit mit Pferden als ihre Lebensaufgabe sehen und von großer Passion und Liebe zum Pferd erfüllt sind, bietet die Anja Beran Stiftung interessante Ausbildungsmöglichkeiten. Ein Probemonat und ein Jahr Praktikum sind dabei zwei beliebte Varianten. Danach sind Sie zu einer Fortführung der Ausbildung bis zur Hohen Schule herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Bewerbungen!

Wenn Sie das Anliegen der Anja Beran Stiftung befürworten, aber nicht selbst an einer Ausbildung als Reiter/Reitlehrer interessiert sind, gibt es viele andere Möglichkeiten, die Stiftung zu fördern. Kontaktieren Sie uns doch einfach für ein persönliches Gespräch unter: info@anjaberan.de. Wir freuen uns über jeden, der sich bei uns oder für uns engagieren will!

 

Reiterliche Ausbildung

„Die Reitkunst ist die schwerste aller Künste, denn sie ist die einzige Kunst, die Körper, Geist und Charakter des Menschen fordert und formt“.
– Oberst v. Heydebreck –

Damit fördert die Reitkunst auch so wichtige Werte wie Disziplin, Fleiß, Höflichkeit, Respekt, Verantwortungsbewusstsein und die Liebe zur Kreatur. Werte, die gerade in der heutigen Zeit eminent wichtig sind!

Nur wenige sind auserwählt, dennoch sollten alle danach streben. Darum geht es der Anja Beran Stiftung: Um das Streben nach einer pferdegerechten Dressurausbildung in Harmonie zwischen Pferd und Reiter.

 

Die Bewerbung

Bitte senden Sie uns folgende Unterlagen zu, wenn Sie Interesse an dieser Ausbildung haben:

  • Lebenslauf
  • Schulabschlusszeugnis
  • Reiterlicher Werdegang (Mindestanforderung A-Niveau)
  • Motivationsschreiben
  • Profilbild mit Größe und Gewichtsangabe
  • DVD mit Vorstellung der drei Grundgangarten zur Sitzbeurteilung

Sollte sich die Anja Beran Stiftung nach Prüfen der Bewerbungsunterlagen für Sie entscheiden, laden wir Sie sehr gern zu einem Vorstellungsgespräch ein, das auch ein Vorreiten beinhaltet.

 

Der Probemonat

Was erwarten wir im Probemonat?

Idealerweise sollte für einen Probemonat bereits die persönliche Entscheidung gefallen sein, dass Sie die Reiterei zu Ihrem Beruf machen möchten. Aber spätestens nach Ende des Probemonats muss dieser Entschluss bei Ihnen ohne Einschränkungen feststehen.

Wünschenswerte Eigenschaften sind:

  • Körperliche Eignung
  • Interesse
  • Fleiß und Engagement
  • Rasche Aufnahmefähigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Zuverlässigkeit
  • Pünktlichkeit und Teamfähigkeit

Eigenes Pferd wäre möglich, ist aber keine unabdingbare Voraussetzung.

 

Das Praktikum

Was erwarten wir im Praktikum?

Nach erfolgreicher Beendigung des Probemonats, erwarten wir, dass es für Sie eindeutig feststeht, dass Sie den Ausbildungsweg als Bereiter über die Anja Beran Stiftung absolvieren möchten. Offenheit, Interesse und Wissbegierde und den Willen das Ziel unter allen Umständen zu erreichen.

Warum ist ein einjähriges Praktikum nötig?

Ein einjähriges Praktikum ist nötig, um zu sehen, ob der Betreffende überhaupt den Beruf von Herzen ausüben möchte und ob er dazu in der Lage ist. Den Meisten ist das ganz schnell zu viel, denn sie hatten mit einem „Job“ und nicht mit einer Berufung gerechnet. Es ist ein entbehrungsreiches Leben mit sehr wenig Freizeit, viel Arbeit und wo man sein eigenes Leben stets hinten anstellen muss. Das Praktikum dient dazu diese Bereitschaft zu testen und außerdem den Reitersitz des Bewerbers (meist an der Longe) täglich zu schulen und den Körper zu koordinieren. Viele Reiter scheitern leider vor allem an den körperlichen Fähigkeiten.

Die Prüfungsziele für das Praktikum:

Aufbauend auf den Prüfungszielen des Probemonats werden folgende Kriterien zusätzlich beurteilt:

  • Reiterliche Befähigung
  • Konstanz und Weiterentwicklung der Umsetzung des vermittelten reiterlichen Wissens
  • Gleiches wird im Umgang mit dem Pferd gefordert

Werden diese Ziele nicht erreicht, versteht es sich von selbst, dass wir Sie darüber rechtzeitig informieren, so dass eine Umorientierung problemlos möglich ist!

Wo kann ich in dieser Zeit wohnen?

Die Stiftung hat für unsere Praktikanten und Bereiter unmöblierte Wohnungen angemietet. Waschmaschine und Küche stehen aber zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung. Der Praktikant und Bereiter muss dafür ein monatliches Wohngeld von 50,00 Euro entrichten.

„Die wahre menschliche Güte kann sich in ihrer absoluten Reinheit und Freiheit nur denen gegenüber äußern, die keine Kraft darstellen. Die wahre moralische Prüfung der Menschheit, die elementarste Prüfung (die so tief im Innern verankert ist, dass sie sich unserem Blick entzieht) äußert sich in der Beziehung der Menschen zu denen, die ihnen ausgeliefert sind: zu den Tieren. Und gerade hier ist es zum grundlegenden Versagen des Menschen gekommen, zu einem so grundlegenden Versagen, dass sich alle anderen aus ihm ableiten lassen.“

− Milan Kundera, Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins −

Tierschutz

Für uns bedeutet Tierschutz, Taten statt Worte. Der Respekt vor der Schöpfung verlangt, nicht nur den eigenen Pferden und Tieren verantwortlich zu begegnen, sondern sich auch für alle anderen Tiere einzusetzen. Darum ist unser Rosenhof inzwischen zur Heimat für einige Tiere geworden, die anderswo keine Chance mehr hatten.

Da sind zum Beispiel unsere Katzen. Manche stammen aus dem ortsnahen Tierheim in Marktoberdorf. Andere sind uns zugelaufen oder wurden von Bauernhöfen in der Umgebung, wo sie „überflüssig“ waren, adoptiert. Natürlich haben wir alle Katzen, die auf Gut Rosenhof leben, kastrieren lassen und sorgen dafür, dass sie regelmäßig geimpft und entwurmt werden.

Ebenso verhält es sich mit unseren Kaninchen, die sich wie die solchen vermehrt haben. Eines kam aus Wien mit einer Elevin. Die anderen sind aus unserer Nachbarschaft – und weil es inzwischen einige sind, haben wir ihnen ein artgerechtes Gehege gebaut, in dem sie miteinander hoppeln, spielen, fressen, dösen und ganz Kaninchen sein können. Nur die Fortpflanzung haben wir unterbunden, denn sonst gäbe es auf Gut Rosenhof eines Tages mehr Kaninchen als Pferde.

Und was man so im Wald findet! Einmal war’s ein Hängebauchschwein, das offensichtlich ausgesetzt worden war. Auf Gut Rosenhof fand es nicht nur ein passendes Gehege, sondern auch Gefährten: Wir hatten schon Hängebauchschweine, die anderswo nicht mehr gehalten werden konnten. Sie grunzen nun fröhlich mit unseren anderen Senioren. Gut Rosenhof ist nämlich auch Altersruhesitz für Ziegen, Kamele, Lamas und einige Pferde.

Tierschutz ist für uns praktiziertes Tierwohl. Darum reagiert die Anja Beran Stiftung immer da flexibel und schnell, wo es im Sinne der Tiere notwendig und (lebens-)wichtig ist.

 

Patenschaften

Eine Unterstützung der Anja Beran Stiftung ist auch durch Übernahme von Patenschaften möglich. Wir suchen zum Beispiel Patenschaften für unsere Stiftungspferde, die als Lehrpferde für unsere Eleven dienen.

Art und Weise der Unterstützung nach Absprache, Kontakt: info@anjaberan.de

„Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.“

− Albert Schweitzer −

Naturschutz

Gut Rosenhof liegt inmitten von Wiesen und Wäldern und damit mitten in der Natur, mit der wir ebenso respektvoll umgehen wie mit unseren Haustieren.

Mit unserem Naturgarten leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt, sowohl bei Pflanzen wie auch bei Vögeln und Insekten. Mit kompetenter Unterstützung der Gartenmanufaktur Nüssler wächst und gedeiht der Naturgarten auf Gut Rosenhof prächtig, auch wenn auf knapp 1000 Metern Meereshöhe durchaus klimatisch raue Bedingungen herrschen können.

Die Bewirtschaftung der gutseigenen Wiesen und Wälder erfolgt schonend und nachhaltig. Mit einem großen Rothirschgehge leisten wir einen Beitrag zur Arterhaltung des hierzulande immer seltener vorkommenden Cervus elaphus.

Im Jahr 2015 haben wir ein Projekt gestartet, um Rehkitze vor den Mähwerken zu schützen und zehn Kitzretter angeschafft.

Wenn im Mai die Wiesen schon das erste Mal gemäht werden, droht den Kitzen große Gefahr! Frisch geboren und noch zu schwach, um mitzulaufen, legt die Mutter sie im hohen Gras ab. Der Landwirt kann die versteckten Kitze meist nicht sehen und so werden sie vom Mähwerk erfasst und verstümmelt, was sie qualvoll verenden lässt. Seit Frühjahr 2015 können die Landwirte für ihre Grünflächen die Rehkitz-Retter kostenlos anfordern und ein Team der Anja Beran Stiftung stellt die Geräte dann auf. Mittels modernster Technik wird das Wild zuverlässig vergrämt, wie es in der Fachsprache der Wildhüter heißt. Die Methode ist dabei genauso erfolgreich wie schonend für die Tiere, denn dank eines ausgeklügelten Systems werden die Rehe nicht grundsätzlich von ihren Äsungsflächen vertrieben. Auch die Landwirte profitieren: Zum einen riskieren sie keine Anzeige wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, zum anderen vermeiden Sie das gefährliche Gesundheitsrisiko des Botulismus, der entsteht, wenn Tierkadaver in das Mähgut gelangen.

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