Fotoimpressionen vom 13. International Workshop – Get the Spirit!
Tag 1
Den Auftakt unseres 13. International Workshops widmeten wir ganz der Ausbildung junger Pferde – und unsere Nachwuchstalente hätten sich kaum besser präsentieren können. Trotz der ungewohnten Kulisse und zahlreicher Zuschauer zeigten sich alle Pferde konzentriert, gelassen und vertrauensvoll. Umso schöner war es zu sehen, mit wie viel Vertrauen und Selbstverständlichkeit sich die jungen Pferde in dieser besonderen Atmosphäre präsentierten – ein Auftakt, der uns stolz und dankbar gemacht hat.
Die Themen des Tages waren:
- Was sind die ersten Schritte bei einem jungen Pferd? Wie fängt man an?
- Das Pferd kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen hat oberste Priorität!
- Die individuellen Eigenschaften des Pferdes?
- Die grundlegende Bodenarbeit hängt vom Charakter und der körperlichen Konstitution des Pferdes ab.
- Uns geht es darum, eine lebenslange Beziehung aufzubauen!
Ernst Lorenz hat einige schöne Impressionen von diesem ersten Tag eingefangen.
Tag 2
Am zweiten Tag unseres International Workshops – „Get the Spirit“ drehte sich alles um eine der zentralen Aufgaben klassischer Ausbildung: Wie gelingt es, ein Pferd durch systematisches Training zunehmend auszubalancieren und geradezurichten? Denn Takt, Balance und eine gut entwickelte Muskulatur sind weit mehr als nur Ausbildungsziele – sie bilden die Grundlage dafür, ein Pferd langfristig gesund und leistungsfähig zu erhalten. In Theorie und Praxis wurde deutlich, wie klassische Gymnastizierung dabei helfen kann, natürliche Schiefe auszugleichen und das Pferd Schritt für Schritt zu mehr körperlichem Gleichgewicht zu führen.
Die Themen des Tages waren:
- Analyse des Pferdes hinsichtlich Schwachstellen und Schiefe, sowie Auswahl der nächsten Trainingsschritte – eine Prioritätenliste.
- Was sollte zuerst verbessert werden?
- Versuchen Sie nicht, alles gleichzeitig anzugehen!
- Wie baue ich das Training auf und mit welcher Intensität?
Maresa Mader hat diesen Workshop-Tag begleitet und viele schöne Momente festgehalten.
Tag 3
De dritte Tag stand ganz im Weg zur Versammlung, auf dem unsere Gäste die unterschiedlichen Pferde begleiten durften. Durch konsequente Geraderichtung, zunehmende Mobilität und eine verbesserte Hankenbeugung, die wir insbesondere mithilfe der Seitengänge erarbeiten, entwickelt sich die Versammlung als logische Folge des klassischen Trainings.
Die Themen des Tages waren:
- Mit welchen Lektionen der Hohen Schule sollte ich beginnen?
- Was ist für das jeweilige Pferd sinnvoll?
- Wann sollte man bestimmte Übungen zunächst weglassen?
- Wie kann ein logischer Trainingsaufbau generell aussehen?
- Wahl des Gebisses?
Maresa Mader hat diesen Workshop-Tag begleitet und viele schöne Momente festgehalten.
Favory Toscana
Der 22-jährige Lipizzaner bereichert seit vielen Jahren unsere Veranstaltungen. Im Alter von drei Jahren kam er roh aus der Hengstaufzucht auf Gut Rosenhof und genoss hier seine gesamte Ausbildung. Dass er auch heute, mit 22 Jahren, noch so fit, beweglich und voller Ausdruck ist, verdankt er nicht zuletzt einer sorgfältigen, klassischen Gymnastizierung. Selbst in anspruchsvollen Lektionen weiß Favory noch immer zu brillieren – wie zum Beispiel im Spanischen Trab, der früher auch häufig als „gestreckte Passage“ bezeichnet wurde.
Anja beschreibt ihre tiefe Verbundenheit mit Favory gerne mit der eines älteren Ehepaares: Oft braucht sie nur an eine Parade zu denken, und Favory hat sie bereits ausgeführt. Nach so vielen gemeinsamen Jahren verstehen sich die beiden beinahe ohne sichtbare Hilfen – Momente, die immer wieder sehr berühren!
Tag 4
Natürlich durfte auch die Arbeit an der Hand bei unserem International Workshop nicht fehlen! Eindrucksvoll demonstrierten Annika Seguin, Claudia Michaljuk und Anja Beran die vielfältigen Möglichkeiten dieser wertvollen Form der Gymnastizierung – vom Übertreten bis zur Piaffe, von der Traversale bis zur Passage. So wurde anschaulich deutlich, wie vielseitig und differenziert sich ein Pferd auch vom Boden aus gymnastizieren und fördern lässt.
Die Themen des Tages waren:
- Welche Rolle spielen Zirkuslektionen (Tricks)?
- Ist die Arbeit an der Hand ein Muss?
- Wann ist sie sinnvoll?
- Abwechslung im täglichen Training.
Maresa Mader hat diesen Workshop-Tag begleitet und viele schöne Momente festgehalten.
Zirkuslektionen
Viele unserer Pferde lernen sich auf Kommando hinzuknien, abzulegen oder zu sitzen, je nach Freude und Talent. Auch diese Übungen sind den natürlichen Bewegungen abgeschaut und tragen viel zur Vertrauensbildung zwischen Mensch und Pferd bei!
Der Freibergerhengst Volvik hat beispielsweise das Sitzen für sich entdeckt und es benötigt oft etwas Überredungskunst ihn zum Aufstehen zu motivieren, wenn er es sich gerade sitzend bequem gemacht hat und dafür Lob und Applaus erhält.
Gastreiter 2026
Hin und wieder laden wir zu unseren Veranstaltungen einen Gastreiter ein. Dabei handelt es sich stets um jemanden, der sich regelmäßig bei Anja fortbildet und die Werte und Prinzipien der klassischen Dressur überzeugend verkörpert. In diesem Jahr durften wir Dr. Max Jaquerod bei unserem internationalen Workshop und der anschließenden Morgenarbeit begrüßen. Dr. Jaquerod kommt aus Bern und ist der Enkel von Pierre Eric Jaquerod, dem letzten Leiter der Schweizer Militärreitschule. Obwohl er selbst „nur“ Hobbyreiter ist, lernte er die Reiterei von seinem Großvater von der Pike auf. Gemeinsam mit ihm bildete er Fantastico aus, einen Wallach, den er von der Schweizer Armee erwerben konnte. Schließlich entstand der Kontakt zu Anja Beran und Dr. Jaquerod kam zur Fortbildung auf Gut Rosenhof. Schnell zeigte sich, dass die Prinzipien, die ihm sein Großvater vermittelt hatte, genau jenen entsprechen, die auch hier die tägliche Arbeit bestimmen: Rahmenerweiterung, das Genick als höchster Punkt, sorgfältige Schrittarbeit, die Nase an oder vor der Senkrechten – klassische Dressur eben! Seitdem verbindet uns ein fruchtbarer und bereichernder Austausch – im Bewusstsein, dass Gelegenheiten dazu leider immer seltener werden. Umso wichtiger ist es, das überlieferte Wissen zu bewahren, weiterzugeben und mit Leben zu füllen. Denn die klassische Reitlehre ist ein wertvolles Kulturgut, das nicht verloren gehen darf.
Hommage an Nuno Oliveira!
Ein ganz besonderer Abend wurde auf Gut Rosenhof im Rahmen des International Workshops zelebriert! Anja Beran durfte Pureza Oliveira, Tochter des portugiesischen Reitmeisters Nuno Oliveira, willkommen heißen – was für eine Ehre! Zunächst hielt Pureza einen Vortrag über ihren Vater und erwähnte bedeutende Stationen seines Lebens. Nuno Oliveira liebte die Musik von Verdi und so wurde im Anschluss die Reithalle zum Opernsaal als eine Sängerin und ein Tenor ihr Bestes gaben, während Anja Beran den Lusitanohengst Osama präsentierte. Ein unvergesslicher Moment, der zu Gänsehaut und bei den meisten Gästen sogar zu Tränen rührte – Emotionen pur! Danke an Pureza Oliveira, Nicole Ciroth und Timo Pfeffer!
Tag 5
Coming soon…
Die Themen des Tages waren:
- Das Pferd wird vorwärts-aufwärts geritten – Versammlung entsteht auf natürliche Weise als Ergebnis guter gymnastischer Arbeit!
- Die Persönlichkeit unseres Pferdes ist nun voll gereift und tritt in den Vordergrund. Möge sie stolz, schön und voller Selbstvertrauen sein.
Maresa Mader hat diesen Workshop-Tag begleitet und viele schöne Momente festgehalten.


